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Mittendrin-Fest: Gewitter war gestern, Miteinander ist heute

FRIEDRICHSHAFEN – Fast schon Tradition: Zum fünften Mal wurde am 9. Juni das Mittendrin-Fest gefeiert, an dem sich in diesem Jahr 30 Einrichtungen der Hilfen für Menschen mit Behinderungen im Bodenseekreis mit rund 250 Helfern aktiv beteiligten. Das Fest soll das Bewusstsein der Bevölkerung stärken und auf die Situation von Menschen mit Einschränkungen aufmerksam machen. Aber vor allem sollen Begegnungen, Spaß und Freude im Vordergrund stehen. Mit von der Partie waren auch Klienten und Mitarbeiter der Stiftung Liebenau: mit der Bewirtung in der Mittendrin-Lounge sowie mit Bühneneinlagen, Aktionen und Informationen.

„Wir hinterlassen Spuren“: Unter diesem Motto entstand ein großformatiges Bild, auf dem sich auch der Erste Landesbeamte vom Bodenseekreis, Joachim Kruschwitz, verewigte. Im Bild sind Nils Pasternak (links) von den Ambulanten Diensten der Stiftung Liebenau und Mitorganisator der Mittendrin-Lounge und die beiden Klienten Sabine Richter und Marc Bulach.

Friedrichshafens Bürgermeister Andreas Köster ging das Herz auf beim Blick in die Besuchermenge.

Der Förder- und Betreuungsbereich lud die Besucher zum Basteln ein.

An der Mittendrin-Lounge legte fast jeder Festgast einen Stopp ein.

Der strahlend heiße Tag machte Durst, die vielen Aktivitäten hungrig.

Für Getränke war am Stand der Mittendrin-Lounge der Stiftung Liebenau gesorgt.

Letzte Vorbereitungen von Mitorganisator Franz Völk beim Mittendrin-Fest am Friedrichshafener Bodenseeufer.

Die Streichelschafe von Reiner Manghard von der Stiftung Liebenau waren ein Besuchermagnet.

Gespräche satt: Der erste Landesbeamte vom Bodenseekreis Joachim Kruschwitz schaute sich die Angebote an und kam mit vielen ins Gespräch, hier mit Nils Pasternak (rechts) von der Stiftung Liebenau.

Auch der Förder- und Betreuungsbereich der Stiftung Liebenau war vertreten. Die Strickliesel kann jeder bedienen. Ein Resultat ist gleich erkennbar.

Viele Akteure helfen zusammen

In der morgendlichen Hitze widmen sich Helfer aller Couleur den letzten Vorbereitungen. Auch der Teil der insgesamt rund 90 Engagierten der Stiftung Liebenau der Mittendrin-Lounge, die zu dieser Schicht eingeteilt sind, ist emsig. Zu erkennen sind sie an ihren dunkelroten T-Shirts und knallgelben oder schwarzgestreiften Schürzen. Die Pfandrückgabe wird bestückt, letzte Hygiene-Instruktionen gegeben, Getränkekisten platziert. Miteinander werden alle dafür sorgen, dass die Gäste zu essen und, bei den heißen Temperaturen, vor allem auch zu trinken haben.

 

Fest der Freude

„Wenn man das sieht, geht einem das Herz auf“, meint Friedrichshafens Bürgermeister Andreas Köster, als er bei der Begrüßung in die buntgemischte Besuchermenge blickte. Die Stadt Friedrichshafen und der Bodenseekreis würden genau dieses Miteinander ausmachen. „Inklusion ist grenzüberschreitend“, begrüßt er auch Organisationen aus Österreich und der Schweiz. Inklusion sei ein Lernprozess, den die Menschen im Bodenseekreis lebhaft angehen, ist der Erste Landesbeamte Joachim Kruschwitz überzeugt. Er geht auch auf die erfreuliche Wetterwende ein nach dem Motto: Gewitter war gestern, Inklusion ist heute.

 

Buntes Programm satt

Von der Konzertmuschel erklingt das Glockenspiel „Morning has broken“ des Glockenchors Föhrenbühl und Hermannsberg. Den ganzen Tag über gibt es weitere inklusive Programmpunkte: Darunter auch der Liebenauer Chor, die Theatergruppe „Die Außergewöhnlichen“, die Sportgruppe „Rakete“ sowie Bauchtanz und Akkordeon-Musik. Die Einrichtungen zeigen an ihren Ständen Produkte aus den Werkstätten, Mitarbeiter geben Interessierten Auskunft. Beim Tischkicker-Turnier der Stiftung Liebenau gibt es begehrte Billard- und Kino-Gutscheine zu gewinnen, Kinder können sich mit Schminke verzaubern lassen und die Besucher haben Gelegenheit, Schafe zu streicheln.

 

Jeder kann mitmachen

„Wir haben die Arbeit so aufgebaut, dass jeder mithelfen kann“, erklärt Nils Pasternak von den Ambulanten Diensten. Er und Franz Völk sind die Hauptorganisatoren der Mittendrin-Lounge, zusammen mit Sabine Striegel und Henriette Hengge. Die Planung startete bereits im vergangenen August. Die Umsetzung ist eine gemeinsame logistische Meisterleistung. Um die Arbeit zu schultern, braucht es ein engagiertes Team, das Pasternak und Völk hinter sich wussten: Beschäftigte und Mitarbeiter der Stiftung Liebenau packen gleichermaßen mit an. Jeder konnte sich im Vorfeld seine Aufgabe auswählen, gemeinsames Training inbegriffen.

 

Spuren hinterlassen

Zum Motto „Wir hinterlassen Spuren“ kann sich jeder – ob groß, ob klein – in Farbe mit der eigenen Hand oder dem persönlichen Fußabdruck auf einer großen Leinwand verewigen. Das Kunstwerk wird gerahmt und geht auf Wanderschaft. In Räumen der Stiftung Liebenau, im Landratsamt oder bei anderen Interessierten soll es an das Mittendrin-Fest und seinen Hintergrund erinnern und so nachhaltig wirken.

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
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