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Leben und Lachen – Senioren 2021

RAVENSBURG/BROCHENZELL – Seniorin oder Senior sein in Deutschland im Jahr 2021 – ist das ein Vergnügen? Harte Arbeit? Oder doch nicht so schön, wie uns das allgemein gültige Bild des fitten Seniors vermitteln will? Eine generelle Antwort auf diese Frage kann auch die Stiftung Liebenau trotz ihrer enormen Vielschichtigkeit nicht geben. Aber zwischen Rikscha-Fahrten, Candle-Light-Dinner, Spieletreff und Digitalberatung wird vor allem eines deutlich: hier in den „Lebensräumen für Jung und Alt“ und in den Häusern der Pflege wird viel miteinander unternommen - und gelacht.

Bequem mobil sein: Dank der Rikscha von Cees Visser sind seiner Mitfahrerinnen und Mitfahrer immer gut gelaunt und freuen sich auf ein Schwätzchen.

Auch im Alter digital fit sein: Der Digitaltreff in den „Lebensraumen für Jung und Alt“ in der Ravensburger Weinbergstraße hilft dabei.

Damit sind schon einmal zwei entscheidende Zutaten für einen ausgefüllten, glücklichen „Tag als Senior“ gegeben. Lachen, angenehme, lebendige Gesellschaft und ein abwechslungsreicher Alltag. Das sind alles wichtige Bestandteile für einen ausgefüllten Tag. Egal, ob man 25 oder 75 Jahre alt ist. Und wenn es dann noch aktive, kreative Menschen, wie etwa Matthis Hepp aus Ravensburg oder Cees Visser aus Meckenbeuren gibt, dann können die Tage als Senior sogar aufregend, lehrreich und vor allem sehr abwechslungsreich werden. Was die beiden alterstechnisch so unterschiedlichen Männer mit den Senioren der Stiftung Liebenau zu tun haben? Ganz einfach. Der eine ist der 14-jährige Matthis Hepp. Er war maßgeblicher Teil der Digitalberatung im generationenübergreifenden Wohnen in der Weinbergstraße in Ravensburg. Dort erklärte er den fitten Bewohnerinnen und Bewohnern, die teilweise doch unüberschaubare digitale Welt ihrer Smartphones und Tablets oder auch ganz cool und schnell die Bedeutung von Emojis, die die Enkel an die Großeltern verschicken. Für die Teilnehmenden bedeuten diese Stunden nicht nur neues Lernen, sondern vor allem auch Geselligkeit und vielfältigste Möglichkeiten zum Austausch.

 

Spieletreff als Erlebnis

Doch nicht nur „digital“ sind die Senioren in den „Lebensräumen für Jung und Alt“ unterwegs. Zwar wurde der traditionelle Spieletreff in der Weinbergstraße und im Rahlentreff durch Corona in den vergangenen Monaten immer wieder ausgebremst, doch jetzt läuft er wieder an. Dann werden in den jeweiligen Gemeinschaftsräumen verschiedenste Spieltische mit unterschiedlichen Spielen aufgebaut, und jeder Tisch wird von einem Spielbegleiter „begleitet“. Ein Spielbegleiter sollte alle Spiele kennen, die gespielt werden und den teilnehmenden Spielern, falls nötig, entsprechende Anleitung geben können. Aber auch hier steht bei allem spielerischen Ehrgeiz vor allem das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Lachen, diskutieren, Spaß haben, mitdenken und sich lebendig fühlen.

 

Lebendig fühlen

Lebendig fühlen ist auch ein gutes Stichwort für die Art von Mobilität, die der gebürtige Niederländer Cees Visser Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses der Pflege St. Josef in Brochenzell verschafft. Mit einer Fahrrad-Rikscha holt der 70-Jährige immer freitags die Seniorinnen und Senioren aus ihrem Alltag heraus und fährt sich durch Brochenzell, Meckenbeuren oder auch mal in die weitere Umgebung. Dabei entwickeln sich auch die tollsten Gespräche. Etwa mit dem 83-jährigen Gebhard Wagner. Dieser ist ganz aufgeregt, denn er war früher selbst begeisterter Rennradfahrer. Auch wenn er jetzt vor allem seinen Rollator durch St. Josef schiebt, sind die Erinnerungen geblieben. Und die tauscht er jetzt auf der Rikscha mit Cees Visser aus, denn der ist früher auch mal Rennrad gefahren. Jetzt aber nimmt er die Senioren in der Rikscha mit und lässt Menschen wie Gebhard Wagner an den Veränderungen in und um Meckenbeuren teilhaben. „Der Cees Visser hat schon einen eigenen Fanclub hier im Haus und unsere Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich immer ganz doll, wenn er kommt und erzählen sich danach immer tagelang ihre Erlebnisse“, weiß Claudia Senf, Einrichtungsleitung im St. Josef.

 

Kulinarische Leckereien

Wenn dann ab und an noch das traditionelle Candle-Light-Dinner auf dem Programm steht, dann treffen zwei der Highlights im Leben der Seniorinnen und Senioren aufeinander. Denn auch im gesetzten Alter wissen sie gutes Essen und entsprechendes Ambiente zu schätzen. Neben allen kulinarischen Leckereien geht es aber auch hier in allererster Linie um die wichtigsten Zutaten für einen erfüllten Alltag – Kommunikation, Lachen und tolle Gesellschaft. Und da ist es gleich, ob man 14 oder70 Jahre ist. So schmeckt das Leben in jeder Generation.

 

 

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Pressekontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
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