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Kriegsgräberfürsorge: Lob, Urkunde und viele bleibende Eindrücke

RAVENSBURG – Auszeichnung für soziales Engagement: Junge Menschen aus dem Berufsbildungswerk (BBW) der Stiftung Liebenau haben sich um die Pflege von Kriegsgräbern in Italien und Frankreich gekümmert, damit diese Orte als Mahnmale für den Frieden erhalten bleiben – und dabei wichtige Erfahrungen gemacht. Als Anerkennung gab es nun vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. die entsprechenden Zertifikate für die Jugendlichen und ihre Begleitpersonen.

Soziales Engagement mit Auszeichnung: Die jungen Frauen und Männer, die im Berufsbildungswerk der Stiftung Liebenau derzeit eine Berufsvorbereitung oder Ausbildung absolvieren, bekamen aus den Händen von Sebastian Steinebach (hinten links) vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Urkunden für die „Arbeit für den Frieden“ überreicht.

Zur „Arbeit für den Frieden“ gehört die Pflege von Soldatenfriedhöfen – damit weder die Inschriften auf den Grabsteinen noch die Erinnerungen an die Kriegsopfer verblassen.

Straßburg, Bergheim, Costermano

Drei Ausbildungs- und Berufsvorbereitungsgruppen aus den BBW-Standorten Ravensburg und Ulm waren in diesem Jahr im Rahmen der Aktion „Arbeit für den Frieden“ unterwegs. Ihr Einsatz führte sie nach Straßburg, ins elsässische Bergheim und ins italienische Costermano am Gardasee. Auf den dortigen Gedenkstätten für gefallene Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges verrichteten die Jugendlichen Gartenarbeiten, jäteten Unkraut und reinigten die Grabsteine sowie -kreuze samt Inschriften und spürten dabei hautnah die besondere Atmosphäre.

 

Schicksale berühren die Jugendlichen

Deshalb beschäftigten die Teilnehmenden auch nach getaner Arbeit noch die vielen menschlichen Schicksale von Krieg und Gewaltherrschaft. Die einen schrieben daraufhin persönliche Briefe an die gefallenen Soldaten, die anderen ließen das Erlebte durch Erzählungen Revue passieren. So berichteten die jungen Frauen und Männer von „beeindruckenden“ und „schönen Erfahrungen“, die sie zum Nachdenken brachten. „Viele waren noch nicht einmal so alt wie ich, sondern erst 17 oder 18“, so eine Teilnehmerin über die viel zu früh gestorbenen Soldaten.

 

„Nie wieder Krieg“

„Irgendwie nimmt einen das schon mit“, war auch zu hören. Oder, dass ihnen, angesichts der unzähligen Namen auf den Grabsteinen, klar geworden sei: „Krieg macht nicht vor ethnischer Herkunft eines Menschen, vor seiner Hautfarbe, Sprache und Religion halt.“ Und so empfinden die Jugendlichen die „Arbeit für den Frieden“ auch als wertvoll, „damit die nächsten Generationen an die Folgen eines Krieges erinnert werden“.

 

Urkunden fürs Engagement

Sebastian Steinebach, Bildungsreferent beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., lobte das Engagement der Jugendlichen und überreichte ihnen als Anerkennung für ihren Einsatz entsprechende Zertifikate. Den Azubis empfahl er, die Urkunden auch ihren späteren Bewerbungsmappen beizulegen. Zeuge die ehrenamtliche „Arbeit für den Frieden“ doch von wichtigen „Soft Skills“ und diese, so Steinebach, würden sich gut im Lebenslauf lesen. Die Stiftung Gedenken und Frieden im Volksbund förderte jeden der drei Einsätze mit jeweils 500 Euro.

 

 

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