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„Herr Rivoir, was verdient ein Landtagsabgeordneter?“

ULM – Ein Landespolitiker im Klassenzimmer – so etwas steht nicht oft auf dem Stundenplan. Anlässlich des „Tages der freien Schulen“ hat der Landtagsabgeordnete Martin Rivoir (SPD) die Ulmer Max-Gutknecht-Schule (MGS) der Stiftung Liebenau besucht. Dort stand er den Jugendlichen geduldig Rede und Antwort. Und diese hatten viele Fragen an den Politprofi, sei es zur Flüchtlingspolitik oder zu anderen aktuellen Themen. Und was verdient man denn eigentlich so als MdL?

Politik hautnah: Die Jugendlichen der Max-Gutknecht-Schule in Ulm diskutierten lange und intensiv aktuelle Themen mit dem Landtagsabgeordneten Martin Rivoir von der SPD.

Mit Spannung erwarteter Besuch

„Schenken Sie uns eine (Schul-)Stunde Ihrer Zeit“ – mit diesen Worten hatte die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Baden-Württemberg (AGFS) an diesem Aktionstag Politiker aus dem Stuttgarter Landtag zu einem Schulbesuch aufgerufen. Und der Ulmer MdL Martin Rivoir folgte der Einladung der Max-Gutknecht-Schule, in der junge Menschen mit besonderem Teilhabebedarf für den Einstieg ins Berufsleben fit gemacht werden. Gleich mehrere Klassen, wie Teilnehmende des Vorqualifizierungsjahres Arbeit und Beruf (VAB) oder auch Berufsschülerinnen und -schüler der einzelnen Berufsfelder, erwarteten den Gast schon gespannt. Und sie wurden nicht enttäuscht.

 

Was ein Landespolitiker so alles macht

So erfuhren die Jugendlichen aus erster Hand, wie der Alltag eines Politikers und die Arbeit im Parlament aussehen und über was in Stuttgart überhaupt entschieden wird. Zum Beispiel über Dinge, „die die Polizei betreffen oder auch Bildungspolitik“, erklärte Rivoir und stellte klar: „Nicht jeder Abgeordnete kennt sich überall gut aus.“ Seine eigenen Schwerpunktthemen seien die Kultur und die Verkehrspolitik.

 

Jugendliche stellen sich und ihre Schule vor

Dann waren die Jugendlichen an der Reihe. So stellten unter anderem die angehenden Bäckerfachwerker vor, wie es mit Berufsschule, Ausbildung und Praktikum abläuft. Ein Teilnehmer des VAB berichtete von seinem Ziel, in der MGS den Hauptschulabschluss machen zu wollen, und er verriet seine Berufswünsche: Profifußballer oder Polizist. „Beides können wir gebrauchen“, kommentierte Rivoir.

 

„Haben Sie schon mit der Bundeskanzlerin gesprochen?“

Darüber hinaus hatten die jungen Frauen und Männer aber auch eine Menge Fragen an den Gast aus der Politik. Zum Beispiel warum er sich für die SPD entschieden hat, wie lange er schon Abgeordneter ist, ob man dafür eine bestimmte Ausbildung braucht, warum Frauen weniger verdienen als Männer, oder wann Kosovo EU-Mitglied wird. Ob er schon mal mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gesprochen habe, wollten andere wissen. Und wie lange dauert eine Parlamentssitzung im Stuttgarter Landtag eigentlich?

 

Jugendliche fühlen sich ernst genommen

Viel länger als nur eine Schulstunde nahmen die Jugendlichen den Politiker letztlich in Beschlag. Schließlich brannte ihnen auch noch eine weitere Frage unter den Nägeln: „Was verdienen sie?“ Und auch in dem Punkt blieb Rivoir keine Antwort schuldig und gab bereitwillig Auskunft. „Für unsere Schülerinnen und Schüler sind solche Besuche sehr wichtig“, so das Fazit von MGS-Rektor Roland Groner. „Sie tragen dazu bei, dass sich die Jugendlichen ernst genommen fühlen.“ Und Martin Rivoir zeigte sich von der Bedeutung von Einrichtungen wie der Max-Gutknecht-Schule überzeugt. Denn, so sein Lob: „Sie machen hier wirklich eine sehr wertvolle Arbeit.“

 

 

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Vera Ruppert, Pressearbeit
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