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Haus der Pflege St. Raphael feierlich eingeweiht

OBERTEURINGEN – Das neu erstellte Haus der Pflege St. Raphael mit 45 Plätzen für ältere Menschen ist feierlich eingeweiht worden. Neun Bewohner leben bereits in einer der drei Wohngemeinschaften. Gemeinsam mit Vertretern des Landes, der Gemeinde, der Kirche und der Stiftung Liebenau - insgesamt rund 80 Gästen - feierten sie das Haus auch als Teil des derzeit entstehenden „Lebensraum Campus“, einem neuen Quartier mit inklusiven Wohnformen.

Freuen sich über die Einweihung des Hauses St. Raphael (v. l.): Die Architekten Eckhard und Christine Ernst, Dr. Alexander Lahl (Geschäftsführer Liebenau Leben im Alter), Karin Vogel (Planungsbüro Ernst), Altbürgermeister Karl-Heinz Beck, Dr. Berthold Broll (Vorstand der Stiftung Liebenau), Stefanie Locher (Geschäftsführerin Liebenau Leben im Alter), Andreas Sponar (Stellvertretender Sozialamtsleiter des Bodenseekreises), Matthias Strobel (Einrichtungsleiter St. Raphael) und Bürgermeister Ralf Meßmer.

Pfarrer Robert Müller segnet das Haus. In der ersten Reihe stehend (v. l.): Dr. Alexander Lahl (Geschäftsführer Liebenau Leben im Alter), Bürgermeister Ralf Meßmer, Stefanie Locher (Geschäftsführerin Liebenau Leben im Alter), Dr. Berthold Broll (Vorstand der Stiftung Liebenau) und Matthias Strobel (Einrichtungsleiter St. Raphael).

Engagiert zeigten sich drei Mitglieder der Oberteuringer Vereinigung Senioren Aktiv. Josef Brugger (Mitte) stellte die Aktivitäten vor und lud alle zum Mitmachen ein.

Architekt Eckhard Ernst (li.) vom Stuttgarter Planungsbüro Ernst überreicht Matthias Strobel, Einrichtungsleiter des Hauses St. Raphael, einen Zweig als Symbol für den Baum, den er im Garten pflanzen möchte.

Weitere Impressionen der Einweilung des Hauses St. Raphael

„Das Haus selbst ist ein Segen, der Name Programm“, führten die beiden Pfarrer, Robert Müller von der katholischen und Rainer Baumann von der evangelischen Kirche, im ökumenischen Gottesdienst in der Aula aus. Raphael (= Gott hat geheilt) ist ein Erz- und Schutzengel, der im alttestamentarischen Buch Tobit beschrieben wird. „Verständig, einfühlsam, zur Hand wenn nötig, aber auch Freiraum lassend, mit einem Gespür für Nähe und Distanz – so handelte Raphael und so handeln auch die Mitarbeiter hier im Haus auf Basis des Wohn- und Pflegegemeinschaftskonzepts“, brachte Pfarrer Müller den Zusammenhang auf den Punkt.

 

Schmuckstück des guten Miteinanders

Nach einer vierjährigen Planungsphase ist das Haus St. Raphael als erstes Gebäude des neuen inklusiven Quartiers in nur einem Jahr erstellt worden. „Das war möglich aufgrund des herrlichen Miteinanders“, bedankte sich Dr. Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau. Das Haus selbst sei ein außerordentlich gelungenes Haus, ein „architektonisches Schmuckstück für die Gemeinde, ein Zuhause für die Bewohner, ein Haus der Begegnung. Die Türen stehen offen, alle sind willkommen.“

 

„Vorausschauend und richtungsweisend“

Alexander Sponar, Stellvertretender Sozialamtsleiter des Bodenseekreises, betonte, dass Träger, Gemeinden und Bürger nur gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft meistern können. Diesen Aspekt stellte auch Bürgermeister Ralf Meßmer in den Fokus seiner Rede und würdigte die Arbeit seines Vorgängers Karl-Heinz Beck als „vorausschauend und richtungsweisend“. Stefanie Locher, Geschäftsführerin der Liebenau Leben im Alter, freute sich über den „vielfältigen Blumenstrauß an Angeboten“, der durch die Kooperation und das Vertrauen in die Stiftung Liebenau entstanden ist. Auch Eckhard Ernst vom Stuttgarter Planungsbüro Ernst zeigte sich angetan: „St. Raphael ist ein Glücksfall für uns Architekten. Hier durften wir partnerschaftlich, funktional und wirtschaftlich bauen.“

 

Kernelement ist die Teilhabe

Einrichtungsleiter Matthias Strobel erklärte, dass die Bereiche Pflege, soziale Betreuung und Hauswirtschaft beim Wohn- und Pflegegemeinschaftskonzept so weit wie möglich miteinander verschmelzen. „Denn wichtig ist einzig und allein, dass jeder Bewohner die Pflege und Zuwendung bekommt, die er braucht.“ Ein Kernelement sei die Teilhabe am Gemeindeleben durch das offene Haus selbst, mit24-stündiger Besuchszeit, einem Garten, der nicht umzäunt ist oder der Beteiligung an den jahreszeitlichen Festen. „Es wäre schön, wenn möglichst viele Menschen den Weg zu uns finden“, schloss er seine Rede und lud ein, den Nachmittag am Buffet im ersten Stock ausklingen zu lassen. Zuvor spielte Julia Urbanek, Organistin der evangelischen Kirchengemeinde Ailingen, am Klavier, die zu Beginn und zwischen den Grußworten bereits Sängerin Susanne Ewald (Pflegedienstleiterin im Franziskuszentrum) begleitet hatte.

Info:

 

Das Haus St. Raphael

Im Haus St. Raphael wird das Konzept einer Wohn- und Pflegegemeinschaft für 45 ältere Menschen in drei Wohngruppen realisiert. Zentrum jeder Wohngruppe bildet jeweils eine Wohnküche. Hier können die Senioren sehen, hören und riechen, was passiert, sich beteiligen oder einfach dabei sein. Ansprechpartner sind alle anwesenden Mitarbeiter, egal ob von der Pflege, sozialen Betreuung oder Hauswirtschaft, denn das multiprofessionelle Team arbeitet eng zusammen. Rückzug bieten 45 Einzelzimmer á 18 Quadratmeter, jeweils mit eigenem Bad. Zwei Innenhöfe sorgen für Licht in den Fluren. Zum Haus gehört außerdem ein großer Garten.

 

Der „Lebensraum Campus“

Das Haus St. Raphael ist integriert in den neuen „Lebensraum Campus“ in Oberteuringen. Hier bietet die Stiftung Liebenau „Lebensräume für Jung und Alt“ und einen Förderbereich für Menschen mit Behinderung. Außerdem entstehen derzeit ein Kindergarten, ein Familientreff, ein Café und eine Mediathek. Diese Nachbarschaft ist Basis für vielfältige Begegnungen, Austausch und Kooperation.

 

 

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