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Radtaschen so gefragt wie nie

MARKDORF – Der Fahrrad-Boom, der durch das E-Biken und jetzt durch die Pandemie eingesetzt hat, zeigt sich auch an den vollen Auftragsbüchern von VAUDE und der großen Auslastung der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) der Stiftung Liebenau in Markdorf. Rad- und Satteltaschen sind gefragt wie nie – und genau diese werden von Menschen mit Einschränkungen verarbeitet. Ob Ösen anbringen, Metallteile verbinden, Kordeln ablängen, verpacken und etikettieren, all diese Arbeitsschritte werden von den Beschäftigten hochkonzentriert und verlässlich ausgeführt.

VAUDEs Produktionsleiter Ralf Faiß (v.l.) beim Besuch der WfbM in Markdorf, zusammen mit dem Werkstattleiter Matthias Grupp und dem Beschäftigten Richard Merkle.

Arbeit satt: Die Werkstätten der Stiftung Liebenau sind schon lange Partner von VAUDE und übernehmen verschiedene Arbeitsschritte im Produktionsablauf etwa von Fahrradtaschen.

Ablaufprozesse werden ausgelagert

Ralf Faiß, Produktionsleiter von VAUDE, weiß die Zuverlässigkeit der Arbeiten durch WfbM Beschäftigte zu schätzen. Schon seit über 30 Jahren besteht die Kooperation zwischen dem Tettnanger Unternehmen und der Stiftung Liebenau. Flexibilität ist ein wichtiges Kriterium für die gelingende Zusammenarbeit. „Durch die Kooperation mit den Werkstätten der Stiftung Liebenau können wir einfache Tätigkeiten und Teilprozesse auslagern und müssen so keine hausinternen Arbeitskräfte oder Lagerplätze vorhalten.“ Aktuell ist VAUDE mit circa 30 Prozent größter Auftraggeber für die Markdorfer Werkstatt. Das Volumen hat während der Krise noch deutlich zugenommen. 

 

Unterstützung im Lockdown

Eigentlich eine gute Nachricht, doch in diesen Krisenzeiten ein Problem für den Leiter der Markdorfer Werkstatt Matthias Grupp. Denn durch den Lockdown waren die Werkstätten geschlossen, die Menschen mit Einschränkungen durften nicht mehr zur Arbeit gehen. Kurzerhand mussten die Teammitarbeiter der Werkstatt die Produktion selbst übernehmen, denn die Aufträge waren fristgerecht abzuliefern. Unterstützung dafür bekamen sie allerdings von VAUDE-Mitarbeitern selbst, die drei Tage lang, ebenfalls in der Werkstatt mitgearbeitet haben. Dies zu einem Zeitpunkt, als die WfbM langsam wieder hochgefahren wurde und die ersten Beschäftigten zu ihren Arbeitsplätzen zurückkehrten. „Dadurch hatten die Mitarbeitenden mehr Zeit, sich um die Rückkehrenden zu kümmern und den neuen Arbeitsbeginn gut zu begleiten“, freut sich Grupp.

 

Lokal, sozial und nachhaltig

Kurze Wege, soziale Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften zeichnet beide Firmen aus. Das zeigt sich auch in dem Ziel, Arbeitsabläufe immer wieder zu überdenken und für die Mitarbeitenden und Beschäftigten zu verbessern. Grupp hatte in der Zeit des Lockdowns die Möglichkeit, jeden einzelnen Arbeitsschritt und Arbeitsplatz noch einmal genau zu überprüfen und Arbeitsabläufe zu verändern. So wurde schnell ein neuer Montagestuhl für den Maschinenraum angeschafft, denn „auf einem normalen Stuhl ist es auf Dauer nicht sehr ergonomisch“, so Grupp. Faiß ergänzt für VAUDE, dass auch dort regelmäßig die Abläufe überprüft werden. „Manchmal ist es einfach besser, wenn die Produkte von links nach rechts zusammengefügt werden, als umgekehrt.“ Oft sind es also nur kleine Veränderungen, die große Auswirkungen haben und zu einem besseren Prozess führen. Deswegen ist Faiß auch besonders stolz bei VAUDE zu arbeiten: „Was bei VAUDE draufsteht, ist bei VAUDE auch drin und wird gelebt!“

 

 

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