Seitlich streichen für weitere Aufgabenfelder <>

Landtagsabgeordnete Petra Krebs zu Gast in der Stiftung Liebenau

TETTNANG – Die Landtagsabgeordnete Petra Krebs, Sprecherin für Gesundheits-, Senioren- und Pflegepolitik des Bündnis 90/Die Grünen, war zu Gast im Haus der Pflege Dr. Albert Moll der Stiftung Liebenau in Tettnang. Neben der Besichtigung der Wohn- und Pflegegemeinschaften und der Vorstellung des neuen Konzepts Service-Wohnen, standen beim Gespräch mit der Geschäftsführung der Unternehmen Pflege und Lebensräume der Stiftung Liebenau, Stefanie Locher und Dr. Alexander Lahl, die Stärkung der Kurzzeitpflege und die wachsenden Hygieneanforderungen im Mittelpunkt.

Petra Krebs (Mitte), Landtagsabgeordnete des Bündnis 90/Die Grünen, besuchte das Haus der Pflege Dr. Albert Moll in Tettnang und tauschte sich mit Stefanie Locher (links) und Dr. Alexander Lahl (rechts) zu den aktuellen Herausforderungen in der Pflege aus.

Krebs zeigte sich von dem modernen Ambiente und dem vielfältigen Angebot des im Juni dieses Jahres neu eröffneten Hauses überaus begeistert. Neben 45 Einzelzimmern, die in drei Wohn- und Pflegegemeinschaften mit 24-Stunden-Betreuung aufgeteilt sind, umfasst das Haus der Pflege Dr. Albert Moll zehn Appartements nach dem Konzept Service-Wohnen. Im Service-Wohnen können Seniorinnen und Senioren, die nur ein gewisses Maß an Hilfe benötigen, ambulante Unterstützungsleistungen sowie innovative technische Assistenzsysteme, etwa ein automatisches Wegelicht oder ein individuelles Notrufsystem, nach Bedarf in Anspruch nehmen.

 

Im Rahmen der anschließenden Gesprächsrunde betonte Stefanie Locher die Dringlichkeit der Stärkung der Kurzzeitpflege: „Kurzzeitpflege- Angebote sind elementare Bausteine sozialraum-orientierter Wohn- und Betreuungskonzepte, die in Zukunft zwangsläufig an Bedeutung gewinnen werden und somit eine explizite Stärkung benötigen. Angesichts der sich parallel verschärfenden Personalknappheit in der Pflege, muss hierzu über Sektoren- und Leistungsanspruchsgrenzen hinweg gedacht werden. Es bedarf der intelligenten Verknüpfung von Tagespflege, betreutem Wohnen, ambulanter Pflege und technischer Assistenzen zuhause sowie der stationären Kurzzeitpflege in den Quartieren und der Einbindung Ehrenamtlicher.“

 

In Bezug auf die Langzeitpflege mahnte Dr. Alexander Lahl: „Verantwortliche und Pflegekräfte in stationären Pflegeheimen befinden sich derzeit in einem Trilemma: Auf der einen Seite wird leistungsrechtlich die ressourcenorientierte Pflege gefordert, auf der anderen Seite stehen wachsende ordnungsrechtliche Anforderungen insbesondere im Bereich der Hygiene. Zum Dritten erwarten Gesellschaft und Politik, dass stationäre Pflegeeinrichtungen weitestgehend dem normalen Leben und Wohnen entsprechen. Allen drei Anforderungen gerecht zu werden, ist unmöglich. Hier bedarf es eines öffentlichen Diskurses über eine ausgewogene Balance dieser drei Spannungsfelder und die Festlegung praktikabler Handlungsrichtlinien.“

 

 

Wenn Sie sich für unseren Newsletter Inklusion interessieren, melden Sie sich bitte hier an >

 



Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
presse@stiftung-liebenau.de