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Begeistert von dem Ausbildungsangebot der Stiftung Liebenau

MECKENBEUREN-LIEBENAU - Im Rahmen der Ferienaktion „Wissen was geht!“, einer Initiative der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis, hat auch die Stiftung Liebenau ihre Pforten geöffnet und über verschiedene Ausbildungsangebote im sozialen Bereich informiert. Drei junge Schülerinnen aus der Region nutzten den unverbindlichen Schnuppertag und staunten über die vielen, teils recht unterschiedlichen Berufsfelder, die die Stiftung Liebenau bietet. „Hier können wir uns vorstellen, zu arbeiten!“ - lautete das einstimmige Resümee der drei Mädchen.

„Wie alt ist wohl dieser Roteiche-Setzling?“ fragte Markus Joos, Fachkraft für Arbeit und Bildung, die Schülerinnen beim Besuch der Baumschule.

Bei dieser Übung mit verbundenen Augen ging es um Vertrauen. Doch Ramona (links) und Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker (rechts) geleiteten Maren Koch sicher durch die Gänge des Liebenauer Schlosses.

Beim Besuch der Wohngruppe Ida schilderte Heilerziehungspflegerin Christine Keller (links) den Schülerinnen einen exemplarischen Tagesablauf und gab Einblicke in ihren Arbeitsalltag.

Markus Joos, Fachkraft für Arbeit und Bildung, erklärte den drei Schülerinnen, wie auf dem Holzhof der Stiftung Liebenau Brennholz hergestellt wird.

Beim spiegelverkehrten Zeichnen bekamen die Mädchen einen Eindruck davon, wie schwierig einfache Übungen sein können, wenn man eine Einschränkung hat. Heilerziehungspfleger Thorsten Faden gab Hilfestellung.

Von der „Pfleg- und Bewahranstalt“ zur modernen Stiftung Liebenau

Mit einem kurzen historischen Abriss über die Anfänge der Stiftung Liebenau empfing Johanna Wurm vom Personalmanagement der Stiftung Liebenau die jungen Besucher. Doch statt trockener Theorie gab es einen reichlich bebilderten Vortrag und anschließend noch einen kleinen Einspielfilm, in dem das Motto der Stiftung Liebenau, „In unserer Mitte - der Mensch“, umgesetzt wird. Nachdem auch Ina Ritter von der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis die Teilnehmerinnen begrüßt hatte, startete der Rundgang über das Gelände der Stiftung Liebenau. Schon auf dem Weg zur ersten Station, einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung, kamen die Schülerinnen ins Gespräch mit Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker und Heilerziehungspfleger Thorsten Faden. Die beiden Mitarbeiter der Stiftung Liebenau gaben Auskunft über ihre Berufsfelder und konnten sämtliche Fakten über ihre Berufe mit Beispielen aus der Praxis schmücken.

 

Leben und arbeiten wie in einer normalen Familie

„Ist es hier schön“, entfuhr es Teilnehmerin Maren Koch spontan beim Besuch der Wohngruppe Ida, in der sieben Menschen mit Behinderung im Alter von 35 bis 94 Jahren leben. Dieser positive Eindruck lag nicht zuletzt am warmherzigen und fröhlichen Empfang durch Heilerziehungspflegerin Christine Keller, die die Wohngruppe betreut. „Das hier ist wie ein normales Haus. Die Bewohner sollen so viel wie möglich selber machen. Wir leisten nur Hilfestellung. Zielgerichtete Assistenz nennt man das“, erklärte Christine Keller. Einen Einblick in die Arbeitswelt von Menschen mit Behinderung erhielten die Schülerinnen anschließend auf dem Holzhof der Stiftung Liebenau von Markus Joos. Der gelernte Schreiner und Fachkraft für Arbeit und Bildung informierte über die Arbeit in der Produktion und der Baumschule.

 

Geschicklichkeitsübungen unter erschwerten Bedingungen

Wie fühlt sich ein Leben mit Einschränkungen an? Thorsten Faden hatte sich einige Übungen für die Teilnehmerinnen ausgedacht, in denen eine Behinderung simuliert wurde. Auf diese Weise sollten die sie einen ersten Eindruck davon gewinnen, wie sich ein Mensch mit Behinderung wohl fühlen könnte. Auch wenn das Laufen mit verbundenen Augen, das spiegelverkehrte Zeichnen oder das Nähgarn-Einfädeln mit dicken Fäustlingen für manchen Heiterkeitsausbruch sorgte - die Botschaft dahinter war bei allen Mädchen angekommen.

 

Eine positive Bilanz

Für Vanessa Renz aus Meckenbeuren stand am Ende des Schnuppertages fest, dass sie im sozialen Bereich eine Ausbildung machen möchte. „Mir hat es richtig gut gefallen. Ich möchte Jugend- und Heimerzieherin werden“, erklärte die 14-jährige Realschülerin. Im nächsten Frühjahr hat sie bereits einen Praktikumsplatz in der Don-Bosco-Schule. Auch Maren Koch war vom Tag in der Stiftung Liebenau begeistert. Sie strebt ebenfalls eine Ausbildung im sozialen Bereich an. „Es hörte sich alles richtig gut an. Man hat mal gesehen, was es alles für Möglichkeiten gibt“, meinte Ramona Häring. Die 15-jährige Schülerin vom Bildungszentrum Markdorf zeigte sich beeindruckt, angesichts der Vielfalt der Ausbildungsberufe in der Stiftung Liebenau. Als optimale Vorbereitung empfahl Thorsten Faden ein Praktikum, eine Hospitation oder ein FSJ. „Das ist eine super Sache. Auch wenn ihr nachher doch nicht in dem Bereich arbeiten wollt, ist es auf jeden Fall eine sehr gute Lebenserfahrung“, erklärte der Heilerziehungspfleger.

 

 

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Stiftung Liebenau
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Vera Ruppert, Pressearbeit
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