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Berufsbildungswerk: Neuer „Raum der Stille“ ermöglicht Auszeit

RAVENSBURG – Eine Oase der Ruhe im Trubel des Ausbildungs- und Arbeitsalltags, ein spiritueller Ort zum Krafttanken und Besinnen sowie ein neuer geeigneter Platz für den Religionsunterricht: Im Ravensburger Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) der Stiftung Liebenau gibt es nun einen „Raum der Stille“. Einen großen Teil der Bauarbeiten erbrachten die jungen Auszubildenden in Eigenleistung. Zudem bezuschusste die Mutter-Teresa-Stiftung das Projekt mit 22.000 Euro.

Ein Ort mit besonderer Atmosphäre und kreativer Architektur: der neue Raum der Stille im Ravensburger Berufsbildungswerk der Stiftung Liebenau. Foto: Hermann Rupp, Kempten

Kernstück des Raums der Stille: Vertikal installierte Holzstelen an der Außenwand. Foto: Stiftung Liebenau

Dezente christliche Symbolik: ein in die Holzdielen eingearbeitetes Kreuz. Foto: Stiftung Liebenau

Ein Spiel mit dem Licht: Die Sonneneinstrahlung schafft eine besondere Atmosphäre im Raum. Foto: Stiftung Liebenau

Schon beim Vorbeigehen ein Hingucker: der neue „Raum der Stille“ im Ravensburger Berufsbildungswerk. Foto: Stiftung Liebenau

Einfallendes Licht schafft besondere Atmosphäre

„Wir wollten einen Raum schaffen, in dem man zur Ruhe kommen kann. Einen Ort, um sich und Gott zu begegnen“, so BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke über den frisch eröffneten „Raum der Stille“. Ein besonders prägendes Element ist die sanft geschwungene Außenwand – gestaltet mit vertikalen Holzdielen aus regionaler Weißtanne, die bei genauem Hinsehen und entsprechendem Lichteinfall eine umarmende Geste andeuten. Die nur durch schmale Fenster eindringenden Sonnenstrahlen sorgen für eine gedimmte Beleuchtung und eine Atmosphäre, die an eine Waldlichtung erinnert. Idee und Konzept zum „Raum der Stille“ wurden erarbeitet und umgesetzt von Kunstlehrer Uli Schubert vom Ravensburger Welfen-Gymnasium und seinen Schülern sowie dem Architekturbüro Briegel aus Argenbühl.

 

Offen für alle

Christliche Symbolik – in der mittleren Holzstele ist zum Beispiel ein kleines Kreuz eingearbeitet – wurde dabei sehr dezent eingesetzt. „Es soll ein offener und einladender Raum für jeden sein, unabhängig von Religion und Konfession“, erklärt Geschäftsführer Lüdtke und verweist auf den hohen Migrantenanteil in seiner Bildungseinrichtung. Dennoch sei der „Raum der Stille“ natürlich ein Ausdruck der christlichen Prägung des BBW als Teil der Stiftung Liebenau.

 

Neubau statt Sanierung

Der bisherige, schon vor über 20 Jahren eingerichtete Meditationsraum war in die Jahre gekommen und zudem im Verwaltungsbereich der Bildungseinrichtung für die Jugendlichen eher ungünstig untergebracht. Aus der dringend nötigen Komplett-Renovierung wurde deshalb ein Neubau. Dieser „Raum der Stille“ entstand nun Schritt für Schritt im Herzen der Bildungseinrichtung – leicht und barrierefrei zugänglich über das Foyer, das täglich hunderte Azubis, Schüler und Mitarbeiter durchqueren. Neben dem Eingang zieren Begriffe wie „Gerechtigkeit“, „Glaube“, „Liebe“ und „Gemeinschaft“ in mehreren Sprachen die Wände. 

 

Großzügige Spende und viel Eigenarbeit

Ermöglicht wurde das Projekt „Raum der Stille“ durch einen Zuschuss der Mutter-Teresa-Stiftung in Höhe von 22.000 Euro. Zudem haben die BBW-Jugendlichen im Rahmen ihrer Ausbildung in den vergangenen Monaten kräftig selbst mit angepackt: „Drei Viertel der Leistungen wurden von uns erbracht“, betont Herbert Lüdtke. So konnten angehende Maurer, Schreiner, Zimmerer, Maler oder Haustechniker wichtige praktische Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft sammeln. Gleichzeitig gestalten die jungen Menschen einen spirituellen Raum, den sie selber später nutzen werden.

 

 

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Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
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