Seitlich streichen für weitere Aufgabenfelder <>

Eriskirch feiert 10 Jahre „Lebensräume für Jung und Alt“

ERISKIRCH – Vor zehn Jahren haben die Stiftung Liebenau und die Gemeinde Eriskirch mit der Umsetzung des Konzepts der „Lebensräume für Jung und Alt“ mitten im Zentrum begonnen. Bürgermeister Arman Aigner schätzt die Gemeinwesenarbeit, den Bürgertreff sowie das gesellige Wohnen im Haus. Mit einer schwäbischen Hohstube „Miteinand“ unter der Leitung von Bernhard Bitterwolf feierten Ehrenamtliche und Bewohner mit zahlreichen Gästen das 10-jährige Bestehen in der Greuther Straße in Eriskirch.

Die „Lebensräume für Jung und Alt“ in Eriskirch sind 10 Jahre alt geworden (v. li.): Pfarrer Martin Rist, Naidu Raghavarapu (Bewohner), Gemeinwesenarbeiterin Irene Eichhorn, Bürgermeister Arman Aigner, Geschäftsführer Dr. Alexander Lahl (Stiftung Liebenau Pflege) und Bernhard Bitterwolf würdigten das Engagement aller, die sich in das Konzept der Lebensräume einbringen.

Mitten in Eriskirch in der Greuther Straße haben sich die „Lebensräume für Jung und Alt“ in das soziale Netzwerk der Gemeinde integriert. Zahlreiche Bewohner und engagierte Bürger feierten mit interessierten Gästen das 10-jährige Bestehen.

Naidu Raghavarapu wohnt seit vier Jahren mit seiner jungen Familie in den Lebensräumen in Eriskirch. Im Rahmen der Jubiläumsfeier berichtete der Familienvater über das gelebte Miteinander in den Lebensräumen und über seine Erleichterung, inmitten einer Gemeinschaft leben zu können, die sich gegenseitig Zeit schenkt und der es gelingt, Probleme gemeinsam zu lösen.

Um den Bürgertreff besser kennenzulernen, verteilte Gemeinwesenarbeiterin Irene Eichhorn großzügig Gutscheine von diversen Angeboten, die im Bürgertreff stattfinden, wie das gemeinsame Singen, regionales Kochen und Backen oder Pilates und vieles mehr.

Vor zehn Jahren hat die Stiftung Liebenau in enger Abstimmung mit der Kommune Eriskirch begonnen, eine Gemeinwesenarbeit in den Lebensräumen für Jung und Alt zu etablieren. Es ist ihnen gelungen. Dr. Alexander Lahl, Geschäftsführer der Stiftung Liebenau Pflege, würdigte das Wirken von Gemeinwesenarbeiterin Irene Eichhorn mit einem herzlichen Dankeschön.

Bürgermeister Arman Aigner schätzt das Konzept der Lebensräume: die Gemeinwesenarbeit, den Bürgertreff und die generationenübergreifende Wohnform für Jung und Alt.

Pfarrer Martin Rist überbrachte die Grüße der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Eriskirch. Pfarrer Rist segnete alle Menschen, die in den Lebensräumen ein- und ausgehen: „Der Segen darf ein Zuspruch sein, ein Ja zur liebenden Gegenwart Gottes.“

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Lebensräume für Jung und Alt in Eriskirch eröffnete der bekannte Barde Bernhard Bitterwolf eine schwäbische Hohstube im Bürgertreff. Die Besucher waren von seinem Humor und von seinem volkstümlichen Liedgut begeistert.

Miteinander wohnen

„Ich fühle mich hier sehr wohl“, erzählt eine Dame, die schon seit der ersten Stunde in den Lebensräumen wohnt. „Es gibt ganz viele tolle Angebote, an denen ich teilnehmen kann.“ Naidu Raghavarapu, der mit seiner jungen Familie vor vier dort eingezogen ist, lobt das wohlwollende Miteinander im Haus und dass immer irgendwer ein Auge auf die Kinder habe. Die Lebensräume erinnern ihn an seine Erfahrungen in der Großfamilie: „Wir sehen uns, begrüßen uns und reden miteinander.“

 

Selbstverwirklichung und Würde

„Die Lebensräume sind eine Antwort der Stiftung Liebenau auf die Grundsätze der Vereinten Nationen für ältere Menschen“, erklärt Dr. Alexander Lahl, Geschäftsführer der Stiftung Liebenau Pflege. „Das Mehrgenerationenwohnen in den Lebensräumen ermöglicht den Menschen in allen Altersstufen und in ihren verschiedenen Lebensformen eine hohe Wohnqualität.“ Sie aktivieren soziale und kulturelle Ressourcen. Heute ist diese Wohnform in Eriskirch ein wichtiger Knoten im Netzwerk der Gemeinde. Eine weitere tragende Säule ist für Dr. Lahl die Selbst- und Nachbarschaftshilfe, die laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, in zahlreichen Fällen eine Pflegebedürftigkeit verzögern oder sogar ganz verhindern kann.

 

Damit das längere Leben lebenswert bleibt

Es ist die Gemeinwesenarbeiterin Irene Eichhorn, die das generationengerechte Wohnen für Seniorinnen und Senioren, für Alleinstehende und Paare, für Alleinerziehende und junge Familien organisiert. Damit dies gelingt, koordiniert sie, in Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde und den Kirchengemeinden, ein Netzwerk, das aus ehrenamtlichen Akteuren sowie professionell organisierten Dienstleistern besteht. Die Gemeinwesenarbeiterin ist maßgeblich verantwortlich dafür, dass sich innerhalb der Gemeinde ein funktionelles Quartier entwickelt, das älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung ermöglicht.

 

Einblicke

Wie sehr die Lebensräume in Eriskirch verwurzelt sind, zeigen die Einblicke von Irene Eichhorn. Großzügig verschenkt sie zum 10-jährigen Jubiläum Schnupperkurse für diverse Angebote, die im Bürgertreff stattfinden. Ihr besonderer Dank gilt der Arbeitsgemeinschaft „Lebensqualität im Alter“, die wesentlich am Konzept der Lebensräume mitwirkt. Für die nächsten Jahre wünscht sich Eichhorn, dass viele den Mut haben, eigenen Ideen zu folgen und wagen, Neues auszuprobieren. Pfarrer Martin Rist von der katholischen Kirchengemeinde schätzt die Gastfreundschaft und das soziale Miteinander: „Wenn wir die Nächstenliebe leben, dann ist Gott in unserer Mitte.“

 

 

Wenn Sie sich für unsere Newsletter interessieren, melden Sie sich bitte hier an:

Newsletter Inklusion
Newsletter Spenden



Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de