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So funktioniert der Landtag: Politiker besuchen Max-Gutknecht-Schule

ULM – „Schulbesuch vom Landtag“: Unter diesem Motto waren drei Abgeordnete des baden-württembergischen Parlaments zu Gast in der Ulmer Max-Gutknecht-Schule der Stiftung Liebenau. Von den Politprofis, darunter der stellvertretende Landtagspräsident, erfuhren die Schülerinnen und Schüler aus erster Hand, wie im Landtag Politik gemacht wird.

„Besuch aus dem Landtag“ stand für die Schülerinnen und Schüler der Ulmer Max-Gutknecht-Schule auf dem Stundenplan. Die Jugendlichen konnten dabei ihre Fragen loswerden und sich mit den Landespolitikern Martin Rivoir (4. v. li.), Wilfried Klenk (2. v. re.) und Daniel Rottmann (1. v. re.) fotografieren lassen.

Interesse an Politik wecken

Das Interesse der Jugendlichen für Politik und an der parlamentarischen Demokratie zu wecken – das ist dem Stuttgarter Landtag ein großes Anliegen. Deshalb machte Landtagsvizepräsident Wilfried Klenk (CDU) im Rahmen dieser Schulbesuchsaktion auch Station in der „Schillerstraße 15“ in Ulm und wurde dabei vom Ulmer MdL Martin Rivoir (SPD) und dem Ehinger Abgeordneten Daniel Rottmann (AfD) begleitet.

 

Der Landtag bekommt ein Gesicht

„Es ist wichtig für unsere Schüler, dass der Landtag ein Gesicht bekommt“, freute sich die stellvertretende Schulleiterin Sibylle Porske über den Besuch der Politiker. Diese informierten sich zunächst über das dortige Bildungsangebot. Die Max-Gutknecht-Schule (MGS), so berichtete Cornelia Schaal vom Leitungsteam, richte sich als private und sonderberufliche Schule an Jugendliche mit besonderem Teilhabebedarf, „die an regulären Berufsschulen nicht klarkommen würden“. In enger Zusammenarbeit mit dem ebenfalls in der „Schillerstraße 15“ beheimateten Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) unterstützt sie Teilnehmer auf ihrem Weg in einen anerkannten Beruf.

 

Der Vizepräsident als Lehrer

Doch dann ging es für die Gäste auch schon ins Klassenzimmer, wo die jungen Menschen gespannt auf die Politiker warteten. „Wir vertreten die elf Millionen Menschen in Baden-Württemberg“, stellte Landtagsvizepräsident Klenk sich und seine beiden Kollegen vor, ehe er für eine ganze Schulstunde die Regie übernahm. Dabei erklärte er den Jugendlichen anschaulich, wie das mit der Landtagswahl so abläuft, wie aus 70 Wahlkreisen 143 Abgeordnete nach Stuttgart geschickt werden, welche Fraktionen dort vertreten sind und wie die typische Arbeitswoche eines Parlamentariers aussieht. „Der Landtag“, so betonte Klenk, „entscheidet übrigens über Bildungspolitik“. Und nicht nur in diesem Punkt gebe es vielfältige Meinungen. Mitunter werde im Plenarsaal kontrovers gestritten und diskutiert. Aber: „Das ist Demokratie, das ist Politik.“

 

Viele Schülerfragen

Nach diesem Crashkurs zum politischen System im Land rief Wilfried Klenk die Schüler dazu auf, „alles zu fragen, was ihr immer schon wissen wolltet von der Politik“. Und das war einiges. Vom Gesundheitswesen bis zum Arbeitsrecht, von der Verkehrspolitik, den drohenden Fahrverboten für Diesel-PKW über die Energiewende bis hin zu Hartz IV reichten die Themen, die den Jugendlichen unter den Nägeln brannten. Zudem wollten sie von den Politikern vor dem Hintergrund der Digitalisierung und Robotisierung erfahren: „Hat mein Beruf Zukunft?“ Und dann – an den CDU-Politiker Klenk gerichtet – auch noch: „Arbeiten Sie mit Angela Merkel?“ Nicht direkt, so die schmunzelnde Antwort, aber in Bezug auf die Partei sei sie „meine oberste Chefin“.

 

Politik zum Anfassen

Ein Rundgang durch die Schule sowie ein gemeinsames Mittagessen, das von den Berufsschülerinnen und -schülern der MGS gekocht und serviert wurde, rundeten den „Schulbesuch vom Landtag“ ab. Für die Jugendlichen gab es an diesem Tag einmal Politik zum Anfassen, und die Abgeordneten nahmen nach eigenen Worten „einen allerbesten Eindruck von der Einrichtung, den Lehrkräften und Schülern sowie der Atmosphäre im Haus“ mit zurück nach Stuttgart.

 

 

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