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Freiwilliges Engagement: Stütze der Gesellschaft

LEUTKIRCH – Über den Einsatz junger Freiwilliger informierte sich Petra Krebs (MdL) im Haus St. Katharina der Stiftung Liebenau Teilhabe (ehemals St. Gallus-Hilfe) in Leutkirch: Bei ihrem Besuch sprach sie mit Vertreterinnen der Freiwilligendienste Diözese Rottenburg-Stuttgart (DRS) sowie den drei jungen Freiwilligen und der Leiterin des Hauses.

Trafen sich zum Austausch über den freiwilligen Einsatz mit MdL Petra Krebs (rechts außen): (v. li.) Christoph Göser (FSJ), Katharina Herb (FSJ), Andrew Eweka (BFD 27+), Zenta Nitz (Bewohnerin Haus St. Katharina), Petra Honikel (Geschäftsführerin Freiwilligendienste DRS gGmbH) und Claudia Franzesko (Leiterin Haus St. Katharina).

Petra Krebs (MdL) (li.) zeigte im Gespräch mit Katharina Herb (FSJ) Interesse an dem freiwilligen Einsatz der jungen Menschen im Haus St. Katharina.

Im Förder- und Betreuungsbereich des Hauses St. Katharina (v.l.): Petra Honikel (Geschäftsführerin Freiwilligendienste DRS gGmbH), Andrew Eweka (BFD 27+), Katharina Herb (FSJ), Claudia Franzesko (Leiterin Haus St. Katharina), Petra Krebs MdL mit (sitzend) Zenta Nitz (Bewohnerin) und Christoph Göser (FSJ).

Gleich drei Freiwillige arbeiten derzeit im Haus St. Katharina, in dem 40 Menschen mit Behinderung leben. Im dazugehörigen Förder- und Betreuungsbereich wird hier auch eine Tagesstruktur angeboten. Die jungen Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD) unterstützen die Fachkräfte bei Aufgaben im Haushalt und der Betreuung. Neben kreativen Angeboten wie Basteln oder Spaziergängen bleiben ihnen auch Freiräume, den Bewohnern und Beschäftigten individuelle Wünsche zu erfüllen. „Hut ab, was Sie leisten“, lobte die Politikerin und ausgebildete Krankenschwester nach einem Rundgang. „Ohne Freiwillige würden unsere sozialen Systeme zusammenbrechen“, ergänzte sie. Rund 17 000 junge Menschen engagieren sich in Baden-Württemberg jedes Jahr im FSJ oder BFD. Allein über die Freiwilligendienste DRS waren es 2016 über 1 100, Tendenz steigend. Zur Stärkung des Ehrenamts hat die Landesregierung eigens eine Engagement-Initiative gestartet.

 

Steigende Empathie

Der 20-jährige FSJ-ler Christoph Göser findet es gut, dass man über den Einsatz persönliche Erfahrungen sammeln kann. Es sei ihm deutlich geworden, dass es Menschen gibt, die es nicht so einfach haben. Außerdem habe es ihm Zeit verschafft, über die Berufswahl klar zu werden. Die liegt aber nicht im sozialen Bereich, sondern im technischen. Die 17-jährige Katharina Herb findet, dass die Menschen, die sie begleitet, mit weniger zufrieden und sehr lebensfroh seien. Andrew Eweka aus Nigeria absolviert den BFD 27+, der mit Sprachförderung gekoppelt ist. Einrichtungen wie das Haus St. Katharina kennt er aus seinem Heimatland nicht. Dort würden Menschen mit Behinderung zuhause versorgt. Seinen Einsatz findet er sehr interessant.

 

Freiwillige stützen gesellschaftliches Miteinander

Über die Freiwilligendienste sollen junge Menschen für soziale Berufe begeistert werden, wichtige persönliche Erfahrungen machen und soziales Engagement erlernen. Petra Krebs ist es wichtig, dass die jungen Freiwilligen feste Ansprechpartner und Anleiter in der jeweiligen Einrichtung haben und dass ihr Einsatz nicht ausgenutzt wird. Petra Honikel, Geschäftsführerin Freiwilligendienste DRS betonte, dass die Freiwilligendienste seit etwa zwei Jahren Qualitätsrichtlinien ansetzen, deren Einhaltung auch geprüft werde. In Einrichtungen, die mit dem FSJ strategisch Wert auf die Nachwuchsgewinnung legen, liege die Überstiegsquote in eine Ausbildung immerhin bei 60 bis 70 Prozent.

 

Vom FSJ zur Ausbildung

Für Katharina Herb geht es auch nach ihrem Einsatz weiter: Ihr FSJ ist gleichzeitig ihr Vorpraktikum für ihre dreijährige Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Claudia Franzesko, Einrichtungsleiterin im Haus St. Katharina, kann für ihr Haus immer wieder Nachwuchs über das FSJ gewinnen: In den vergangenen Jahren hatte sie gleich zwei männliche FSJ-ler, die jetzt eine Ausbildung machen. Ein Glücksfall, wo Männer in den sozialen Berufen immer noch unterrepräsentiert sind. Den drei jungen Menschen bescheinigt die Hausleiterin eine beeindruckende Entwicklung. Ihre frischen Ideen seien eine Bereicherung für die Menschen mit Behinderung.

Informationen:

Die Einrichtungen der Stiftung Liebenau arbeiten mit den Freiwilligendiensten DRS gGmbH zusammen und stellen an vielen Standorten junge Freiwillige ein. Die Freiwilligen erhalten ein Taschengeld, Urlaub und fachliche Anleitung in den Einrichtungen und Begleitung in Seminaren von den Freiwilligendiensten DRS.

 

www.freiwilligendienste-rs.de

www.stiftung-liebenau.de/karriere/ausbildung/fsj-und-bfd/

 

 

 

 

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