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Plötzlich Klassenbeste

ULM – Früher: Schulängste, Lernschwierigkeiten und schlechte Noten. Heute: Klassenbeste, eine abgeschlossene Berufsausbildung und einen festen Job. Für Dagmar Hepp lief nach ihrem Neustart am Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) Ulm und der Max-Gutknecht-Schule der Stiftung Liebenau alles perfekt.

Freut sich über ein gutes Zeugnis und einen nahtlosen Übergang ins Arbeitsleben: Dagmar Hepp, Ex-Azubi des Regionalen Ausbildungszentrums (RAZ) Ulm.

Gemeinsam zum Ziel (v. li.): RAZ-Bildungsbegleiter Jochen Gerstner, RAZ-Ausbilderin Brigitte Hommel sowie Dagmar Hepp und ihre Mutter Rita.

Doch danach sah es lange nicht aus. In der Schule fühlte sie sich noch nie wohl, das Lernen fiel ihr schwer – regelrecht Angst hatte sie vor dem Unterricht. Niemals, so ihre damalige Einstellung, wollte sie noch einmal irgendwo die Schulbank drücken. Stattdessen jobbte Dagmar Hepp als ungelernte Mitarbeiterin in einer Firma. Doch da machte man ihr schnell klar: Ohne Ausbildung wird es auf Dauer schwer für sie werden, auf dem Arbeitsmarkt. Das sah auch die Bundesagentur für Arbeit so und vermittelte die junge Frau aus Oberstadion-Mühlhausen schließlich an das RAZ Ulm.

 

Traumberuf gefunden

Dann ging es schnell. Nur fünf Tage nach ihrem ersten Gespräch mit RAZ-Bildungsbegleiter Jochen Gerstner stieg Dagmar Hepp in ihre Ausbildung zur Verkaufshelferin im Bäckerhandwerk ein. Und das war genau ihr Ding. „Wie sie die Kunden angestrahlt hat, da habe ich gleich gedacht: Das ist die ideale Verkäuferin.“, erinnert sich Gerstner und schwärmt von Ausstrahlung und Einstellung seiner Ex-Auszubildenden mit den Worten „pünktlich, zuverlässig, freundlich.“ Mit diesen Voraussetzungen würde dann auch der Rest klappen, war sich der Sozialpädagoge schon damals sicher.

 

Rückendeckung und die richtige Förderung

Und so kam es dann auch. Vom RAZ und der Max-Gutknecht-Schule erhielt Dagmar Hepp die nötige Unterstützung, fand dort geduldige, engagierte und erfahrene Lehrer und Ausbilder vor. Auch von ihrer Mutter Rita bekam sie wichtige Rückendeckung. Und sie selbst tat auch alles für den Erfolg. Sie überwand ihre Schulangst, hatte am Ende nur einen einzigen, krankheitsbedingten, Fehltag in drei Ausbildungsjahren. Vor allem aber stand sie gerne hinter der Verkaufstheke. Anfangs in der RAZ-Bäckerei in der Schillerstraße 15, ab dem zweiten Lehrjahr in ihrem Praktikumsbetrieb, der Bäckerei Keck in Schemmerhofen.

 

Festanstellung nach Ausbildung

Auch die Noten wurden immer besser, ihre Ausbildung schloss die heute 22-Jährige in diesem Sommer sogar als Klassenbeste ab. „Und ich habe nebenher auch noch den Führerschein gemacht“, sagt sie stolz. Darüber hinaus engagierte sie sich für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler in der Teilnehmervertretung des RAZ sowie als Klassensprecherin. Und in ihrem Praktikumsbetrieb bewährte sich Dagmar Hepp so gut, dass sie jetzt dort als festangestellte Mitarbeiterin nahtlos übernommen wurde. „Wenn wir einen Sonderpreis für Absolventen vergeben würden,“, so Jochen Gerstner, „sie hätte ihn sich verdient“.

 

 

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