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Inklusion: Oberteuringen hat Zukunft im Blut

OBERTEURINGEN – Im neuen Zentrum der Bodenseegemeinde Oberteuringen stehen für Inklusion auch zwei Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen der Stiftung Liebenau: Jetzt wurden das Wohnhaus für 18 Menschen und das Bildungs-, Begegnungs-, und Förderzentrum (BBF) für 12 Menschen feierlich eingeweiht.

Architekt Eckart Ernst (v.l.) vom Planungsbüro Ernst übergibt den Schlüssel an Einrichtungsleiter Markus Schababerle und Thorsten Magida. Der Schlüssel ist im doppelten Sinne zu verstehen: als symbolischer Schlüssel für das Wohnhaus, aber auch als Symbol für die Stiftung Liebenau als Schlüssel für Inklusion.

Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, begrüßte die Gäste nach der Segnung der beiden Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen: Wohnhaus sowie Bildungs-, Begegnungs- und Förderzentrum (BBF).

Im Dialog auf der Bühne und bei der Projektentwicklung (v .li.): Jörg Munk, Geschäftsführer Liebenau Teilhabe; Bernhard Hösch, Projektmanagement der Liebenau Teilhabe; Moderatorin Christine Beck, Geschäftsleitung der Liebenau Teilhabe; Bürgermeister Ralf Meßmer und Ignaz Wetzel, Sozialdezernent des Bodenseekreises.

Reich beschenkt: Sozialdezernent Ignaz Wetzel (rechts) brachte das Wappen des Bodenseekreises für das Wohnhaus sowie Tassen für jeden Bewohner ebenfalls mit Wappen mit. Jochen Gsell (v. re.), Einrichtungsleiter Markus Schababerle und Marc Gorecki nahmen sie entgegen. Christine Beck (2. v. li.) von der Geschäftsleitung Liebenau Teilhabe moderierte die Einweihung. Im Hintergrund Heide Grothe, die die Veranstaltung federführend organisierte.

Noch mehr Geschenke: Auf die weißen Bildrahmen können Bewohner ihre Wünsche und Anregungen festhalten. Vanessa Mayer übergab sie im Namen der Stiftung Liebenau an (v. re.) Jochen Gsell, Einrichtungsleiter Markus Schababerle, Marc Gorecki und Thorsten Magida. Im Hintergrund Hermann Engbers (Bereichsleiter Wohnen im Bodenseekreis).

Den feierlichen musikalischen Rahmen bildete die Musikschule Markdorf.

Fruchtbarer Boden in der Gemeinde

„Es hat sich normal angefühlt“, betonte Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, bezogen auf den Weg, den er zusammen mit den örtlichen Pfarrern für die Segnung der Häuser durch die Gemeinde machte. Mit dem früheren Bürgermeister Karl-Heinz Beck, dem Initiator des Projektes, hätte er einen intensiven Briefwechsel darüber geführt, wieviel man sich bezüglich Inklusion trauen dürfe und trauen müsse.

 

Fruchtbarer Boden für inklusive Idee

Dass die Idee der Inklusion in Oberteuringen von Anfang an auf fruchtbaren Boden fiel, erläuterte Jörg Munk, Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe. Mit den „Lebensräumen für Jung und Alt“ der Stiftung Liebenau, federführend eingeführt von seinem früheren Fachkollegen Gerhard Schiele, sei man bereits erfolgreich in der Gemeinde verortet gewesen. Parallel habe die UN-Behindertenrechtskonvention gefordert, dass Menschen mit Behinderungen so wie andere leben und arbeiten sollten. Oberteuringen habe dabei schon früh gezeigt, dass es „Zukunft im Blut“ habe.

 

Inklusion gemeinsam schultern

Dass die Stiftung Liebenau und der Bodenseekreis wichtige Partner sind, bestätigte auch Sozialdezernent Ignaz Wetzel: „Wir wollen der inklusive Landkreis sein.“ Er betonte, dass dieser Prozess nur im Einvernehmen aller Partner gelinge. Ralf Meßmer schilderte die neue Situation aus Sicht des Bürgermeisters. Mit der Inbetriebnahme der beiden Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen im vergangenen Jahr, sei es etwas Neues gewesen, dass auch Menschen mit Behinderungen zum Ortsbild gehören. Willkommen zu sein sei das eine. „Das Andere ist, das wir vorbereitet waren“, erklärte er. Die Oberteuringer sind beim Neuland Inklusion schon frühzeitig durch die Inklusionsbeauftragte der Gemeinde, Annika Taube, begleitet worden.

 

Mittendrin in der Gemeinde und im Prozess

Projektmanager Bernhard Hösch beschrieb die wegweisende Wirkung durch die erfolgreiche Teilnahme am Projekt „Impulse Inklusion“ des Landes Baden-Württemberg sowie verschiedene erste Preise bei Wettbewerben. Die einstimmigen Beschlüsse des Gemeinderats in Oberteuringen hätten auch immer belegt, wie geschlossen die Gemeinde hinter dem Projekt steht. Christine Beck, Moderatorin und Mitglied der Geschäftsleitung der Liebenau Teilhabe verwies auch auf das Erscheinungsbild des Wohnhauses, das sich unauffällig ins Wohngebiet einfügt und nicht als Institution erkennbar sei. Für das Planungsbüro Ernst aus Stuttgart war es eine neue und spannende Aufgabe, ein Haus für Menschen mit Behinderungen zu entwickeln, wie Architekt Eckhart Ernst schilderte.

 

Musik und Besichtigungen

Den musikalischen Rahmen der Einweihung gestaltete die Musikschule Markdorf. Nach der Feier hatten die Gäste die Gelegenheit, sich im BBF zu informieren, umzuschauen und bei einem Imbiss ins Gespräch zu kommen.

 

 

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Stiftung Liebenau
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