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Special Olympics: Siegen ist schön – dabei sein ist alles!

KRESSBRONN – Jubelschreie und Schiedsrichterpfiffe, glückliche Kicker und zufriedene Organisatoren bei einem besonderen Fußballturnier: Auf dem Sportgelände des SV Kressbronn fanden am vergangenen Mittwoch die Qualifikationsspiele der Special Olympics Süd-Württemberg statt. Nicht alle der 23 Mannschaften bestehend aus Kickern mit Einschränkungen konnten siegen. Aber alle hatten Spaß. Welchen Stellenwert Fußball in der Stiftung Liebenau hat, zeigten gleich sieben Mannschaften, die von dort an den Start gingen. Zwei dieser Mannschaften kamen mit sechs anderen weiter und spielen beim Landeswettbewerb am 15. Juli in Stuttgart.

Die beiden Siegermannschaften der Gruppe A Lokomotive Hegenberg 4 und Dynamo Lukas freuten sich über ihren Sieg. Sie treten nun beim Landesausscheid der Special Olympics Süd-Württemberg in Stuttgart an.

Den Fairplay-Fußball gab es auch für den FC Rosenharz.

Begehrte Trophäen: Die Siegerpokale.

Freiwilliger Einsatz lässt Turnier gelingen

Hoch her ging es auf dem Sportgelände am Rande von Kressbronn. Rund 200 aktive Spieler waren aufgelaufen, aber auch etwa 50 Betreuer, sechs geprüfte Schiedsrichter, zwei Rotkreuz-Helfer und natürlich zahlreiche interessierte Zuschauer. Viele ehrenamtlich Engagierte vom SV Kressbronn sorgten dafür, dass beim Turnier alles reibungslos klappte. Die Vorstände, der Hauptkassier und Jugendtrainer vom SV Kressbronn haben sich für das Turnier freigenommen. Alle, egal ob Helfer, Kicker oder Zuschauer, verliehen dem Tag ein besonderes Gewicht.

 

Sieg ist Ticket zum Landesausscheid

Unter den Siegermannschaften waren gleich zwei der Stiftung Liebenau: Lokomotive Hegenberg 4 und Dynamo Lukas belegten Platz 1 und 2 in Gruppe D. Sie fahren nach Stuttgart zum Landesfinale, um sich dort erneut mit anderen Mannschaften zu messen. Bei den Siegern war der Jubel entsprechend groß. Die anderen Spieler freuten sich mit ihnen, auch wenn es für sie selbst nicht zum Sieg reichte. „Solch ein Turnier ist ein Highlight, meinte Holger Zielonka, der zusammen mit Frederik Weiss den FC Rosenharz trainiert. „Dabei sein ist alles“, war von vielen aktiven Spielern zu hören. Ein Turnier ist für sie ein wichtiges Ziel, das beim wöchentlichen Training noch mehr motiviert. Aber es gab noch mehr Sieger. Nämlich aus jeder der vier Gruppen die Mannschaft, die besonders fair gespielt hat. Auch der FC Rosenharz 1 bekam einen „Fairplay-Fußball“ als Trophäe, der sogleich zum Einsatz kam.

 

Gelungenes Gemeinschaftswerk

Noch vor der Siegerehrung nutzte Eberhard Bleher die Gelegenheit, um allen zu danken, die die Spiele ermöglichten: „Es ist alles gut gelaufen. Es waren super Spiele“, meinte der Bereichsleiter der Hilfen zur Erziehung und Teilhabe im Fachzentrum Hegenberg der Stiftung Liebenau. Er und einige seiner Mitarbeiter waren gemeinsam mit dem SV Kressbronn bei der Organisation mit von der Partie. Vor allem dankte er aber Hauptorganisator Erwin Hecht, der nicht nur beim SV Kressbronn, sondern auch zusammen mit Marcel Wohlgemuth die Hegenberger Mannschaften trainiert. Erwin Hecht zeigte sich zufrieden über das erfolgreiche und weitgehend verletzungsfreie Turnier bevor er die Pokale vergab.

 

Die gelungene Veranstaltung kam bei Aktiven und Besuchern so gut an, dass viele nach Wiederholung in Kressbronn fragten. Doch vorher sind die Sieger in Stuttgart gefragt. Dann heißt es wieder: Gewinnen ist schön - dabei sein ist alles!

Informationen:

 

1968 wurden die Special Olympics von Eunice Kennedy-Shriver, einer Schwester von John F. Kennedy, ins Leben gerufen. Die Spiele sind mit nahezu fünf Millionen Athleten in 170 Ländern vertreten. Special Olympics Deutschland (SOD) ist die deutsche Organisation dieser weltweit größten, vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell anerkannten Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

 

 

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