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Helfen, dem Tod zu begegnen

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Mit einem feierlichen Aussendungsgottesdienst in der Kapelle des Liebenauer Schlosses wurden 15 neue Ehrenamtliche vom Ambulanten Kinderhospizdienst AMALIE entsendet. Einige von ihnen sind bereits in Familien eingesetzt, in denen ein Kind oder ein Elternteil lebensbedrohlich oder lebensverkürzend erkrankt oder auch bereits verstorben ist.

Mit einem feierlichen Gottesdienst unter der Leitung von Diakon Graf Waldburg-Zeil endete für die Männer und Frauen die Weiterbildung, mit der sie sich auf ihren Einsatz im Auftrag des Ambulanten Kinderhospizdienstes AMALIE der Landkreise Ravensburg und Bodenseekreis vorbereitet haben.

Familien in schweren Zeiten von Krankheit, Trauer und Tod beizustehen, das war für Martina Bastuck-Müller der Beweggrund, sich als Patin bei AMALIE zu engagieren. Durch den Tod ihres Bruders weiß sie wie es ist, dem Tod zu begegnen. „Ich möchte meine Erfahrung teilen und für Betroffene einfach da sein.“ Viele Monate haben sich Martina Bastuck-Müller und die 14 weiteren Patinnen und Paten in einer Weiterbildung mit der Trauerbegleitung auseinandergesetzt und sich auf ihre Einsätze vorbereitet. Neben den theoretischen Einheiten haben die Ehrenamtlichen, im Rahmen eines Praktikums in Behinderteneinrichtungen, in Kinderkliniken, im Kinderhospiz oder in integrativen Kindertagesstätten, Erfahrung im Umgang mit schwer kranken Kindern gesammelt.

 

Da sein und nicht allein bleiben

Drei bis vier Stunden pro Woche sind die ehrenamtlichen Paten Ansprechpartner für Kinder, Elternteile oder Verwandte. Sie wollen ein Stück Normalität im Alltag ermöglichen und übernehmen Aufgaben, für die in den Familien wenig Zeit bleibt, wie etwa die Betreuung der Geschwister. So kümmert sich Martina Bastuck-Müller seit März um einen Jungen. „Wir spielen, malen, lesen, bauen oder basteln zusammen oder gehen an den See. Je nachdem wie er sich fühlt und auf was er sich einlässt. Ich bin seine Auszeit.“ Sie hilft aber auch bei organisatorischen Schwierigkeiten. Wichtig in ihrer Arbeit ist der offene Umgang mit dem Thema Trauer. „Es ist kein einfacher Dienst, aber wir lassen die Familien und auch ihre ehrenamtlichen Begleiter nicht allein“, so Barbara Weiland von AMALIE, Koordinatorin für den Bodenseekreis.

 

Der nächste Qualifizierungskurs startet im Oktober 2017. Interessierte Ehrenamtliche können sich auf der Homepage des Ambulanten Kinderhospizdienstes (www.kinderhospizdienst-ravensburg.de und www.kinderhospizdienst-bodensee.de) über alle Termine informieren.

 

 

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