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Familienheim eG und Stiftung Liebenau: Seit zehn Jahren Seite an Seite

VILLINGEN - Vor zehn Jahren errichtete die Familienheim eG in der Hochstraße in Villingen ein Mehrfamilienhaus mit 14 Mietwohnungen für Menschen mit und ohne Behinderungen. Das erste integrative Wohnprojekt entstand und damit begann die Kooperation zwischen der Baugenossenschaft und der Stiftung Liebenau.

Das neue integrative Wohnhaus in der Villinger Vom-Stein-Straße.

Dekan Josef Fischer segnet den Neubau.

Jörg Munk, Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe und Barbara Reichstein, Regionalleitung des Schwarzwald-Baar-Kreises bei den Einweihungsfeierlichkeiten.

Wo hätte die Jubiläumsfeier besser hin gepasst, als im Hof des neuen integrativen Wohnprojektes Vom-Stein-Straße 52? Dort schloss man soeben ein weiteres Gemeinschaftsprojekt mit 19 Wohneinheiten ab. Aus einer Geschäftsbeziehung sei in den vergangenen zehn Jahren mehr geworden. „Aus Kollegen wurden Freunde“, sagte Familienheim-Geschäftsführer Sebastian Merkle beim Tag der offenen Tür. Die Kooperation sei geprägt von einem Miteinander in vielerlei Hinsicht: seit 2012 teilt man sich die Geschäftsadresse in der Pontarlierstraße. Etliche Schützlinge der Stiftung zogen in Familienheim-Wohnungen und führen ein betreutes, aber nahezu selbst bestimmtes Leben.

 

Wohnen und leben in Vielfalt

Seit 2016 wird alljährlich ein Tag der Sozialen Arbeit veranstaltet. Zuletzt verschönerte man gemeinsam die Konzertmuschel im Kurpark. Die Familienheim eG vergibt Praktika an die Liebenau-Schützlinge. Sogar ein festes Arbeitsverhältnis ist daraus bereits entstanden. Der Neubau in der Südstadt für Mieter mit und ohne Behinderungen ist eines von derzeit drei integrativen Wohnprojekten. Weitere entstehen gerade in Tettnang und Tübingen. Jörg Munk, Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe, dankte dem Landkreis als Kosten- und Leistungsträger sowie der Stadt für die Mitwirkung an der Realisierung des Projektes und den Kooperationspartnern für die Bestrebungen, ein „Wohnen und Leben in Vielfalt“ zu ermöglichen. Markus Wursthorn, in der Geschäftsleitung der Liebenau Teilhabe zuständig für die Bereiche Arbeit und Bildung, stammt aus Villingen und erinnerte sich an die Anfänge der Zusammenarbeit, damals noch mit Klaus Merkle, dem verstorbenen Vater des heutigen Familienheim-Geschäftsführers. Was daraus entstanden sei, erfülle ihn „mit großer Freude“.

 

Ort der Solidarität

Das Wohnprojekt bediene eine Nachfrage, die in der Vergangenheit in Villingen-Schwenningen zu wenig Beachtung gefunden habe, sagte Bürgermeister Detlev Bührer und stellte seine Mitwirkung bei der Suche nach Grundstücken in seiner Gemeinde für weitere Projekte dieser Art in Aussicht. Das Kooperationsjubiläum und die Einweihung des neuen Gebäudes waren Anlass für einen Comedy-Auftritt der „Rödel-Family“, ein Veeh-Harfen-Ensemble musizierte und ein am Sozialen Tag kreiertes Gemeinschaftsgemälde mit den Logos der Partner wurde enthüllt. Dekan Josef Fischer segnete den Neubau zudem als „Ort der Solidarität“.

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de