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Ein Herz für Liebenau

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Jedes Jahr zum Liebenauer Sommerfest wird das Liebenauer Fußballturnier ausgetragen. Zum ersten Mal spielten die acht Mannschaften heuer um den Klaus-Kinkel-Pokal. Der ehemalige Außenminister fühlte sich dem Inklusionsgedanken verpflichtet. Ihm zu Ehren übernahm Bundestagspräsident, Dr. Wolfgang Schäuble, die Schirmherrschaft für das Liebenauer Fußballturnier. Die Stiftung Liebenau feierte ein Sommerfest für alle, mit Gartentrödelei im Liebenauer Landleben, mit Fußballturnier und Disco am Samstag, mit Festgottesdienst, Begegnungen, Spaß mit Freunden und musikalischen Gästen am Sonntag. Das Sommerfest war gelebte Inklusion, ein gelungenes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen.

Schon frühmorgens war die Gartentrödelei im Liebenauer Landleben Anziehungspunkt für die Besucher.

Mit dem Gottesdienst, gehalten von Prälat Michael H. F. Brock, am Sonntagmorgen stimmten sich viele auf das Sommerfest ein. Musikalische umrahmt wurde dieser vom Liebenauer Chor unter der Leitung von Martin Dücker.

La-Ola-Wellen gab es für das Einlagespiel der „Oberlandsoccers“, bestehend aus Bürgermeistern der Region, gegen Mitarbeiter der Stiftung Liebenau, die das Spiel mit 2:1 gewannen.

Die Mannschaft des Berufsbildungswerks, unter Trainer Stefan Ott (hintere Reihe, 3. v. li.), durfte den 1. Klaus-Kinkel-Pokal mit nach Ravensburg nehmen. Überreicht wurde dieser von Ursula Kinkel (Mitte) und Tobias Wrzesinski von der Stiftung Sepp Herberger (hintere Reihe, ganz li.).

Erstmals wurde um den Klaus-Kinkel-Pokal beim Liebenauer Fußballturnier gespielt. In memoriam an Dr. Klaus Kinkel, Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble übernahm die Schirmherrschaft.

Die Losverkäufer konnten dem Ansturm kaum Stand halten.

Weitere Impressionen vom Liebenauer Sommerfest 2019

Gartentrödelei

Das Liebenauer Landleben eröffnete das Sommerfest mit einer Gartentrödelei, die nicht nur die Herzen der Gartenliebhaber höherschlagen lässt. Im Innenhof, entlang der Gewächshäuser reihte sich Stand an Stand. Nur mal schauen, ging gar nicht. Die Vielfalt war enorm und machte Lust auf mehr. Die jungen Gaukler der Zirkusakademie heizten die Stimmung an. Die Melodien der Liebenauer Kapelle erfüllten die Luft, beschwingten die Besucher. Es duftete nach Hopfen-Oregano. Das Kraut der Liebenauer Gärtner etablierte sich heuer als Liebling der lokalen Küche.

 

Fußballturnier

Fußball hat einen hohen Stellenwert in der Stiftung Liebenau. Auch in der Liebenau Teilhabe in Tuttlingen im Ambulant Betreuten Wohnen gründeten sich „Die wilden Tuttlinger Donaukicker“. Das Team von Menschen mit und ohne Handicap ist dieses Jahr zum ersten Mal zum Liebenauer Fußballturnier angetreten. Ein besonderer Willkommensgruß galt Ursula Kinkel sowie der VfB-Torhüterlegende Helmut Roleder. Beide würdigten die enge Verbindung des verstorbenen Dr. Klaus Kinkel mit den Liebenauer Kickern, und sie blieben bis zur Siegerehrung, um den stolzen Gewinnern vom Berufsbildungswerk (BBW) den eigens dafür ausgelobten Klaus-Kinkel-Pokal zu überreichen.

 

Den Blick füreinander bewahren

Ein Muss am Liebenauer Sommerfest ist der sonntägliche Festgottesdienst. Nicht, weil er sich der Tradition verpflichtet, sondern weil er Impulse setzt. Beim Liebenauer Chor können die Besucher gar nicht anders. Alle singen mit. In seiner Predigt erinnerte Prälat Michael H. F. Brock an die Lehre Jesu: „Hört endlich auf, in den Himmel zu starren, weil alles schon da ist, alles schon geschenkt wurde“, und er machte Mut, einander an die Hand zu nehmen, damit Ängste sich verlieren: „Heute muss sich das Schriftwort erfüllen. Es ist mehr als ein Buch. Es ist das, woran wir glauben.“

 

Sommerfest

Im Festzelt schmeichelte sich die Stadtkapelle Tettnang in die Ohren der Besucher, die, getragen von den malerischen Klängen, über das Festgelände bummelten. Der Flohmarkt lockte. Nebenan verlosten die Liebenauer Gärtner ganze Wagenladungen an Sommerblumen. Jedes Los ein Treffer. Die Besucher verliebten sich in rosa Begonien und schneeweiße Hortensien. Keiner ging leer aus. Die Liebenauer Kindertagesstätte schminkte strahlende Kindergesichter. Und kleine Besucher, stürzten sich mit staunender Begeisterung in das Gefolge von Aktionskünstler Stefan Jocham.

 

Mut tut gut

Auf dem Fußballplatz lockte ein Parcours. Die Mitglieder vom „Quad ATV Club Schussental e. V.“ aus Kemmerlang luden zum Quadfahren ein. Die kleinen Gäste in Begleitung der Eltern, andere vorsichtig und alleine, wieder andere in Begleitung einer der Fahrer. „Wir nehmen alle mit ins Boot“, sagte Vorstand Roger Schnell. Sicherheit war oberste Priorität. Zehn Clubmitglieder überwachten und betreuten das Fahren. Es war eine Mut-Erfahrung. So mancher Fahrer verließ stolz den Platz, bereit für neue Taten wie Klettern, Torwandschießen, Angeln oder sich in der Hüpfburg tummeln.

 

Liebenau erleben

Das Besondere am Sommerfest sind die Begegnungen. Zum ersten Mal stellte sich der Angehörigenbeirat der Lukas-Kliniken vor. Der Berufsbildungsbereich (BBB) ermutigte, das gesellige Wikinger-Schach auszuprobieren und informierte aus den Standorten. Stefan Fricker, Bereichsleiter für Arbeit und Bildung, führte durch die Werkstatt und der Liebenauer Chor lud, unter der Leitung von Martin Dücker, zum „Sommersingen“ ein. Mit Käpt’n Blaubär, den „Blue Notes“ der Musikschule Meckenbeuren und dem Fanfarenzug Rauenspurg fand das Fest einen würdigen Ausklang.

 

 

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