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Begegnungsfest in der Zollernstraße

MECKENBEUREN-BROCHENZELL – Kaffee und Kuchen, Zeit für Gespräche und Austausch: Zusammen mit Mitarbeitern und Angehörigen feierten die Bewohner beim Begegnungsfest im Garten der Zollernstraße 2 in Brochenzell. Seit April 2016 leben in dem gemeindeintegrierten Wohnhaus der Liebenau Teilhabe 24 Menschen mit höherem Hilfebedarf. Zu Gast beim Fest war auch Meckenbeurens Bürgermeisterin Elisabeth Kugel. „Ich sehe die Menschen als Bereicherung für unsere Gemeinde“, sagt sie.

Die Gemeinde Meckenbeuren steht hinter dem Konzept des gemeindeintegrierten Wohnens für Menschen mit höherem Hilfebedarf (v. li.): Bürgermeisterin Elisabeth Kugel im Gespräch mit Hausleiterin Sonja Christian, der Angehörigen Lissy Waldvogel und Bereichsleiter Hermann Engbers.

Kunstwerke von den Bewohnern des gemeindeintegrierten Wohnhauses in Meckenbeuren-Brochenzell: Bürgermeisterin Elisabeth Kugel (rechts) wird für die Bilder einen Platz im Rathaus finden und dankte Mitarbeiterin Annalisa Elle und Bewohner Alexander Haisch für das Geschenk.

Weitere Impressionen vom Begegnungsfest in Brochenzell

Menschen mit höherem Hilfebedarf mitten in der Gemeinde

Zusammen mit Hausleiterin Sonja Christian begrüßte Hermann Engbers, Leiter des Bereichs Wohnen im Bodenseekreis, die Gäste beim Begegnungsfest: „Toll, wie sich hier im Laufe von zweieinhalb Jahren alles entwickelt hat.“ Nach dem Wohnhaus in der Friedrichshafener Marienstraße, ist das in Brochenzell das zweite barrierefreie Wohnhaus für Menschen mit höherem Hilfebedarf im Bodenseekreis. Ein Team von 20 Mitarbeitern ist rund um die Uhr für die Bewohner da. Unterstützt werden sie von fünf Ehrenamtlichen. „Wir freuen uns, dass gemeindeintegriertes Wohnen auch für diesen Personenkreis gelingen kann“, so Engbers. Inzwischen seien zwei weitere Wohnhäuser dieser Art in Uhldingen-Mühlhofen und Oberteuringen voll belegt.

 

„Aus dieser Wohnung gehe ich nie wieder weg“

Zu den Bewohnern der ersten Stunde in der Zollernstraße gehört Tobias Kible. „Hier habe ich viel mehr Möglichkeiten Leute zu treffen, als an meinem vorigen Wohnort in Hegenberg“, erzählt der junge Mann. Regelmäßig besucht der Rolli-Fahrer selbstständig Fußballspiele auf dem benachbarten Sportplatz. „Zu Auswärtsspielen fahre ich mit dem Malteser Hilfsdienst mit.“ Auch die Kirche sei gleich um die Ecke, so dass er regelmäßig den Gottesdienst besuchen könne. „Ich fühle mich hier voll integriert“, freut sich Tobias Kible. Sehr zufrieden ist auch Ariane Klein, die zuvor zehn Jahre in Liebenau in einer Wohngruppe gelebt hat. „Aus dieser Wohnung gehe ich nie wieder weg!“ ist sie sich sicher. „Hier habe ich immer jemanden zum Reden.“ Auch ihr Vater ist mit der neuen Wohnsituation seiner Tochter sehr zufrieden.

 

Bürgermeisterin wünscht sich noch mehr Freundschaften

Bürgermeisterin Elisabeth Kugel ist vom Konzept des gemeindeintegrierten Wohnens überzeugt. „Das Haus liegt ideal in der sozialen Mitte von Brochenzell.“ An dieser Stelle seien viele Verknüpfungen in die Gemeinde möglich. So bestehen erste Kontakte zu den Familien in der benachbarten Anschlussunterbringung. „Integration bedeutet nicht nur Arbeit und ein Dach über dem Kopf. Es wäre schön, wenn noch mehr Freundschaften entstehen würden.“ wünscht sich Kugel. Dazu gehöre auch die Erkenntnis, dass man voneinander lernen und profitieren könne. „Menschen mit Behinderung zeigen uns zum Beispiel, dass man die Dinge so nehmen kann wie sie sind, ohne ständig zu bewerten.“ Gut fände sie, wenn noch mehr Bürger Patenschaften übernehmen oder sich ehrenamtlich engagieren würden.

 

In Meckenbeuren eröffnete die Stiftung Liebenau vor zwei Monaten nach Tettnang, Friedrichshafen und Salem ein viertes Büro für Ambulant Betreutes Wohnen. „Allein in Meckenbeuren leben rund 100 Menschen mit Behinderung relativ selbstständig“, informierte Hermann Engbers. Viele von ihnen arbeiten in Liebenau in der Werkstatt oder in Regiebetrieben der Stiftung Liebenau.

 

 

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