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Ein Bus für Nigeria: Ravensburger Azubis engagieren sich für Afrika-Hilfsprojekt

RAVENSBURG – Tatkräftige Unterstützung für ein Tettnanger Hilfsprojekt: Jugendliche und Umschüler aus der Josef-Wilhelm-Schule und aus dem Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) der Stiftung Liebenau Bildung haben einen alten Kleinbus für den Einsatz in Nigeria flott gemacht. Prall gefüllt mit weiteren Hilfsgütern für ein Krankenhaus wird das Fahrzeug jetzt nach Afrika verschifft.

In Topzustand verließ der Spendenbus die Kfz-Ausbildungswerkstatt des Berufsbildungswerks Adolf Aich Ravensburg gen Nigeria.

Die oberschwäbisch-nigerianische Freundschaft ist nicht neu: Schon seit mehreren Jahren engagiert sich Klaus Wagner aus Tettnang-Laimnau für Projekte in dem afrikanischen Land – gemeinsam mit dem einheimischen Priester Dr. Josephat Nwankwo, der als regelmäßige Urlaubsvertretung in der Seelsorgeeinheit Argental kein Unbekannter ist. Das jüngste Vorhaben: eine Spendenlieferung für ein Krankenhaus in der Region Lagos, samt Kleinbus.

 

Mechaniker gesucht

Gespendet wurde das Fahrzeug vom Laimnauer Michael Meßmer, der den Transporter jahrelang als Geschäftswagen für seine Firma genutzt hatte. Gesucht wurde nun eine Werkstatt, die sich um die nötigen Reparaturen kümmert und den 15 Jahre alten Mercedes wieder auf Vordermann bringt. „Da habe ich gleich an das Berufsbildungswerk gedacht“, so Wagner. Vor sieben Jahren hatte er schon einmal einen Spendenbus in die BBW-Werkstatt gebracht: einen alten VW-Transporter, der dort für seinen Einsatz in Nigeria wieder fahrtüchtig gemacht wurde.

 

Offenes Ohr bei der Schulleitung

Nun klingelte bei Lutz Nischelwitzer, Konrektor der Josef-Wilhelm-Schule der Liebenau Berufsbildungswerk gemeinnützigen GmbH, erneut das Telefon. Und wieder fand Wagner ein offenes Ohr und bekam tatkräftige Unterstützung. „Unsere Schüler engagieren sich für einen guten Zweck, leisten damit einen kleinen Beitrag zur praktischen Bekämpfung von Fluchtursachen, und gleichzeitig ist es für sie ein gutes Übungsfeld für ihren späteren Beruf“, so Nischelwitzer.

 

Azubis sammeln Praxiserfahrung

Dementsprechend freute sich auch Ausbilder Helmut Moser über den willkommenen Spezialauftrag für die Kfz-Ausbildungswerkstatt: „Solche Praxiserfahrungen sind wichtig für unsere Jugendlichen.“ Sowohl Berufsschüler der Josef-Wilhelm-Schule als auch Umschüler des Berufsbildungswerks waren an der Aktion beteiligt. Gut 30 bis 40 Arbeitsstunden steckten die neun angehenden Fachkräfte in die Reparatur des Fahrzeugs. So statteten sie den Bus unter anderem mit neuen Bremsbelägen aus und verkleideten den Laderaum mit stabilen Blechen.

 

Mit dem Schiff nach Afrika

Auftrag erledigt, noch ein kurzer Fototermin in der Ausbildungswerkstatt, dann war es auch schon so weit: Vollbepackt mit Hilfsgütern ging der Bus auf die lange Reise über den Hamburger Hafen per Schiff in die nigerianische Küstenstadt Lagos. Dort freut sich ein Krankenhaus über die dringend benötigten Spenden, der Bus selbst wird dann künftig für den Fahrdienst der Klinik im Einsatz sein. Und Berufsbildungswerk-Ausbilder Helmut Moser ist sich sicher: „Der fährt da auch noch in zehn Jahren!“

 



Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
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88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de