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Die Welt ein bisschen besser machen

MECKENBEUREN – Unter dem Motto „Wir gestalten unsere Stadt“ forderte Aktion Mensch zu Veranstaltungen rund um den Europäischen Tag der Gleichstellung auf. Seit vielen Jahren beteiligen sich die Frauen und Männer aus den Einrichtungen der Stiftung Liebenau an diesem Aktionstag. Sie organisierten einen Infostand auf dem Wochenmarkt in Meckenbeuren und diskutierten mit Bürgermeister Andreas Schmid über Gleichberechtigung und Inklusion in Meckenbeuren.

Frauen und Männer aus Einrichtungen der Stiftung Liebenau organisierten zum europäischen Tag der Gleichberechtigung einen Aktion-Mensch-Infostand auf dem Wochenmarkt in Meckenbeuren.

Sie diskutierten mit Bürgermeister Andreas Schmid (3. v. r.) und gaben den Infostandbesuchern nette Postkarten und kleine Blumentöpfe mit auf den Weg. Sie setzten damit sympathische Impulse, wie eine Gemeinde inklusiver gestaltet werden kann.

Infostand

Zwischen zwei Verkaufsständen schmückten sie ihren Pavillon mit Luftballons, stellten Banner von Aktion Mensch auf und führten rege Gespräche mit den Besuchern des Wochenmarktes. Manche sind neu in Meckenbeuren. Im letzten Jahr waren 24 Frauen und Männer in die Zollernstraße 2 in Brochenzell eingezogen. Andere leben schon seit über zehn Jahren in den Wohngemeinschaften in Meckenbeuren. Ganz im Sinne von Aktion Mensch berichteten sie über ihre Erfahrungen, in der Stadt anzukommen.

 

In einer inklusiven Stadt ist jeder willkommen

In diesem Jahr hat Aktion Mensch das Miteinander in den Mittelpunkt gestellt und ermutigte, darüber nachzudenken, was jeder Einzelne dazu beitragen könne, damit Inklusion gelinge. „Wir können freundlich zueinander sein“, erklärte Ruth Hofmann. Die Diplompädagogin von der Stiftung Liebenau begleitete den Aktionstag. „Wir wollen die Leute kennenlernen und miteinander reden“, sagte Heim- und Werkstatträtin Inge Neuhäusler. Mit den Infostandbesuchern gestalteten sie eine inklusive Stadt auf einem großen Plakat. Zwischen den Straßen und Häusern klebten am Ende die Bilder von vielen verschiedenen Menschen. Spaziergänger, Schüler, Kinderwagenschieber, Anzugträger, Rollstuhlfahrer und Blumenverkäufer belebten das Stadtbild.

 

Das Wir gewinnt

Wieder einmal haben die Infostandbesucher erfahren, wie leicht Begegnung sein kann. Viele waren begeistert: „Der Aktionstag sollte öfters stattfinden.“ Andere wünschten sich einen regelmäßigen Austausch. Bürgermeister Andreas Schmid hat dieses Anliegen bereits an den Vorstand der Stiftung Liebenau herangetragen. Nächste Woche findet das erste Orientierungsgespräch für und mit Menschen mit Behinderung statt.

 

Aktionstag setzt Impulse

Beim Aktionstag im vergangenen Jahr war ein junger Mann dabei, der unbedingt zur Freiwilligen Feuerwehr wollte. In Kooperation mit dem Stiftungsvorstand sei es gelungen, dass er nun regelmäßig und selbstständig bei der Feuerwehr mitwirke, informierte der Bürgermeister. Mehr Sicherheit im Straßenverkehr wird am Aktionstag ebenfalls regelmäßig diskutiert und auch dazu konnte Andreas Schmid berichten, dass von Seiten des Regierungspräsidiums eine Beauftragung erfolgte, um die Überwege für Fußgänger sicherer zu machen.

 

Lebendiges Miteinander

Sie diskutierten, scherzten und lachten mit dem Bürgermeister. Neben den ganz ernsthaften Gesprächen, wie zum Beispiel die Mitfahrgelegenheiten für Menschen mit höherem Hilfebedarf, wurden auch Fußballergebnisse ausgetauscht. Einige outeten sich als Kenner der Musikszene, andere haben einen grünen Daumen. Der junge Werkstatt-Beschäftigte Benny Rost stellte den Newsletter der Liebenauer Arbeitswelten „LAW erLeben“ vor. Der Aktionstag ist ihm sehr wichtig. Er will damit zeigen: „Wir sind auch da. Wir wollen in der Gesellschaft dabei sein. Wir dürfen nicht aus dem System fallen.“

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
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88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de