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„Haus am Teuringer“ ist neues Herzstück einer inklusiven Gemeinde

OBERTEURINGEN – Mit dem „Haus am Teuringer“ ist das Herzstück eines neuen Quartiers und ein weiterer wichtiger Baustein für ein inklusives Oberteuringen eröffnet worden. Als wichtiger Partner der Gemeinde mit dabei: die Stiftung Liebenau. So beheimatet das neue Gebäude unter anderem „Lebensräume für Jung und Alt“ sowie ein Bildungs-, Begegnungs- und Förderzentrum (BBF). Zudem befinden sich das Haus der Pflege St. Raphael sowie ein Wohnangebot für Menschen mit Behinderung in unmittelbarer Nachbarschaft. „Wir freuen uns, dass die Stiftung Liebenau den eingeschlagenen inklusiven Weg der Gemeinde begleitet und nun in Oberteuringen mit einer Vielzahl von Einrichtungen präsent ist“, so Bürgermeister Ralf Meßmer.

„Wenn sich eine gescheite Gemeinde mit einer gescheiten Stiftung zusammen tut, dann kommt auch etwas Gescheites heraus“, freute sich Dr. Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau. über „ein echtes Vorzeigeprojekt, dessen Strahlkraft weit über Oberteuringen hinaus“ reiche, und über ein Haus mit „sperrangelweit offenen Türen“, das „für alle Menschen“ da sei.

Freuten sich beim Tag der offenen Tür im „Haus am Teuringer“ über einen neuen Ort der Begegnung: Oberteuringens Bürgermeister Ralf Meßmer (rechts) und Stefanie Locher, Geschäftsführerin Lebenswerk Alter gemeinnützige GmbH (links). „Hier stehen das Aktivsein und die gemeinsame Sorge im Mittelpunkt“, so Locher über das hinter den „Lebensräumen für Jung und Alt“ stehende Konzept.

Einen „herzlichen Glückwunsch für dieses tolle Projekt“ sprach auch Lothar Wölfle, Landrat des Bodenseekreises, allen Beteiligten aus. „Ich glaube, hier wird Lebenshungrigkeit gelebt, egal, mit welchem Hintergrund und welcher geistiger und körperlicher Verfasstheit man in dieses Haus kommt.“ Und so sei er der Überzeugung, „dass das Haus und das gesamte Quartier einen enormen Mehrwert für die Gemeinde Oberteuringen“ bringe.

Als Initiator des inklusiven Oberteuringen gilt Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Beck. Angesichts der guten Erfahrungen mit den schon vorhandenen „Lebensräumen“ sei die Nachfrage nach weiteren Wohnungen dieser Art groß gewesen. Und auch in anderen Bereichen herrschte Bedarf, etwa für ein Haus der Pflege – „und zwar keines von der Stange“, wie Beck sagte. Das nun eröffnete „Haus am Teuringer“ solle – so der Wunsch des Ex-Rathauschefs – „lebendige Heimat für ein soziales Miteinander werden“.

Mittendrin: das Büro für Gemeinwesenarbeit. Dieses leiten die Oberteuringer Inklusionsbeauftragte Annika Taube (Bild) und Michael Friedrich-Gaire von der Stiftung Liebenau zusammen. Sie helfen den Bewohnern sowie allen interessierten Bürgern, sich zu vernetzen oder eigene Projekte auf die Beine zu stellen. Schließlich gilt in allen „Lebensräumen“ der Stiftung Liebenau: das Mehrgenerationenwohnen lebt vom Engagement der dort lebenden Menschen.

BBF-Projektleiter Markus Schababerle zeigt sich begeistert von den Räumlichkeiten im „Haus am Teuringer“. Sie bieten seinen Teilnehmern „viele Möglichkeiten und Chancen“. Mit Ruhezonen, verschiedenen Werkräumen – und das alles mittendrin im Geschehen. Ein Teil seiner Teilnehmer wird in der Nachbarschaft in dem neuen Wohnhaus der Stiftung Liebenau einziehen, das ebenso wie das BBF noch im Sommer 2018 eröffnet werden soll. Einige der künftigen Bewohner schauten sich beim Tag der offenen Tür bereits interessiert um.

