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Neues Buch von Prälat Michael H. F. Brock: Gemüsesuppe zum Kaffee

MECKENBEUREN-LIEBENAU – 24 kurze Geschichten aus Liebenau hat Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, in seinem neuesten Buch zusammengestellt. Der Titel „Gemüsesuppe zum Kaffee“ lässt im ersten Moment an ein Rezeptbuch denken. „Die Rezepte sind immer so gut, wie die Menschen, die die Gerichte kochen“, schickte Brock seiner Lesung im Glashaus des Liebenauer Landlebens voraus.

Gemüsesuppe zum Kaffee: Im Glashaus des Liebenauer Landlebens stellte Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, sein neues Buch, mit Geschichten aus Liebenau, vor.

Nachdenkliche, humorvolle und berührende Geschichten: Die Zuhörer lauschten im Glashaus des Liebenauer Landlebens der Lesung von Prälat Michael H. F. Brock aus seinem neuen Buch.

Eine persönliche Widmung: Nach der Lesung nahm sich Prälat Michael H. F. Brock Zeit zum Signieren seines Buches.

Geschichten aus Liebenau aus sieben Jahren

Werden ganz gewöhnliche Dinge – hier Gemüsesuppe und Kaffee – neu kombiniert, können sich Standpunkte und Gefühle verändern. Nichts anderes möchte Prälat Michael H. F. Brock mit seinem jüngsten Buch erreichen. Seine Geschichten aus Liebenau, gesammelt in den sieben Jahren, die er als Vorstand in der Stiftung tätig ist, sind Geschichten der Begegnung und über das Leben. Voller Empathie und Nähe kommen Menschen zu Wort, die in der Stiftung Liebenau arbeiten oder in ihren Häusern leben und wohnen. Brock schreibt humorvoll und tiefgründig über ihre Bedürfnisse und Wünsche, aber auch über ihre Sorgen und Nöte. Es sind die kleinen Dinge, auf die er in seinen Geschichten aufmerksam machen möchte: auf ein Lächeln, auf neue Schritte, den Wert einer Pause oder auf die Entdeckung des Schönen im Alltag.

 

Jeder Mensch ist ein Geschenk Gottes

In der Geschichte „Jesus kam nach Liebenau“ wünscht sich Brock, dass wir die Menschen in Liebenau mit den Augen Jesu betrachten. „Er hatte einen Blick für blinde, lahme und taube Menschen. Mehr noch. Er bat uns, in den Menschen um uns, ihn selbst zu erblicken“, las er. Im sonntäglichen Gottesdienst treffe jeder Sänger seinen eigenen Ton, H. trage sommers wie winters den gleichen grün-gelben Schal und U. erinnere sich zwar an ihre Jugend und an ihren ersten Kuss, erkenne aber ihre eigenen Kinder nicht mehr. Sie alle dürfen sich als Geschenk von Gott empfinden – auch Menschen mit geistigen Einschränkungen und altersbedingtem Unterstützungsbedarf, die in den Einrichtungen der Stiftung Liebenau ins Leben hinein begleitet werden.

 

Wie viel Lächeln braucht ein Tag?

„Das Glück üben“ nimmt die Mitarbeiter in den Blick. „Wie viel Lächeln braucht ein Tag?“, fragt der Autor zu Beginn der Geschichte. Bleibt zwischen Alltagsroutine, Normalität und Pflichten überhaupt Zeit für ein Lächeln? In „Tausend neue Schritte“ fordert Brock dazu auf, sich neben den täglichen Schritten auch neue zu gönnen. „Sie sind nicht nur gesund für den Körper. Sie führen uns auch auf Wege, die wir gewohnt so gar nicht beschreiten würden.“ Sie müssten ja nicht gleich das ganze Leben verändern. „Aber ein Blick, eine Begegnung, ein Augenblick Veränderung am Tag, lässt uns ja auch den gesamten Tag anders erscheinen.“

 

Ein Rezept ist so gut wie der Koch

Brock plädiert in seinen Geschichten dafür, mehr auf die Beweggründe der Mitmenschen zu achten und sich ungeplante Zeiten der Ruhe zu gönnen. Sieht man die Geschichten in „Gemüsesuppe zum Kaffee“ als Rezeptsammlung, dann sind die Leser die Köche. „Gerichte, die gelingen, werden immer wieder neu gekocht. Andere, neue, probieren wir aus. Vielleicht erfinden wir aber auch ganz neue Rezepte“, forderte Prälat Brock auf. So kann man dieses Buch mit seinen 132 Seiten immer wieder zur Hand nehmen, um sich neue Inspiration zu holen.

 

Illustriert mit Bildern aus der Kreativwerkstatt in Rosenharz

Illustriert wurde das Buch mit inspirierenden Bildern von Künstlerinnen und Künstlern aus der Kreativwerkstatt der Stiftung Liebenau in Rosenharz. Es sind Menschen mit geistigen Behinderungen, oft auch mit psychischen Erkrankungen. Zusammen mit Kunsttherapeuten finden sie im Malen eine neue Sprache, sich selbst zum Ausdruck zu bringen.

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de