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Kooperationen für bezahlbaren Wohnraum

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Wie begegnet man dem zunehmenden Mangel an bezahlbaren Wohnraum? Welche Auswirkungen hat dieser für Menschen mit Unterstützungsbedarf, die möglichst selbstständig leben und wohnen möchten? Der diesjährige Bürgermeisterfachtag im Liebenauer Schloss bot Gelegenheit, die Herausforderungen des Themas „Wohnen und soziale Infrastruktur“ zu diskutieren, zeigte aber auch erfolgreiche Lösungsansätze auf. Geladen hatte die Stiftung Liebenau.

Zahlreiche Bürgermeister der Bodenseeregion folgten der Einladung der Stiftung Liebenau. Nach den Fachvorträgen ging es in die offene Diskussion.

Simon Blümcke, Erster Bürgermeister der Stadt Ravensburg, bei der Diskussion im Liebenauer Schlosssaal.

 „Wohnungspolitik ist Sozialpolitik“. Mit diesem Statement begrüßte Vorstand Dr. Berthold Broll die Bürgermeister aus der Region.  Bezahlbaren Wohnraum zu finden ist auch abseits der großen Ballungsräume längst eine Herausforderung geworden. Ihn zu schaffen, nannte Broll eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Welche Konzepte erfolgsversprechend sind und welche Bedingungen dafür erfüllt werden müssen, wurde im Rahmen von Vorträgen und einer abschließenden Diskussionsrunde genauer erörtert. Moderiert wurde die Veranstaltung von Ulrich Dobler, Leiter der Stabsstelle Politik & Internationales.

 

Wachsender Bedarf an barrierefreiem Wohnraum

Die grundsätzlichen Rahmenbedingungen erläuterte zunächst Christian Huttenloher. Der Generalsekretär vom Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. verwies dabei, auch anhand demografischer Entwicklungen, auf zunehmende Bedarfe an barrierefreiem Wohnraum. Eine zunehmend größere Verantwortung in der Flächenentwicklung komme dabei Kommunen und Gemeinden zu. Beispiel Ulm: Hier werden größere Bau- und Siedlungsprojekte nur realisiert, wenn das Grundstück zuvor in städtisches Eigentum übergegangen ist.

 

Hochwertiges Wohnangebot unterhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete

Die Notwendigkeit eines kooperativen Ansatzes ist auch im Bodenseeraum weit verbreitet. Am Beispiel des Quartiersprojektes „Q7“ in Tettnang erläuterte Sebastian Merkle, wie sich die Interessen aus kommunaler Politik, der Wohnungs- und Sozialwirtschaft sowie der Kirchengemeinde, als wichtiger Akteur der lokalen Zivilgesellschaft, in richtungsweisenden Projekten zusammenfinden können. Der Vorstand der Baugenossenschaft Familienheim hat bereits mehrere Quartiersprojekte mit der Stiftung Liebenau und kooperierenden Gemeinden umgesetzt. Diese schaffen ein hochwertiges Wohnangebot unterhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete, das zudem die Erfordernisse für Menschen mit Behinderungen und Senioren berücksichtigt. Wie sich solche Kooperationen finden und welche Voraussetzungen gemeinsam zu schaffen sind, war Thema einer abschließenden Diskussionsrunde.

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
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88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de