Schüler besuchen die Stiftung Liebenau
LIEBENAU - 20 Schüler besuchten am vergangenen Donnerstag die Stiftung Liebenau im Rahmen der Aktion "Wissen was geht!". Zuerst wurde ihnen im Schloss der Stiftung das Unternehmen vorgestellt und aufgezeigt, welche Berufsmöglichkeiten die Stiftung Liebenau anbietet. Im Anschluss hatten die Schüler Einblick in die praktische Arbeit in der Gallus-Werkstatt (WfbM) und in einem Wohnheim.
Wissen was geht!
Axel Sans, Leiter der Abteilung Personalmanagement der Stiftung Liebenau, begrüßte die 20 Jugendlichen. Er betonte wie wichtig es sei, freiwillige Veranstaltungen wie diese zu nutzen. "Es ist wirklich klasse, dass ihr dafür eure Freizeit opfert."
Die DH-Studentinnen Petra Kern und Tamara Blum, die derzeit in der Ausbildung in der Stiftung Liebenau sind, referierten über die Geschichte und die Tätigkeitsbereiche der Stiftung. Von ihnen erfuhren die Schüler, dass Adolf Aich, Gründer der Stiftung Liebenau, vor 140 Jahren das Schloss mit vier kranken Menschen bezogen hat. Mittlerweile ist das Unternehmen stark gewachsen: heute werden 15000 Menschen in den Bereichen Behindertenhilfe, Altenhilfe, Gesundheit und Bildung von rund 5800 Mitarbeitern der Stiftung betreut und begleitet. Unter ihnen sind 400 Auszubildende.
20 verschiedene Ausbildungsberufe
Die Schüler staunten, als sie von den 20 verschiedenen Ausbildungsberufen in der Stiftung erfuhren. Neben Heilerziehungspflegern, Jugend- und Heimerziehern oder Altenpflegern werden auch Gärtner, Elektroniker für Betriebstechnik, Gebäudereiniger oder Textilreiniger ausgebildet.
Den Fragen der Schüler stellten sich die beiden Studentinnen zusammen mit Martina Müller, Mitarbeiterin der Abteilung Personalmanagement: "Wie lange dauert die Ausbildung?", "Was lernt man während der Ausbildung alles?" oder "Wie viel verdiene ich während der Ausbildung?" waren die Inhalte der Fragen.
Praktischer Einblick
Am späten Vormittag erhielten die Schüler einen praktischen Einblick. Zuerst führte Karin Hennig (Fachdienst der St. Gallus-Hilfe) die 20 Jugendlichen durch die Gallus-Werkstatt, in der 165 Menschen mit Behinderung in verschiedenen Gruppen arbeiten. Die Wohngruppe Ida wurde den Jugendlichen von Harald Köble (Gruppenmitarbeiter) und Timo Weingart (Auszubildender zum Heilerziehungspfleger) vorgestellt. Sie gaben einen Einblick in die Tätigkeiten eines Heilerziehungspflegers und den Alltag auf der Wohngruppe.
Stichtag 15. November!
Die Jugendlichen müssen sich hinsichtlich der Berufswahl bald entscheiden. Wer bei der Stiftung Liebenau eine Ausbildung starten möchte, muss sich bis zum 15. November dieses Jahres bewerben. Wer über die Schnelleinführung hinaus noch mehr erfahren möchte, hat die Möglichkeit sich mehr Einblick während eines Praktikums in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern zu verschaffen.
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erstellt am 27.08.2010