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Gelungene Inklusion am Sozialen Tag in Villingen

VILLINGEN – Bereits zum dritten Mal veranstalteten die Mitarbeitenden der Baugenossenschaft Familienheim, die Fachkräfte der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) der Stiftung Liebenau in Villingen sowie 33 Beschäftigte aus der WfbM einen gemeinsamen Sozialen Tag. Dieses Mal wurde dem Kurpark neuer Glanz verliehen.

Baugenossenschaft Familienheim und Liebenau Teilhabe verschönern gemeinsam den Kurpark in Villingen.

Barbara Reichstein, Regionalleiterin Liebenau Teilhabe und Simon Dotter tragen Bodenplanken für den Akustik-Boden der Konzertmuschel im Kurpark.

Gemeinsame Mittagspause.

Als Barbara Reichstein, Regionalleiterin des Schwarzwald-Baar-Kreises der Liebenau Teilhabe am Morgen die rund 70 Teilnehmer des Sozialen Tags begrüßte, war klar: das Wetter meinte es dieses Jahr nicht gut mit ihnen. Aber „je schwieriger die Aufgaben, umso besser werden wir“. Und Sebastian Merkle, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Familienheim bestätigte „wir werden unser Bestes geben“. Gemeint war damit der etwas marode gewordene Kurpark der Stadt, der wieder zu einem beliebten Treffpunkt, mit Konzerten und weiteren Veranstaltungen, aufgemöbelt werden sollte. Schnell wurden Pavillons aufgebaut und Regencapes verteilt, sodass man sich einigermaßen trocken den Aufgaben widmen konnte. Es gab viel zu tun an diesem Tag: in sechs verschiedenen Gruppen, bunt zusammengewürfelt aus Menschen mit Handicap, Verwaltungs- und Betriebsmitarbeitern der Baugenossenschaft und der Stiftung Liebenau wurden der Akustik-Boden der Konzertmuschel erneuert, Fassaden gestrichen, Bänke und Blumenkübel aufpoliert, Toilettenräume neu gemalt, Butterbrezeln geschmiert, Würstchen gegrillt und selbstverständlich gemeinsam gegessen und gelacht.

 

Bürgerschaftliches Engagement lohnt sich für alle

Die gute Zusammenarbeit zwischen der Genossenschaft Familienheim und der Stiftung Liebenau besteht nun schon seit einigen Jahren. So ist die Werkstatt im gleichen Haus wie die Genossenschaft untergebracht. Durch den täglichen Kontakt ist die Gemeinschaft eine selbstverständliche Normalität geworden - Berührungsängste kennt keiner. So strich dann auch Berthold Frisch, Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft Familienheim, zusammen mit Simon Dotter, der seit April 2017 im Berufsbildungsbereich (BBB) der Werkstatt ist, Parkbänke an, die zuvor in der WfbM abgeschliffen wurden.

 

Und auch Handwerksfirmen der Stadt leisteten ihren Beitrag. Viele von ihnen arbeiten mit der Baugenossenschaft zusammen und als Merkle sie nach Unterstützung für die benötigten Materialen anfragte, waren alle sofort dabei. So lieferte Michael Veit, Geschäftsführer des gleichnamigen Malerbetriebs, insgesamt 375 Liter Farbe für den Fassadenanstrich und malte kräftig mit. Der Gerüstbauer Hirt stellte kostenfrei das Gerüst zur Verfügung. Auch der Seniorenrat, der den „Freundeskreis Kurpark“ gegründet hat, freute sich, dass der Park endlich aus dem Dornröschenschlaf erwacht und weiß, dass das Engagement von der Bevölkerung dankbar aufgenommen werden wird. „Der Soziale Tag ist nur dann ein wirklich sozialer Tag, wenn gemeinsam für einen sozialen Zweck gearbeitet wird“, so Merkle und war stolz, dass sich so viele Menschen bürgerschaftlich engagierten.

 

Auch die Menschen mit Einschränkungen waren nach getaner Arbeit stolz auf das, was sie geleistet haben. Der Dauerregen war vergessen und die Farbspritzer Zeugnis für ihr Engagement.

 

 

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