Seitlich streichen für weitere Aufgabenfelder <>

Ehrenamtliches Engagement in Häusern der Pflege der Stiftung Liebenau

FRIEDRICHSHAFEN/ERISKIRCH – Ein Blick in den vollen Terminkalender von Brigitte Herbrich aus Eriskirch zeigt, dass der Ruhestand alles andere als ruhig oder gar eintönig sein muss. Für sie ist diese Lebensphase bereits seit acht Jahren verbunden mit einem hohen ehrenamtlichen Engagement im Franziskuszentrum in Friedrichshafen und im Haus St. Iris in Eriskirch, beides Häuser der Pflege der Stiftung Liebenau.

Ein kleines Gespräch, eine Besorgung oder ein Spaziergang am See: Ehrenamtliche Brigitte Herbrich hat ein offenes Ohr für Peter Oswald, der im Friedrichshafener Franziskuszentrum lebt.

Ehrenamtliches Engagement in den Häusern der Pflege der Stiftung Liebenau: Brigitte Herbrich ist regelmäßig für die Bewohner im Franziskuszentrum in Friedrichshafen und im Haus St. Iris in Eriskirch tätig.

Schon immer Bezug zu älteren Menschen

Der Kontakt zum Franziskuszentrum entstand durch eine ehemalige Arbeitskollegin, die pflegebedürftig wurde und hier lebte. „Ich habe sie regelmäßig besucht und bin dann einfach hier geblieben, da ich auch viele Kontakte mit anderen Bewohnern hatte“, erinnert sich Brigitte Herbrich an ihre Anfangszeit im Ehrenamt. „Ich habe einfach gemerkt, wie viel Spaß und Freude mir diese Besuche machen.“ Bereits in ihrer Jugend habe sie einen guten Bezug zu älteren Menschen gehabt und ihre Oma gepflegt. Später kümmerte sie sich um ihre Mutter. Hinzu komme, dass sie einfach gern unter Leuten sei. „Ich bin in einer Großfamilie mit zehn Geschwistern aufgewachsen und habe 38 Jahre im Büro bei der ZF gearbeitet. Ich brauche den Trubel“, erzählt sie.

 

Zeit für Spaziergang am See

Inzwischen unterstützt Brigitte Herbrich die Fachkräfte im Franziskuszentrum an vier Tagen pro Woche beim Mittagessen und bei Kaffeerunden. Sie deckt die Tische, gibt das Essen aus, hilft den Bewohnern beim Essen und räumt wieder ab. Sie nimmt sich Zeit für kleine Besorgungen, für einen Spaziergang an den See und besucht die betagten Menschen in ihren Zimmern. „Viele sind froh, wenn da einfach jemand ist, der ein paar Worte mit ihnen wechselt oder sich ihre Sorgen anhört“, schildert die 70-Jährige. Dazu gehöre ein Spaß ebenso wie Trost, wenn jemand traurig sei.

 

Ehrenamt macht zufrieden

Neben ihrem Einsatz in Friedrichshafen hat sie im Haus St. Iris in Eriskirch einen Spielekreis organisiert, der sich regelmäßig zum „Mensch ärgere dich nicht“ trifft. „Viele warten schon auf mich und freuen sich, wenn ich komme.“ Auch hier hilft sie abends beim Essen. Es vergeht kein Tag, an dem sie die Pflegeheime nicht zufrieden und mit dem Gefühl verlässt, etwas Sinnvolles getan zu haben. „Ich weiß, dass das Ehrenamt auch mir selbst gut tut“, ist sie sich sicher. „Sonst würde ich es nicht machen.“ Trotzdem findet Brigitte Herbrich noch Zeit für Sport und für gemeinsame Unternehmungen mit ihrem Mann oder ihren Freundinnen. „Ein großer Vorteil ist, dass ich ja nicht muss und auch jederzeit sagen kann, dass ich mal keine Zeit habe.“

 

Es gibt auch schwere Momente

Sicher ist sich Brigitte Herbrich, dass sie ohne ihr Ehrenamt in ein Loch fallen würde. „Für mich sind die Besuche wie ein Hobby, eben ein nützliches Hobby“, erläutert sie. Natürlich kennt sie auch die schweren Momente, zum Beispiel wenn ein lieb gewonnener Mensch verstirbt. Solange sie selbst gesund und fit ist möchte sie ehrenamtlich in den beiden Häusern tätig sein. „Und falls ich selbst einmal in die Situation kommen sollte, mich nicht mehr selbst versorgen zu können, freue ich mich vielleicht auch, wenn es jemanden gibt, der für mich Zeit hat“, nimmt sie das eigene Altwerden in den Blick.

 

Anerkennung durch Fachkräfte und Angehörige

Allen Mitarbeitern ist bewusst, dass Brigitte Herbrichs ehrenamtliches Engagement absolut freiwillig und alles andere als selbstverständlich ist. „Mich freut, dass ich für meine Arbeit regelmäßig anerkennende Worte und ein kleines Dankeschön zu hören bekomme.“ Auch die Angehörigen wüssten ihren Einsatz zu schätzen.

Information

 

Über 2 300 Menschen arbeiten in den Aufgabenfeldern der Stiftung Liebenau als Ehrenamtliche mit. Sie unterstützen Fachkräfte und machen ergänzende Angebote für die Menschen, die betreut werden, möglich. Sie arbeiten in Pflegeheimen, auf Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen, begleiten Menschen in ihrer Freizeit oder unterstützen Ferienangebote.

 

Interessenten können sich direkt an die Einrichtung oder den Dienst in ihrer Nähe wenden.

 

Mehr zum Thema Ehrenamt in der Stiftung Liebenau.

 

 

Wenn Sie sich für unsere Newsletter interessieren, melden Sie sich bitte hier an:

Newsletter Inklusion
Newsletter Spenden



Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de