St. Josefshaus in Gaissau feiert Abschluss der Sanierungsarbeiten
GAISSAU - In eineinhalbjähriger Bauzeit und für 1,6 Mio. Euro wurde das St. Josefshaus (St. Anna-Hilfe/Stiftung Liebenau) in Gaissau umfassend renoviert und modernisiert. Die Fertigstellung des Umbaus war am vergangenen Freitag Grund zu feiern: viele Gäste aus Politik, Kirche, dem Pflegebereich, den Gemeinden sowie Mitarbeiter und Leiter mehrerer Pflegehäuser der St. Anna-Hilfe waren gekommen. Den anschließenden "Tag der offenen Tür" nutzten rund 300 Interessierte für eine Besichtigung.
Der Umbau ist geschafft
"Wir sind froh, dass der Umbau geschafft ist und vor allem, dass er vorbei ist", sagte Klaus Müller, Geschäftsführer der St. Anna-Hilfe gleich zu Beginn seiner Begrüßung und erntete dafür Zustimmung bei den Festgästen. Die Bewohner, Angehörigen und Mitarbeiter mussten während der Umbauzeit viel Lärm, Dreck und Einschränkungen ertragen. Vor allem die Modernisierung des Brandschutzes hat größere Umbauten erfordert, auch die sanitären und elektrischen Anlagen sowie die Heizung wurden erneuert. Die sichtbarste Veränderung war die Schaffung der Wohnküchen in den einzelnen Wohngruppen. Das neue Pflegekonzept beinhaltet, dass künftig ein festes Team für eine kleine Gruppe von Bewohnern zuständig ist.
Eng verbunden mit der Religion
Die Geschichte des Hauses ist eng verbunden mit der Geschichte des Ordens der Franziskaner Ordensschwestern. Vor elf Jahren haben die Missionsschwestern das Pflegeheim an die St. Anna-Hilfe übergeben, noch heute sind sie bei der Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen sehr engagiert. Dass der Umbau ganz im Sinne der Ordensschwestern war, schilderte Provinzoberin Schwester Consilia in ihrer Rede. Die anfänglichen Bedenken, die Kapelle ins Erdgeschoß zu verlegen, haben sich in Begeisterung gewandelt. "Die Kapelle ist ein Schmuckstück geworden, wo sich Sorgen und Anliegen Gott darbringen lassen", bedankte sich Schwester Consilia. Sie wünschte sich, dass das Haus ein Ort der Menschlichkeit bleibe.
Verantwortungsvolle Pflege
Das St. Josefshaus bietet Platz für 44 Bewohnerinnen und Bewohner, wobei jeder sein Einzelzimmer samt Bad mit persönlichen Gegenständen und Möbeln einrichten kann. Die Pflege von Menschen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern, das Angebot von Urlaubs- und Kurzzeitpflege stellt hohe Ansprüche an das Mitarbeiterteam. Neben einer professionellen Altenpflege sei den Mitarbeitern dafür zu danken, dass die Individualität jedes einzelnen Bewohners bestmöglich in der Gemeinschaft gelebt werden kann, sagte Dr. Berthold Broll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Liebenau, zu der die St. Anna-Hilfe gehört.
Großes Bevölkerungsinteresse
Sozial-Landesrätin Dr. Greti Schmid ging in ihrer Rede auf die großen Herausforderungen in der Altenpflege ein, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auf die Gesellschaft zukommen. Den Abschluss der offiziellen Feierlichkeiten bildete die Segnung des Hauses und der Kapelle durch Bischof Elmar Fischer. Strahlender Sonnenschein, musikalische Unterhaltung und kulinarische Köstlichkeiten luden anschließend ein, im Festzelt die Feier gemütlich ausklingen zu lassen.
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erstellt am 06.09.2010