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Menschen mit Behinderungen engagieren sich in der Vesperkirche

RAVENSBURG – Das ehrenamtliche Engagement von Menschen aus dem Förder- und Betreuungsbereich (FuB) der Stiftung Liebenau gehört bei der Vesperkirche in Ravensburg schon zur Normalität. Bereits zum vierten Mal engagieren sich die Menschen mit Einschränkungen im Servicebereich.

Konzentriert sortiert Erkan Sahin Tassen und Gläser ein.

Vorbereitung für den Einsatz: Erkan Sahin, Ani Artsividze, Georg Swarlik und Gisela Vetter machen sich startklar.

Geschirr abräumen gehört für Georg Swarlik zum Alltag in der Vesperkirche.

Für Erkan Sahin und Georg Swarlik ist es etwas ganz besonderes, wenn sie in der Evangelischen Stadtkirche ihren Dienst bei der Geschirr-Rücknahme und beim Tische abräumen beginnen. Normalerweise sind sie tagsüber im Förder- und Betreuungsbereich in Hegenberg beschäftigt, ein Tagesangebot für Menschen mit hohem Hilfebedarf. Aber wenn die Vesperkirche ehrenamtliche Mitarbeiter sucht, sind sie sofort dabei und freuen sich auf ihre Arbeit, bei der sie nach ihren individuellen Fähigkeiten Dienst am Mitmenschen leisten können.

 

Bereitschaft zum gesellschaftlichen Engagement

Zunächst bekommt jeder eine Schürze und ein Namensschild. Einweghandschuhe werden übergestreift und dann geht es mit den Begleitpersonen Gisela Vetter und Ani Artsividze zum Einsatzort. Erkan Sahin beginnt bei der Geschirr-Rückgabe. Konzentriert und voller Eifer sortiert er Gläser und Tassen in die verschiedenen Körbe ein. Gisela Vetter, die die Menschen aus Hegenberg seit vier Jahren in die Vesperkirche begleitet, ist fasziniert von deren Leistungsfähigkeit: „Es ist unglaublich, wie sie dann schaffen. Man spürt die Freude, die sie dabei haben, auch etwas zurückgeben zu können!“ Georg Swarlik zieht mit Ani Artsividze los, die gerade eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin absolviert, um das gebrauchte Geschirr von den Tischen abzuräumen. Dies sind Tätigkeiten, die die beiden sonst auch auf ihren Wohngruppen verrichten.

 

„Offen für alle“: das Motto der Vesperkirche ist gelebtes Miteinander

Dass Menschen mit Handicap in der Vesperkirche nicht nur als Besucher da sind, sondern auch ihren eigenen Beitrag leisten, kommt bei den Gästen gut an. So wird aus Teilhabe echte „Teilgabe“. Ein Herr im Anzug bedankt sich ebenso für das Abräumen des Geschirrs, wie der Tisch, an dem an diesem Tag acht Beschäftigte aus der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) aus Liebenau das Essen genießen. Diese haben im Rahmen der Arbeitsbegleitenden Maßnahmen den Besuch in der Vesperkirche gebucht. So kommt es, dass Menschen mit Behinderungen nicht nur Menschen mit Behinderungen helfen, sondern ein gelebtes Miteinander entsteht, das barrierefrei alle Gäste der Vesperkirche einschließt.

 

 

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