Familientreff, Kindertagesstätte, ein Tagescafé und eine Mediathek mit 6000 Medien: das sind weitere Einrichtungen im „Haus am Teuringer“.

Neues Zentrum eines inklusiven Quartiers: das „Haus am Teuringer“.

Großes Interesse an ihrem neuen „Haus am Teuringer“ zeigten die Oberteuringer beim Tag der offenen Tür.

Miteinander der Generationen: Auch 20 Wohnungen nach dem Konzept der „Lebensräume für Jung und Alt“ sind Bestandteil des neuen „Haus am Teuringer“.

Ein Quartier nimmt Konturen an

Eine Gemeinde wird inklusiv – und die Stiftung Liebenau spielt dabei eine tragende Rolle: Im Oberteuringer Baugebiet Bachäcker wächst ein Quartier, das mit seiner Vielfalt und seinem inklusiven Charakter als beispielhaft gilt. Inmitten der neuen Wohnsiedlung stellt die Stiftung gerade ein Wohnhaus für 18 Menschen mit Behinderung fertig. Erst im November 2017 eingeweiht wurde das Haus der Pflege St. Raphael mit 45 Plätzen für ältere Menschen. Und nach insgesamt sechsjähriger Planungs- und Bauzeit bekommt die Gemeinde nun gleich nebenan ein neues „Wohnzimmer“ der besonderen Art: das „Haus am Teuringer“.

 

Ein Ort der Begegnung

Direkt im Herzen der Gemeinde sei ein Ort der Begegnung entstanden – und zwar „für Jung und Alt, für Menschen mit Behinderung, für Familien, für Lesehungrige und Kaffeegenießer“, freute sich Bürgermeister Meßmer bei der offiziellen Eröffnung über das „größte Bauprojekt in der Geschichte der Gemeinde“.  Das Herz im Hauslogo ist Programm: Hier wird gewohnt, gespielt, gelesen und Kaffee getrunken. Hier ist Platz für Veranstaltungen und Initiativen, für Familien, Kindergartenkinder, für Menschen mit und ohne Handicap, für ehrenamtliches Engagement und Kreativität – und für viel Herzlichkeit. Sprich: Hier wird Inklusion gelebt. Diesem Geist entspricht schon die zentrale Eingangshalle („Marktplatz“), über die alle Einrichtungen zugänglich sind.

 

Mehrere Einrichtungen unter einem Dach

Neben dem örtlichen Familientreff, einer Kindertagesstätte, einer Mediathek und einem Tagescafé zieht auch ein Begegnungs-, Bildungs- und Förderzentrum (BBF) der Stiftung Liebenau ins Haus ein. Menschen mit Behinderung erhalten hier eine sinnvolle, verlässliche Tagesstruktur und eine ganzheitliche Förderung durch verschiedenste Angebote. Ein weiterer inklusiver Aspekt: „Es ist geplant, den Garten zusammen mit dem Kinderhaus zu nutzen“, so Bürgermeister Meßmer. Zudem umfasst das „Haus am Teuringer“ 20 Wohnungen nach dem bewährten Liebenauer Konzept der „Lebensräume für Jung und Alt“. Senioren, Familien oder Alleinerziehende sowie Menschen mit Behinderung finden dort eine lebendige, von nachbarschaftlicher Hilfe geprägte Wohnform.

 

Förderung

Das BBF wird durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg sowie durch die Aktion Mensch gefördert. Und die „Lebensräume für Jung und Alt“ werden finanziell unterstützt durch die Deutsche Fernsehlotterie, die Stiftung Wohnhilfe sowie die Software AG Stiftung.

 

 

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