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"Internationales Schussental" bei der Ferienfreizeit

HEGENBERG – Klatschen heißt, jetzt ist Ruhe. Wie sonst soll man sich verständigen, wenn aus oberschwäbischen Jungen und Mädchen in 14 Tagen Namibier, Franzosen, Chinesen oder Ägypter geworden sind. 125 Kinder haben beim "Ferienspaß im Schussental" teilgenommen. Die Kinderfreizeit in Hegenberg ist ein Kooperationsangebot des BDKJ (Bund der deutschen katholischen Jugend) in Ravensburg, der Caritas Bodensee-Oberschwaben, des Bildungszentrums St. Konrad und der Stiftung Liebenau. Finanziell unterstützt wird die Freizeit von der Kinderland-Stiftung und dem Verein Schweizer Kinder.


In 14 Tagen um die Welt

Zum großen Abschlussfest hatten die Kinder ihre Geschwister, Eltern und Großeltern eingeladen, um sie mitzunehmen auf ihre Reise um die Welt. In selbst gebastelten Kostümen tanzten Ägypter um Pyramiden. Pippi Langstrumpf entführte nach Schweden. Die größte Nation war mit "Drei Chinesen und dem Kontrabass" vertreten und in Mexiko knallten die Pistolen, als Diebe den Preis einer Poncho-Modenschau zu stehlen versuchten. Am Ende siegte aber auch hier, wie sollte es anders sein, das Gute.

Was Kinder wünschen

30 Ehrenamtliche waren für die Kinder da. "In diesem Jahr haben sich, anders als in den Jahren zuvor, erfreulich viele junge Männer für die begleitende Aufgabe ansprechen lassen", berichtete Annette Hermann, verantwortlich für die Samstags- und Ferienbetreuung der St. Gallus-Hilfe in Hegenberg. "Die Jungs haben es genossen", ergänzte Christoph Gräf, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie der St. Gallus-Hilfe. Er sieht darin auch eine Bestätigung für den Ruf nach mehr männlichen Fachkräften in den Kindergärten.

Der Abschied fällt schwer

Charlotte Scholze, Jonas Kunz und Erwin Sorg vom Betreuerteam waren überrascht, wie gut das Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderung funktionierte. "Die Zeit ging viel zu schnell vorbei." Jonas Kunz fällt der Abschied schwer. "Wir hatten viel Spaß", so Charlotte Scholze. "Die Freizeit war super organisiert", lobte Betreuer Christian Staigler. Erwin Sorg will auch im nächsten Jahr wieder mit dabei sein. Er begleitete eine Gruppe mit achtjährigen Kindern und ist begeistert, wie verständnisvoll sie miteinander umgegangen sind.

Hallenbad und stille Räume

Wenn die Mädchen basteln oder malen wollten, zogen die Jungs ab zum Fußballspielen und bei schlechtem Wetter war das Hallenbad eine willkommene Abwechslung. Die Don-Bosco-Schule bot Raum für Rückzug. "Zum ersten Mal waren Kinder mit Behinderung in die Gruppen integriert", berichtete Annette Herrmann. Die einen haben es genossen, manchen war es zuviel. Für sie gab es eine "Rückzugsgruppe", wo leise gespielt wurde, wo sie sich ausruhen oder Musik hören konnten.

Begegnung, Gemeinsamkeit und Rücksicht

Um ein Gespür für die Kinder zu bekommen, "was geht, wer profitiert", wurden die Betreuer im Vorfeld geschult. Die Themenpalette reichte von der Aufsichtspflicht über neue Spiele bis zur Sensibilisierung für die Bedürfnisse von Kindern mit einer Behinderung und gemeinsam entwickelten sie das Programm "In 14 Tagen um die Welt". Denn jeder sollte seinen Spaß haben. Tägliche Rituale wie das Klatsch- und Singspiel wurden von den Kindern begeistert angenommen. Immer wieder gab es neue Angebote wie Theater oder Tanzen. "Alle haben gut mitgemacht", lobte Erwin Sorg, und Jonas Kunz ergänzte: "Jeder war voll und ganz akzeptiert."

 


Kontakt:
Stiftung Liebenau Kommunikation
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88074 Meckenbeuren

Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117

erstellt am 17.08.2010


In selbst gebastelten Kostümen: Ägypter

In selbst gebastelten Kostümen tanzten Ägypter um Pyramiden.

Drei Chinesen mit dem Kontrabass

"Drei Chinesen mit dem Kontrabass" - beim "Ferienspaß im Schussental" wagten sich die Kinder auch über den großen Teich.

Abschlussfeier der Ferientage mit Gästen

Abschlussfest mit vielen Gästen. Am Mikrofon Annette Hermann, die für die St. Gallus-Hilfe für die Ferienfreizeit verantwortlich ist.

 


Die St. Gallus-Hilfe bietet im Raum Allgäu-Oberschwaben-Bodensee zahlreiche Einrichtungen und Dienste zur Betreuung und Förderung von geistig behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an. Die St. Gallus-Hilfe ist mit ihren Wohnhäusern und Wohngemeinschaften in 13 Städten und Gemeinden vertreten.
www.st.gallus-hilfe.de