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Farbenstarke Bilder im Rathaus Bodnegg

BODNEGG-ROSENHARZ – Der Verein bodnegg kulturell e. V. [boku] eröffnete sein Winterprogramm mit einer Ausstellung der Kreativwerkstatt Rosenharz. Die farbenstarken Bilder sind bis zum 8. Januar 2018 im Bodnegger Rathaus zu sehen. Im Rahmen der Kirchweih feierten die Künstler der Stiftung Liebenau Teilhabe mit zahlreichen Gästen ihre Vernissage.

Das Bild im Sitzungsaal „Erika und Martin haben Besuch“ mit Anita Bruder. Die Künstlerin der Stiftung Liebenau Teilhabe malt am liebsten Kapellen.

Der Verein bodnegg kulturell [boku] lädt zur Ausstellung in das Bodnegger Rathaus ein. Bis zum 8. Januar 2018 sind dort farbenstarke Bilder der Kreativwerkstatt Rosenharz zu sehen. Zusammen mit den Künstlern eröffneten Bürgermeister Christof Frick (re.), Rudi Blöchl von [boku] (5. v. re.), Stefan Fricker (5. v. li.) von der Stiftung Liebenau Teilhabe sowie das Team der Kreativwerkstatt die Bilderausstellung mit einer Feierstunde am Kirchweihsonntag.

Das Interesse war groß. Zahlreiche Gäste der Vernissage bewunderten die Bilderausstellung der Kreativwerkstatt Rosenharz im Bodnegger Rathaus.

Renate Hoffmann (2.v.l.) ist der Picasso unter den Künstlern. In Sekundenschnelle malt sie ihre Figuren in schwarzer Kreide auf die Leinwand. In seiner Laudatio würdigte Rudi Blöchl von [boku] die Künstler und das Team der Kreativwerkstatt Rosenharz.

"Wie entstehen die Bilder?" Die Heilerziehungspflegerinnen Birgit Jehle (rechts) und Claudia Rothenhäusler betreuen, begleiten und fördern die Künstler mit hohem Unterstützungsbedarf. Sie tragen wesentlich dazu bei, den kreativen Prozess unter Kunsttherapeutin Irmgard Stegmann zu ermöglichen. Im Gespräch mit Bürgermeister Christof Frick berichteten sie aus der Arbeit in der Kreativwerkstatt Rosenharz.

Nütze die Farben

Das Rathaus ist umgezogen. Die neuen Räume sind hell und an der weißen Wand entwickeln die Bilder ihren ganz eigenen Charakter. Rudi Blöchl von bodnegg kulturell ist vom Mut zur Farbe begeistert. Der blaue Elefant sowie das rote Pferd beeindrucken. „Die Künstler gestalten die Bilder ganz nach ihren eigenen Vorstellungen“, sagen die Gäste. Die Bilder sind farbenstarke Kraftorte. „Die Menschen malen mit Gefühl. Sie erlauben uns die Teilhabe an ihrer Wahrnehmung“, erklärte Rudi Blöchl. Es sind ursprüngliche, sehr emotionale Bilder, von meist zärtlicher Natur.

 

Ein Sommertraum

Bürgermeister Christof Frick schätzt den Wohlfühlcharakter der Bilder. Und tatsächlich ist im Bodnegger Rathaus der Sommer eingezogen. Die einen Bilder erinnern in warmen meergrünen Farben an das lichte Flimmern über dem Bodensee. Die anderen sind praktischer Natur. Mit ihrer Auswahl an kraftvollen Farbkompositionen und Formen erlauben sie dem Betrachter, die Wärme der Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren. Oft ist es nur eine Ahnung, die in den Bildern zum Ausdruck kommt, und genau deshalb sind die Bilder so genial. Sie lassen den Betrachter träumen.

 

Kreativwerkstatt Rosenharz

Die Künstler der Stiftung Liebenau Teilhabe haben in der Kreativwerkstatt Rosenharz ihren Platz gefunden. Den einen fällt es schwer, den Pinsel zu halten. Die anderen haben keine Worte, um ihre Gefühle zum Ausdruck bringen zu können. Mit den Farben haben sie eine Möglichkeit gefunden, sich mitzuteilen. Das Team der Kreativwerkstatt unterstützt, begleitet, motiviert: „Lob und Anerkennung sind wichtig.“ Viele Bilder entwickeln sich, sind Gemeinschaftsarbeiten, an denen jeder nach seinen Fähigkeiten beteiligt ist, wie „Erika und Martin haben Besuch“. Das Bild im Sitzungssaal ist eine Einladung an die Bürger, zahlreich an Gemeinderatssitzungen teilzunehmen.

 

Ort der Begegnung

Insgesamt ist es Rudi Blöchl gelungen, mit der Reihung der Bilder im Treppenhaus, in den Fluren und Sitzungsräumen eine Ausstellung zu gestalten, die in ihrer Vielfalt faszinierende Geschichten erzählt. „Das Malen der Bilder ermöglicht den Menschen, bei sich selbst anzukommen“, sagte Stefan Fricker von der Stiftung Liebenau Teilhabe. „Und wer bei sich selbst ankommt, kann mit anderen in Kontakt treten.“ Die Bilderausstellung lädt zur nonverbalen Begegnung ein, erweckt im Betrachter eine Ahnung, mit welcher Freiheit die Künstler mit Handicap ihre Umwelt wahrnehmen.

 

 

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