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Bedarf an Begleitung steigt

RAVENSBURG/FRIEDRICHSHAFEN/WANGEN – 45 Ehrenamtliche sind zurzeit für den ambulanten Kinderhospizdienst AMALIE in Landkreis Ravensburg und im Bodenseekreis im Einsatz. Sie begleiten Familien, in denen Kinder, Jugendliche oder Eltern schwerst- und lebensverkürzend erkrankt sind. Die speziell ausgebildeten Hospizpatinnen und -paten leisteten im Jahr 2016 rund 6000 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Der ambulante Kinderhospizdienst AMALIE ist da, wenn es für Familien und Kinder schwierig wird.

Angebot wird erweitert

„Mit unseren Patinnen und Paten begleiteten wir im letzten Jahr 28 Familien, den überwiegenden Teil das ganze Jahr über. Zusätzlich traten 21 Familien mit uns für ein beratendes Gespräch in Kontakt“, so Elisabeth Mogg, die Familien und Ehrenamtliche im Landkreis Ravensburg betreut. Seit Gründung von AMALIE durch die Stiftung Liebenau und der Malteser vor sechs Jahren steigt der Bedarf am Angebot des ambulanten Kinderhospizdienstes stetig an. Um auch Familien in der Region Allgäu und im westlichen Bodenseekreis besser zu unterstützen, wurde das Team von AMALIE im vergangenen Jahr um zwei Kolleginnen erweitert.

 

Begleitung über den Tod hinaus

Die ehrenamtlichen Paten schenken den Kindern drei bis vier Stunden Zeit pro Woche und entlasten so die Familie, helfen aber auch bei der Organisation des Alltags oder stehen als Gesprächspartner zur Verfügung. „Unsere Ehrenamtlichen übernehmen ganz unterschiedliche Aufgaben“, weiß Barbara Weiland, Koordinatorin im Bodenseekreis. „Es geht darum, den Familien ein Stück Normalität im Alltag zu ermöglichen und Aufgaben zu übernehmen, für die in der Familie wenig Zeit bleibt.“ Eine Begleitung erfolgt oft über einen sehr langen Zeitraum, bis über den Tod hinaus.

 

Der Trauer einen Raum geben

Zusätzlich bietet AMALIE eine Kindertrauergruppe für 6- bis 12-Jährige. Denn gerade für Kinder ist der Umgang mit Trauer oft nicht einfach und findet im Alltag keinen Platz. Die Gruppe bietet einen geschützten Ort für Auseinandersetzungen mit dem schweren Verlust. Die Trauergruppen für Kinder werden von AMALIE in Kooperation mit der Sonja Reischmann Stiftung, die das gesamte Projekt finanziert, und in Friedrichshafen auch mit Unterstützung der Stadt Friedrichshafen angeboten. „Zusätzlich organisieren wir für unsere Kinder, Jugendlichen und Familien Freizeitangebote, die eine wichtige trauerfreie Zeit bedeuten, in der man Luft holen und sich ein Stück stabilisieren kann“, erzählt Sybille Wölfle, die speziell diese Angebote koordiniert. Da alle Angebote des Dienstes für Familien absolut kostenlos sind, ist der ambulante Kinderhospizdienst auf Spenden angewiesen.

Kontakt:

 

Büro Bodenseekreis:

Barbara Weiland und Sybille Wölfle, Paulinenstraße 12, 88046 Friedrichshafen, Telefon +49 7541-4094360, info@kinderhospizdienst-bodensee.de

 

Büro Landkreis Ravensburg:

Elisabeth Mogg, Ettishoferstraße 3, 88250 Weingarten, Telefon +49 751-3661333, e.mogg@kinderhospizdienst-ravensburg.de

 

Büro im Allgäu:

Sabine Müllenberg, Baumannstraße 56, 88239 Wangen, Telefon +49 173-1956775, s.muellenberg@kinderhospizdienst-ravensburg.de

 

www.kinderhospizdienst-ravensburg.de

www.kinderhospizdienst-bodensee.de

 



Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de