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Special Olympics in Kressbronn nur mit ehrenamtlichem Engagement möglich

KRESSBRONN/LIEBENAU – Wenn am 24. Mai das Fußball-Qualifikationsturnier im Feld von Süd-Württemberg der Special Olympics in Kressbronn stattfindet, dann ist das vor allem dem Engagement von Erwin Hecht und der Offenheit des SV Kressbronns zu verdanken.

Bereiten sich gemeinsam auf das Qualifikationsturnier am 24. Mai vor (v. li.): Eberhard Bleher (Bereichsleiter Hilfen zur Erziehung und Teilhabe im Fachzentrum Hegenberg), Marcel Wohlgemuth (Pädagogischer Mitarbeiter und Trainer der Lokomotive Hegenberg), Erwin Hecht (ehrenamtlicher Trainer und Mitglied des SV Kressbronn), Dieter Harpers (stellvertretender Fußballkoordinator Württemberg-Süd bei den Special Olympics), Klaus-Werner Bühner (Fußballschiedsrichter bei den Special Olympics).

Erwin Hecht: „Der Behindertensport hat sich professionalisiert.“

Seit Erwin Hecht in Rente ist, engagiert er sich ehrenamtlich als Fußballtrainer bei der Lokomotive Hegenberg, eine unter mehreren Fußballmannschaften der Stiftung Liebenau. Er wollte einfach etwas tun, „das Spaß macht“. Am meisten Spaß macht ihm, junge Menschen für Fußball zu begeistern und zu trainieren. So ist er seit über 40 Jahren Jugendtrainer beim SV Kressbronn und hat dort schon die unterschiedlichsten Ämter inne gehabt. Er sammelt Spenden, damit die Teilnehmer der Lok Hegenberg Trikots und Bälle bekommen, er rührt die Werbetrommel, damit die Kooperation zwischen der Stiftung Liebenau und dem SV Kressbronn weiter rund läuft - wie ein Fußball.

 

Sport für Menschen mit Einschränkungen

In der Lokomotive Hegenberg werden ungefähr 40 Jungen und auch einige Mädchen mit Einschränkungen in unterschiedlichen Leistungsgruppen während der Woche trainiert. Auf die Frage, ob ein Unterschied bestehe, zwischen dem Training von Jugendlichen mit und ohne Behinderung, antwortet Hecht mit einem klaren Nein. Sie werden gleich hart trainiert, die Ansprüche sind auf beiden Seiten hoch. Allerdings ergänzt Eberhard Bleher, Bereichsleiter Hilfen zur Erziehung und Teilhabe im Fachzentrum Hegenberg, dass es bei Frustration oder Ärger auch vehemente Reaktionen geben kann. „Herr Hecht hat eine gute Beziehung zu den Jugendlichen und sie respektieren ihn. Was Herr Hecht sagt, gilt auch! Er hat eine Vorbildfunktion.“, so Bleher. Ein Mannschaftssport ist für Menschen mit Behinderung ein Übungsfeld, um mit Enttäuschung oder Wut umgehen zu lernen. Man muss Regeln verinnerlichen und einhalten, zusammen spielen und sich einordnen. Gleichzeitig bietet er aber auch die Möglichkeit, Stress abzubauen und einen emotionalen Ausgleich zu schaffen. Vor allem ist aber Sport „Freude am Spiel und an Bewegung und soziale Teilhabe“, so Dieter Harpers, stellvertretender Fußballkoordinator Württemberg-Süd bei den Special Olympics.

 

Unterstützung durch den SV Kressbronn

Neben dem ehrenamtlichen Engagement, sind auch die äußeren Rahmenbedingungen für die Durchführung eines solchen Qualifikationsturniers entscheidend. Der SV Kressbronn, der eine langjährige Kooperation mit der Stiftung Liebenau hat, freut sich auch dieses Mal auf die Jugendlichen aus ganz Süd-Württemberg. Die Spielerfrauen backen und kochen, Bürgermeister Daniel Enzensperger hat sein Kommen zu den Eröffnungsfeierlichkeiten angesagt. 25 Mannschaften werden um den Einzug ins Landesfinale am 15. Juli in Stuttgart kämpfen: dafür bietet der SV Kressbronn die optimalen Voraussetzungen für ein faires Turnier.

 

 

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