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"Nah dran" – Berufsinfotag der Stiftung Liebenau

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Unter dem Motto "Nah dran" veranstaltete die Stiftung Liebenau einen Infonachmittag für soziale Berufe. Interessierte Jugendliche hatten Gelegenheit, sich ausgiebig über eine Ausbildung in der Alten- und in der Behindertenhilfe zu informieren.


Die Menschen geben viel zurück

Fachleute und Auszubildende der Gesellschaften der Alten- und Behindertenhilfe der Stiftung Liebenau, St. Anna-Hilfe für ältere Menschen und St. Gallus-Hilfe gGmbH, gaben beim Infonachmittag für soziale Berufe einen praxisnahen Einblick in ihre Arbeit. Hausleiter Norbert Schuster und Auszubildende Emanuela Wiest vom Haus St. Johann in Tettnang stellten den Beruf der Altenpflegerin mit seinen verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten vor. Drei Jahre dauert die Ausbildung, Voraussetzung ist die Mittlere Reife. "Sehr zu empfehlen ist ein Praktikum, um herauszufinden, ob der Beruf wirklich zu einem passt", riet Norbert Schuster. Emanuela Wiest schätzt an dem Beruf, dass sie von den alten Menschen sehr viel zurückbekommt. "Das kann ein Dankeschön sein oder auch nur ein Blick."

Freude an der Arbeit mit Menschen ist Voraussetzung

Ähnliches weiß die Auszubildende Franziska Hagelstein von der Arbeit mit behinderten Menschen zu berichten. Sie macht bei der St. Gallus-Hilfe eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. "Wichtig ist, dass man Freude daran hat, mit Menschen umzugehen, sie zu pflegen und mit ihnen zu arbeiten", schildert sie. Heilerziehungspfleger arbeiten zum Beispiel in Wohnheimen, Werk- und Förderstätten oder in gemeindeintegrierten Wohnformen. Ausbildungsvoraussetzung ist ebenfalls die Mittlere Reife sowie ein einjähriges Vorpraktikum. Heimleiter Bernhard Eckstein machte deutlich, dass Heilerziehungspfleger sowohl eigenverantwortlich arbeiten, sich aber auch in ein Team einbringen können müssen. Sowohl in der Altenpflege als auch in der Behindertenhilfe gibt es gute Aufstiegsmöglichkeiten. Auch ein Studium an einer Fachhochschule ist denkbar.

Praktika sind hilfreich für die Berufsfindung

Die meisten der Schüler interessierten sich für beide Ausbildungsberufe. Der 15-jährige Alexander Pihlar hat bereits festgestellt, dass er gut mit Kindern und alten Menschen umgehen kann. "Menschen zu helfen ist mein Ziel und ich könnte mir auch gut die Arbeit mit Behinderten vorstellen", sagt er. Leonie Deutelmoser (19) zieht es ebenfalls in den sozialen Bereich. "Durch ein Praktikum in der Altenpflege und eine behinderte Cousine weiß ich, wie viel Liebe man zurückbekommt."

Besuch einer Wohngruppe der St. Gallus-Hilfe

Nach der Theorie nutzten die Schüler die Gelegenheit, in Liebenau eine Wohngruppe von Menschen mit Behinderung zu besuchen. Bereits auf dem Weg zum Haus St. Joseph wurden die Jugendlichen per Handschlag von einigen Menschen begrüßt, die auf dem Gelände unterwegs waren. Von Erzieherin Susanne Nerdinger erfuhren sie, wie wichtig es ist, sich auf jeden Bewohner individuell einzustellen. Die Arbeit sei hin und wieder durchaus anstrengend. "Aber es gibt sehr viele schöne Momente."

Info:

Im Herbst 2010 werden in den Gesellschaften der Stiftung Liebenau etwa 40 Ausbildungsplätze in der Altenpflege und rund 50 Plätze für Vorpraktikanten – Voraussetzung für eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger - zu besetzen sein.

Kontakt:
Stiftung Liebenau
Personalmanagement
Siggenweilerstraße 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1260

Von: Claudia Wörner, erstellt am 18.03.2010


Infonachmittag für soziale Berufe in der Stiftung Liebenau

Infonachmittag für soziale Berufe in der Stiftung Liebenau: Auszubildende Franziska Hagelstein (vorne, rechts sitzend) informierte in einer Wohngruppe der St. Gallus-Hilfe über den Beruf der Heilerziehungspflegerin.

Foto: Wörner