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Schutz der Menschen hat Priorität

Noch immer wird die Arbeit in allen Bereichen von der Corona-Pandemie bestimmt. Nachdem in Italien schon frühzeitig erste Infektionen bekannt wurden, gibt es seit Ende März in den deutschen Einrichtungen Erkrankte und leider auch Verstorbene zu beklagen. Mit Hochdruck arbeiten nach wie vor alle daran, den betreuten Menschen und den Mitarbeitenden möglichst großen Schutz zu bieten, Ansteckungsgefahren zu reduzieren und Infektionsketten zu unterbrechen.

Wie viele Menschen in den Unternehmen im Stiftungsverbund tatsächlich von dem Virus betroffen sind, lässt sich nicht eindeutig sagen. Für belastbare Infektionszahlen fehlt eine durchgängige Testung. Neben den bestätigt Infizierten gibt es vermutlich eine hohe Zahl nicht erkannter Infektionen. Zudem ist eine Reihe von Tests noch nicht ausgewertet. Ob und wann getestet wird, obliegt den jeweiligen Behörden und Hausärzten – und hier wird leider sehr unterschiedlich verfahren. Auch die Laborkapazitäten sind regional unterschiedlich.

 

In Deutschland waren Ende vergangener Woche insgesamt 16 Menschen als infiziert bestätigt, die in den Einrichtungen und Diensten stationär oder ambulant betreut werden. Vier der Infizierten sind bereits verstorben. 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben sich infiziert. Aus den österreichischen Einrichtungen wurde eine Infektion aus der Mitarbeiterschaft bekannt. In den Einrichtungen der Liebenau Schweiz sind bisher keine Infektionen aufgetreten. In Italien war die Lage bereits sehr viel früher dramatisch. Betroffen sind zwei Einrichtungen in der Lombardei und Südtirol. Mehr als 70 Menschen haben sich dort seit Beginn der Pandemie bestätigt infiziert, davon 31 Mitarbeitende. Die Zahl der Verstorbenen lässt sich wegen fehlender Tests nicht genau ermitteln. Bei zehn betreuten Menschen wurde eine Infektion als Todesursache bestätigt, vermutlich sind es weit mehr. (Die Zahlen beziehen sich auf die 100-Prozent-Gesellschaften zuzüglich der Fondazione S. Elisabetta in Südtirol.)

 

Schutzmaßnahmen in der Stiftung Liebenau

Bereits Anfang März wurden vielfältige Schutzmaßnahmen in der Stiftung Liebenau getroffen. In allen Häusern der Pflege gilt inzwischen ein Besuchsverbot, ebenso in den stationären Wohnangeboten für Menschen mit Behinderungen und in der St. Lukas-Klinik. Werkstätten sowie Förder- und Betreuungsbereiche sind geschlossen. Von den Schließungen der Schulgebäude in Baden-Württemberg sind neben der Don-Bosco-Schule in Hegenberg auch die Sonderberufsschulen im Berufsbildungswerk Adolf Aich in Ravensburg und im Regionale Ausbildungszentrum Ulm betroffen. Unterrichts- und Ausbildungsräume sind gesperrt, der Unterricht wurde weitgehend ins Internet oder – in der Don-Bosco-Schule – auf Arbeitsblätter verlegt. Fort- und Weiterbildungen der Akademie sind bis einschließlich 12. Juni gestrichen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungsbereichen befinden sich zu großen Teilen im mobilen Arbeiten. Alle öffentlichen Veranstaltungen sind bis zu den Sommerferien abgesagt, betroffen hiervon sind insbesondere die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der Stiftung Liebenau. In diesem Zusammenhang wurden auch die Tarifverhandlungen zwischen der Liebenau Leben im Alter und der Gewerkschaft ver.di einvernehmlich ausgesetzt.

 

Krisenmanagement

Seit März tagen Krisenstäbe in allen Bereichen, ebenso wurden Pandemiepläne ausgearbeitet. Ein übergeordneter Krisenstab mit Vorstand und Geschäftsführungen informiert, diskutiert und berät über Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Eine der größten Herausforderungen besteht darin, ausreichend Schutzausrüstung zu beschaffen. Die Verantwortlichen sind permanent auf der Suche nach Nachschub. Unterstützung hat die Stiftung Liebenau dankenswerterweise von verschiedenen Seiten, so auch von befreundeten Unternehmen, bekommen. Aufgrund der bereits jetzt absehbaren wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie – Mehrausgaben einerseits, zum Beispiel für Schutzausrüstung, Mindereinnahmen wegen geschlossener Dienste und Aufnahmestopp andererseits – werden die verschiedenen Schutzschirme und Hilfsprogramme für die Sozialwirtschaft auf Unterstützungsmöglichkeiten geprüft.

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
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