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Lust auf Arbeit trotz geschlossener Werkstatt

MECKENBEUREN-LIEBENAU – In der Liebenau Service arbeiten 80 Menschen mit Unterstützungsbedarf. Sie legen Wäsche, helfen bei der Zubereitung von Speisen, reinigen Gebäude und sind Beifahrer in unseren LKW. Die Pandemie wirbelte ihre Tagesstruktur durcheinander, denn Mitte März wurden die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen vom Sozialministerium in Baden-Württemberg geschlossen.

Schnell und zuverlässig im "Home-Office": Stefanie Allgaier ...

... und Benjamin Utz in ihrer Wohnung in Tettnang.

Brücke in den Betrieb

Die gute Nachricht vorweg: Seit Mitte Mai sind die Beschäftigten schrittweise an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt. Die Brücke in den Betrieb bildeten bis dahin Lernpakete, zusammengestellt von den Fachkräften der jeweiligen Bereiche. Sie beinhalteten vielfältige Themen: Auf Lernblättern wurden Formen und Zahlen behandelt, es ging um Hygiene, englische Vokabeln konnten gelernt werden, es gab Aufgaben zur Arbeitssicherheit in den Werkstätten. Entspannungsgeschichten, Tipps zur Ernährung oder Koordinationsübungen waren ebenfalls Teil der Lernpakete. Das alles diente der Erhaltung oder Erweiterung der beruflichen Kompetenzen und der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit der Beschäftigten. Die Pakete boten aber auch Abwechslung, Spaß und Kreativität.

 

Einige Beschäftigte bekamen zusätzlich Arbeitspakete. So wie Stefanie Allgaier und Benjamin Utz. Sie leben gemeinsam in einer Wohnung in Tettnang und werden von den Ambulanten Diensten in ihrem Alltag unterstützt. In Heimarbeit kuvertierten sie unter anderem Briefe und sortierten Socken, die zuvor in der Wäscherei der Liebenau Service gereinigt wurden. An Nachschub durfte es nicht fehlen, zumal die beiden immer schnell mit ihren Aufträgen fertig waren.

 

Die Lern- und Arbeitspakete halfen ihnen und den anderen Beschäftigten der Liebenauer Arbeitswelten dabei, eine sinnvolle Tagesstruktur aufrechtzuerhalten - trotz des Verbots der Beschäftigung in der Werkstatt vor Ort. Den persönlichen Kontakt und das wertschätzende Miteinander im Betrieb können sie selbstverständlich nicht ersetzen. Umso schöner, dass alle wieder an ihrem Arbeitsplatz zurück sind!

 

 

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