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Modellprojekt: Berufsbildungswerk kooperiert mit Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee

RAVENSBURG/BAD WALDSEE – Neue Partnerschaft: Die Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee arbeiten bei der beruflichen Wiedereingliederung ihrer Patienten jetzt eng mit dem Ravensburger Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) zusammen. Für die Rehabilitanden der Klinik bedeutet das eine genauere Diagnostik, eine ganzheitlichere Reha und bessere Perspektiven danach.

Auf gute Zusammenarbeit (v. li.): Chefarzt Dr. Otto Matt, Bürgermeister Roland Weinschenk, Teamleiterin Karin Gresser und Klinikdirektor Peter Blank aus Bad Waldsee sowie Dr. Stefan Thelemann (Leiter Fachdienst Diagnostik und Entwicklung) und Geschäftsführer Herbert Lüdtke vom Liebenau Berufsbildungswerk.

Reha – aber was dann? Kann der Alltag am Arbeitsplatz wieder gut bewältigt werden? Gelingt die Rückkehr in den alten Job, oder ist vielleicht ein beruflicher Neustart sinnvoll? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR). So werden, neben der Behandlung der eigentlichen Erkrankung, zum Beispiel eines Rückenleidens, auch das berufliche Umfeld und das entsprechende körperliche Anforderungsprofil beleuchtet. „Bei mindestens 20 Prozent aller Rehabilitanden im Bereich der Orthopädie gibt es hier Handlungsbedarf“, weiß Chefarzt Dr. Otto Matt von den Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee.

 

Kompetenzen ergänzen sich

Diese haben jetzt im Auftrag des Kostenträgers, der Deutschen Rentenversicherung (DRV) von Bund und Land, ihr Angebot in Sachen MBOR deutlich erweitert. So wird nun noch genauer hingeschaut, wie es um die körperliche Leistungsfähigkeit der Patienten bestellt ist. Dazu galt es, zusätzliche Experten aus der beruflichen Bildung mit ins Boot zu holen. „Eine teilhabeorientierte Reha braucht eine ganzheitliche Sichtweise und ein interdisziplinäres Team“, erklärt MBOR-Teamleiterin Karin Gresser. In Ravensburg wurde man auf der Suche nach einem Kooperationspartner fündig: „Ich freue mich sehr, dass wir das Berufsbildungswerk als Partner gewinnen konnten“, so Bad Waldsees Bürgermeister Roland Weinschenk. „Das BBW hat das berufliche Know-how, das unsere Kompetenzen auf der medizinischen Ebene super ergänzt“, sagt auch Klinikdirektor Peter Blank.

 

Berufsbildungswerk hat das nötige Know-how

Das Berufsbildungswerk macht zwar vornehmlich junge Menschen mit besonderem Teilhabebedarf fit für den Start in das Arbeitsleben, richtet sich mit diversen Qualifizierungsangeboten aber seit vielen Jahren auch an Erwachsene mittleren und fortgeschrittenen Alters – wie Langzeitarbeitslose, Wiedereinsteiger oder Umschüler. Und dabei ist die zur Stiftung Liebenau gehörende Bildungseinrichtung für ihre professionelle und „sehr individuell abgestimmte Diagnostik bekannt, wie Dr. Stefan Thelemann, Leiter des BBW-Fachdienstes Diagnostik und Entwicklung, betont. Von daher passe die Kooperation mit den Bad Waldseer Rehakliniken perfekt in das eigene Leistungsspektrum, so BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke.

 

Reha in Bad Waldsee, Leistungsdiagnostik in Ravensburg

Konkret sieht die Zusammenarbeit im Rahmen der MBOR so aus: Während ihres Reha-Aufenthaltes in Bad Waldsee, wo die Patienten ihr Programm aus Ergo-, Sport-, Ernährungs- und Physiotherapie absolvieren, nehmen sie im Ravensburger BBW an einer so genannten „Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit“ (EFL) teil. Dabei wird getestet, inwieweit die Menschen noch erwerbsfähig sind und welche Tätigkeiten sie körperlich schaffen. Die Ergebnisse geben dann Aufschluss darüber, wie es nach der Reha weitergehen kann. So hilft den Rehabilitanden womöglich eine Umschulung, um noch einmal ganz neu beruflich durchzustarten. Und anderen Patienten, die innerlich mit ihrem Berufsleben vielleicht sogar schon abgeschlossen haben, werden neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt, zum Beispiel durch eine Weiterqualifizierung.

 

Langfristige Zusammenarbeit erwünscht

Die Zusammenarbeit von BBW und Rehakliniken ist zunächst als ein Modellprojekt angelegt, das bis zum Jahresende läuft und wissenschaftlich ausgewertet wird. Sowohl im BBW als auch beim Kooperationspartner in Bad Waldsee wünscht man sich aufgrund der bisher ausnahmslos guten Erfahrungen aber schon jetzt eine längerfristige Partnerschaft im Sinne der Rehabilitanden.

 

 

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