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Sanierung hilft bulgarischem Kinderzentrum in die Zukunft

MECKENBEUREN/KITSCHEVO (BULGARIEN) – Wasserschäden, zugige Fenster und eine defekte Heizung gehören bald der Vergangenheit an. Die Stiftung Liebenau ist froh, dass das Kinderzentrum ihres Bulgarisch-Deutschen-Sozialwerks (BDS) endlich saniert werden kann. Drei Jahre dauerten die Verhandlungen mit der Gemeinde, an denen sich auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann beteiligte. Mit der Sanierung ist die Zukunft des Kinderzentrums, und damit die inklusive Betreuung und Förderung von 75 Kindern, in Kitschevo gesichert.

Das Kinderzentrum des BDS im Bulgarischen Kitschevo wird bei laufendem Betrieb saniert.

Einigung erzielt

Das Gebäude aus dem Jahr 1970 war dringend sanierungsbedürftig, wegen Wasser- und Senkungsschäden mussten einzelne Gebäudeabschnitte gesperrt werden. Ein Gutachten aus dem Jahr 2017 bezifferte den Sanierungsaufwand auf 500.000 Euro. „Wir haben lange verhandelt, denn in Bulgarien steht für soziale Projekte kaum Geld zur Verfügung“, berichtet BDS-Vorstand Axel Sans. Ein Schreiben des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann an den bulgarischen Ministerpräsidenten Bojko Borissow habe da sehr geholfen. Nun ist klar: Das BDS übernimmt einen Teil der Kosten, die wiederum zum Teil durch öffentliche Fördermittel abgedeckt sind. Im Gegenzug verlängert sich der Mietvertrag um weitere zehn Jahre. „Wir freuen uns, dass damit die Zukunft des Kinderzentrums gesichert ist“, sagt Sans.

 

Betrieb läuft weiter

Im Kinderzentrum in Kitschevo leben, spielen und lernen Roma und bulgarische Kinder gemeinsam. Dass dabei das soziale Miteinander im Fokus steht, ist keine Selbstverständlichkeit in Bulgarien. Die meisten Kinder sind im Vorschulalter. Außerdem leben 18 schulpflichtige Jugendliche unter der Woche im Kinderzentrum wie in einem Internat. Bis Ende nächsten Jahres sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein: Nach dem Dach folgt die Instandsetzung der Fenster, Fundamente und Heizung. Mit Rücksicht auf den laufenden Betrieb finden die Arbeiten vor allem in den Ferien statt.

 

Teilhabe für benachteiligte Menschen

Das Bulgarisch-Deutsche Sozialwerk St. Andreas (BDS) wurde 1998 in Varna gegründet, Gründungsmitglieder waren die Stiftung Liebenau, die Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn und die Metropolie von Varna und Veliki Preslav (bulgarisch-orthodoxe Kirche). Seit 2018 ist die Liebenau Bulgaria Mitglied an Stelle der Metropolie. Das BDS unterstützt Bulgarinnen und Bulgaren, die sich für eine bessere Bildungs- und Gesundheitssituation in ihrem Land einsetzen. Mit fachlich fundierter Sozialarbeit wird existenzielle Not gelindert. Benachteiligten Menschen werden so neue Perspektiven für eine Teilhabe an der bulgarischen Gesellschaft eröffnet. Dafür ist das BDS auf Spenden angewiesen.

 

Spendenkonto:

Freundeskreis des BDS

IBAN: DE75 6509 1040 0320 1480 09

BIC: GENODES1LEU

Volksbank Allgäu-Oberschwaben eG

 

 

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Pressekontakt:
Stiftung Liebenau
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