Seitlich streichen für weitere Aufgabenfelder <>

Experten diskutieren die Zustifterrente

MECKENBEUREN-LIEBENAU: Genügend Geld für ein würdevolles Leben im Alter zu haben wird zunehmend zur Herausforderung. Beim 1. Fachtag der Immobilienverrentung gaben die Fachleute der Stiftung Liebenau Einblicke in ihre Arbeit rund um das Thema Zustifterrente. Als erster institutioneller Akteur in Deutschland bietet die Stiftung Liebenau seit 2004 diese besondere Form der Immobilienverrentung an. Alleinstehenden oder Paaren ab etwa 65 Jahren wird beim Verkauf ihrer Immobilie ein lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch gesichert, dazu erhalten sie eine befristete oder lebenslange Rentenzahlung.

Gut 40 Branchenexperten kamen zum Fachtag der Immobilienverrentung.

Dr. Markus Nachbaur, Vorstand der Stiftung Liebenau, bescheinigte dem Modell der Zustifterrente eine wachsende Nachfrage.

Für die Finanzjournalistin Barbara Sternberger-Frey ist das Interesse an Immobilienverrentung keine Überraschung.

Dass die Nachfrage keineswegs ein lokales Phänomen ist, erläuterte die Hamburger Immobilienmaklerin Dr. Claudia Schulz.

Gut 40 Branchenexperten begrüßte Dr. Markus Nachbaur, Vorstand der Stiftung Liebenau, zum Fachtag der Immobilienverrentung. Was mit der Anfrage einer einzelnen Seniorin in finanziellen Nöten begann, wurde von der Stiftung Liebenau zu einem Produkt entwickelt, für das pro Jahr inzwischen gut 200 bis 300 Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet in Liebenau eingehen. „Ich wünsche mir einen offenen Austausch, Kritik und einen gemeinsamen Ausblick in die Zukunft“, sagte Nachbaur zur Begrüßung. Es gebe für das Modell der Zustifterrente zwar eine wachsende Nachfrage, seriöse Anbieter seien jedoch derzeit rar gesät.

 

Steigender Bedarf an Zusatzeinkommen im Alter

Für die Finanzjournalistin Barbara Sternberger-Frey ist das Interesse an Immobilienverrentung keine Überraschung. „Gut 60 Prozent der Rentner leben derzeit in Deutschland im Wohneigentum. Gleichzeitig zeichnet sich aber auch ein deutlicher Trend zum sinkenden Alterseinkommen ab. So verfügt ein Großteil der Rentner zwar über Vermögen, jedoch nicht in Form liquider Mittel, sondern von Immobilien. Der steigende Bedarf an Zusatzeinkommen im Alter lässt sich daraus nicht kompensieren“, so Sternberger-Frey in ihrem Vortrag. Gleichzeitig verwies sie aber auch auf die Schwierigkeiten aus Verbrauchersicht. „Der Immobilienmarkt ist in weiten Teilen nicht transparent, eine Vergleichbarkeit der Angebote ist da nicht gegeben.“

 

Vertrauensbasis ist wichtig

Umso wichtiger ist da die Vertrauensbasis zwischen Anbieter und Immobilienbesitzer. Die Stiftung Liebenau ist für Christoph Sedlmeier, Leiter der Abteilung Zustifterrente und Projektentwicklung, ein logischer Partner. „Wir verfügen über die nötige Liquidität sowie Bonität einer für die Ewigkeit konzipierten Stiftung, hier finden sie aber ebenso die fachliche Kompetenz in der Immobilienwirtschaft und der Altenhilfe“, sagte Sedlmeier und verwies auf die Bündelung der Kompetenzen. Insbesondere bei Immobilienbesitzern aus der Region sei die Vertrauensbasis daher ehrfahrungsgemäß größer, als gegenüber klassischen Finanzdienstleistern.

 

Ein deutschlandweites Angebot

Dass die Nachfrage keineswegs ein lokales Phänomen ist, erläuterte die Hamburger Immobilienmaklerin Dr. Claudia Schulz. Seit 2014 ist sie Kooperationspartnerin der Stiftung Liebenau im Norden der Republik, nimmt den Erstkontakt zu möglichen Kunden auf und gibt erste Einschätzungen über die Realisierbarkeit des Vertrages ab. „In Hamburg ist die Stiftung natürlich kein Begriff, da wollte auch ich mir erst einen Eindruck verschaffen, um guten Gewissens tätig werden zu können“, erzählte Schulz über den Beginn der Zusammenarbeit. Seit ihrem Besuch auf dem Stiftungsgelände in Meckenbeuren kann sie die typische erste Frage der Interessenten nach der Seriösität dieser „Stiftung irgendwo am Bodensee“, eindeutig bejahen.

 

Gesellschaftlichen Mehrwert schaffen

Unter den Gästen und Rednern waren jedoch nicht nur Fachleute aus der Immobilien-, Banken- und Versicherungsbranche, Notare und Rechtsanwälte, sondern auch der erfolgreich „verrentete“ Dr. Ulrich Kypke. Sein emotionaler Vortrag bewies, dass es bei der Zustifterrente der Stiftung auch darum geht, einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. In Kellinghusen, gut 60 Kilometer nördlich von Hamburg, lebt er mit seiner Frau in einem Mehrgenerationen-Quartier. Ihr Haus der Stiftung zu übertragen spiegelte vor allem den Wunsch wider, das materielle Erbe in die verantwortungsvollen Hände einer wohltätigen Organisation zu übergeben.

Interessiert?

Ihr Ansprechpartner für die Zustifterrente

Stiftung Liebenau

Abteilung Zustifterrente und Konzeptentwicklung

Siggenweilerstr. 11

88074 Meckenbeuren

Telefon: 07542 10 - 1677

Fax: 07542 10 - 981677

siglinde.wiedemann@stiftung-liebenau.de

 

 

 



Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de