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„Pflegelotsen“ helfen bei Fragen rund um Pflege

MECKENBEUREN/IMMENSTAAD - Wer Informationen rund um das Thema Pflege sucht, kann bei den vielen Einträgen im Internet schnell den Überblick verlieren. Auch bei den offiziellen, überregionalen Beratungsstellen gibt es meist keine individuellen, passgenauen Lösungen. Hilfestellung bieten hier seit dem letzten Jahr die Gemeinwesenarbeiterinnen der Stiftung Liebenau. Neben ihrer Funktion als Moderatorin der Hausgemeinschaft in den „Lebensräumen für Jung und Alt“ übernehmen die Mitarbeiterinnen nun auch die Rolle eines „Pflegelotsen“ und informieren bei ersten Fragen zur Pflege.

„Pflegelotsin“ Sabine Jung-Baß, Gemeinwesenarbeiterin in den „Lebensräumen für Jung und Alt“ in Immenstaad, hilft bei Fragen rund um das Thema Pflege gerne weiter.

Beratungsbedarf steigt

Eine von ihnen ist Sabine Jung-Baß, die seit drei Jahren als Gemeinwesenarbeiterin in Immenstaad tätig ist. Dort hat sie bislang nicht nur die Bewohner der Wohnanlage über Pflegemodelle aufgeklärt, sondern war auch im Auftrag der Gemeinde Immenstaad mit für die Seniorenberatung zuständig. Als Expertin auf diesem Gebiet möchte sie nun als „Pflegelotsin“ den Bürgerinnen und Bürgern weiterhelfen. Denn der Bedarf ist da. Interne Statistiken ihres Hauses belegen, dass die Zahl der Informationsgespräche in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen ist.

 

Hilfe im Pflegedschungel

„Das System der Altenhilfe ist mittlerweile hochkomplex. Das betrifft auch die Behinderten- und Krankenhilfe. Die Menschen brauchen immer mehr Informationen, um durch diesen ganzen Dschungel durchzusteigen“, berichtet Sabine Jung-Baß. Wie bekomme ich einen Pflegegrad? Was tun bei beginnender Demenz des Partners? Brauche ich einen Platz im Pflegeheim oder reicht ambulante Betreuung? Fragen dieser Art kann die Gemeinwesenarbeiterin beantworten und den meist persönlich betroffenen Ratsuchenden weiterhelfen, indem sie erstmal mit nüchternem Blick von außen die Lage sondiert und Prioritäten setzt. Auch wenn es bereits viele Beratungsstellen gibt, ist es schwierig, die Stelle herauszufiltern, die für das jeweilige, individuelle Problem zuständig ist. Hier kann Sabine Jung-Baß direkt Ansprechpartner vor Ort nennen oder gleich den Kontakt herstellen.

 

Bestehendes Netzwerk nutzen

Häufig wenden sich Betroffene oder deren Angehörigen in Notfällen an Sabine Jung-Baß, wenn etwa schnell ein Pflegeplatz benötigt wird. „Da kann ich einfach mein Netzwerk nutzen. Es ist ein großer Vorteil, dass wir so einen großen Träger haben. Da können wir im Stiftungsverbund sehr schnell miteinander nach Lösungen suchen“, erzählt sie, denn sie kennt sich in der lokalen, sozialen Szene bestens aus. Aus Erfahrung weiß sie, dass es viele Menschen große Überwindung kostet, in Pflegeheimen anzurufen und nach freien Plätzen zu fragen. Viele scheuen den Weg zur zuständigen Behörde, dem Landratsamt. Ihnen ist ein vertrautes Gesicht als Ansprechpartner lieber.

 

Die „Pflegelotsen“ der Stiftung Liebenau finden Ratsuchende vor Ort oder online in allen „Lebensräumen für Jung und Alt“.

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
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