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Neue Pflegeausbildung ab 2020: Stiftung Liebenau bereitet Führungskräfte vor

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Anfang April fand im Schloss der Stiftung Liebenau der Fachtag im Bereich Pflege und Lebensräume zum Thema Generalistik statt. Neben den Regional- und Einrichtungsleitungen waren auch die Pflegedienstleitungen vor Ort und wurden rund um die Rahmenbedingungen und Inhalte der neuen generalistischen Pflegeausbildung informiert.

Im Rahmen des Fachtags zum Thema Generalistik wurden die Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen der Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume über die neue Pflegeausbildung ab 2020 informiert.

Ab dem Jahr 2020 startet die neue generalistische Ausbildung im Bereich der Pflege. Alle künftigen Pflegefachkräfte erlernen dann in den ersten beiden Jahren ihrer Ausbildung die gleichen Inhalte in Theorie und Praxis. Im dritten Ausbildungsjahr besteht schließlich die Möglichkeit, entweder die generalistische Ausbildung fortzusetzen oder den Schwerpunkt auf die Altenpflege oder die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu legen. Durch die Neugestaltung soll die Ausbildung vielfältiger und attraktiver werden, um somit mehr Auszubildende für die Pflege zu gewinnen und dem sich stetig verschärfenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

 

Finanzierung neu geregelt

„Auch die Finanzierung der Pflegeausbildung wird neu geregelt. Sie erfolgt über Landesfonds. Durch ein Umlageverfahren werden ausbildende und nicht ausbildende Einrichtungen gleichermaßen zur Finanzierung herangezogen“, erklärt Dr. Achim Hollenbach, Leiter der Abteilung Qualitätsmanagement und Entwicklung. „Es muss außerdem kein Schulgeld mehr gezahlt werden und die Auszubildenden haben Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung“, betont Hollenbach. Die neue dreijährige generalistische Pflegeausbildung wird auf Grundlage der EU-Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen in anderen EU-Mitgliedstaaten automatisch anerkannt werden.

 

Aufwertung des Berufsbildes

„Prinzipiell sehen wir in der generalistischen Pflegeausbildung eine Chance für uns. Wir sehen, dass dadurch das Berufsbild der Pflegefachkräfte aufgewertet werden soll“, zeigt sich Dr. Alexander Lahl, Geschäftsführer der Unternehmen der Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume, optimistisch. „Wir hoffen darauf, dass noch offene Fragen zur Finanzierung, zum Ablauf und zur Organisation der Praxiseinsätze sowie zum Lehrplan der theoretischen Ausbildung und zur Gestaltung der Pflegehelferausbildung vonseiten der Politik schnellstmöglich beantwortet werden“, so Lahl.

 

Im weiteren Verlauf des Fachtages gab die Projektgruppe Einblick in die aktuellen Entwicklungen und Vorbereitungen. Offene Fragen und Anregungen diskutierten die Teilnehmer abschließend an diversen Thementischen.

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
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Vera Ruppert, Pressearbeit
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