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Neues Pflegestärkungsgesetz bietet mehr Möglichkeiten zur Teilhabe

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Die Stiftung Liebenau Teilhabe lud zu einem Markt der Möglichkeiten ins Schloss nach Liebenau ein. Neben einem Vortrag über das neue Pflegestärkungsgesetz, wurden die unterschiedlichen Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung vorgestellt. In einem Raum im Schloss konnte man sich über verschiedene Wohnangebote informieren. In anderen Räumen ging es um Schule, Bildung und differenzierte Arbeitsmöglichkeiten, ambulante Unterstützungsleistungen oder die vielfältigen Angebote der Familienunterstützenden Dienste.

Jörg Munk, Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH, betonte, wie wichtig differenzierte und personenorientierte Angebote sind.

Andrea Müller vom Pflegestützpunkt Ravensburg referierte über die Neuerungen durch das zweite Pflegestärkungsgesetz.

Die Zuhörer waren bereits gut informiert und stellten konkrete Fragen.

Gegenseitiger Austausch, Hinweise und Tipps beim Rundgang durch den Markt der Möglichkeiten.

Verlässlichkeit und passgenaue Unterstützungsangebote

Zur Eröffnung der Veranstaltung betonte Jörg Munk, Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH, wie wichtig differenzierte und personenorientierte Angebote sind, um jedem Menschen mit Unterstützungsbedarf individuell das zu geben, was er braucht. „Wir begleiten diese Menschen verlässlich gut, damit sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben können“, so Munk und verwies auf die seit bereits zwölf Jahren bestehenden Familienunterstützenden Dienste (FUD) im Landkreis Ravensburg und im Bodenseekreis. Diese haben nun zum ersten Mal jene Plattform angeboten, bei der sich Betroffene über persönliche Erfahrungen austauschen und neue Informationen bekommen konnten.

 

Die Ressourcen des Menschen stehen im Mittelpunkt

Dazu zählte auch der Vortrag von Andrea Müller vom Pflegestützpunkt Ravensburg über das zweite Pflegestärkungsgesetz und den damit verbundenen Neuerungen. Diese sind seit Beginn des Jahres in Kraft und „dienen vor allem der Stärkung der häuslichen Pflege und Versorgung“, erläuterte Müller. Die Menschen sollen so lange wie möglich zu Hause versorgt werden können, was durch die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs unterstützt wird. Dieser ermöglicht eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung.

 

Nun orientiert sich die Pflegebedürftigkeit nicht mehr daran, wieviel Minuten ein Mensch am Tag Hilfe benötigt, sondern wie selbstständig er seinen Alltag bewältigen kann. Im Fokus steht die Selbstständigkeit des Menschen und die ihm dafür zur Verfügung stehenden Ressourcen und Fähigkeiten, und keine defizitorientierte Zeitmessung mehr. Dank dieser neuen Definition haben Menschen mit geistiger oder psychischer Beeinträchtigung den gleichen Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung, wie Menschen mit einem körperlichen Handicap. Damit haben nun mehr Menschen Anspruch auf Pflegeleistungen.

 

Austausch, Hinweise und Tipps

Wie gut die Zuhörer bereits informiert waren und wie engagiert sie die Interessen ihrer betroffenen Angehörigen vertraten, zeigte sich bereits während des Vortrags. Gegenseitiger Austausch, Hinweise und Tipps sowie konkrete Fragestellungen und kompetente Antworten der Referentin machten den praktischen Nutzen dieser Veranstaltung sichtbar. Der anschließenden Rundgang und das Kennenlernen verschiedener Möglichkeiten der Unterstützung durch die Stiftung Liebenau rundeten die Veranstaltung ab. So gingen nicht nur die Angehörigen mit vielen Anregungen nach Hause, auch die Veranstalter erhielten konstruktive Rückmeldungen zu ihren Angeboten.

 

 

 



Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de