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Spezialist an der Papierpresse im Wertstoffhof

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Wohin mit dem Müll? Wie schaffen wir es, Müll zu reduzieren und den übrigen so gut wie möglich zu verwerten? Auch für die Stiftung Liebenau sind das wichtige Aufgaben. Einer, der einen tatkräftigen Beitrag zur Müllverwertung leistet, ist Mathias Müller. Durch die Liebenauer Arbeitswelten hat er einen Job auf dem Wertstoffhof in Liebenau bekommen.

Gefüttert mit Kartons und Altpapier: An der Papierpresse kennt sich Mathias Müller bestens aus.

Das Ziel: So wenig Restmüll wie möglich.

Alles wird ordentlich sortiert

Plastikverpackungen, Holzabfälle, Elektroschrott und Papier: Im Wertstoffhof in Liebenau nimmt Mathias Müller das Material entgegen, mit dem die Liebenauer Betriebe, die Wohngruppen und die Verwaltung nichts mehr anfangen können. „Ziel ist, alle Materialien so ordentlich wie möglich zu sortieren, damit sie wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden können und so wenig Restmüll wie möglich entsteht“, erläutert Arbeitserzieher Markus Miller. Auf Mathias Müller, der seit 2012 in der LiGAS beschäftigt ist, kann er sich verlassen.

 

25 Tonnen Altpapier im Vierteljahr

„Am liebsten arbeite ich an der Papierpresse“, erzählt Müller. Er wohnt bei seinen Eltern in Meckenbeuren und fährt jeden Tag mit dem Bus oder dem Fahrrad zur Arbeit. Zuerst reißt er die Kartons in eine passende Größe und füttert die Presse mit einem Stück nach dem anderen. Immer wieder drückt er auf den Knopf, damit das Material verdichtet wird. Wenn die Größe eines Ballens mit einem Gewicht von etwa einer halben Tonne erreicht ist, zieht er vier Abbinde-Drähte stramm und verwickelt sie so ineinander, dass der große Ballen zusammenhält. Mithilfe eines Hubwagens fährt der 25-Jährige den Ballen in die Halle und setzt ihn mit dem Hubstapler auf die bereits vorhandenen. „Dann kommen sie in die Papierfabrik und werden recycelt“, weiß Mathias Müller. Innerhalb von drei bis vier Monaten kommen auf diese Weise rund 25 Tonnen Altpapier zusammen.

 

Auch Computer werden zerlegt

Wenn ein alter PC auf dem Wertstoffhof abgegeben wird, lässt Mathias Müller alles stehen und liegen. Interessiert er sich doch sehr für Computer und alles, was mit ihnen zusammenhängt. Jetzt heißt es Festplatten, Laufwerke und Platinen ausbauen und sortieren. „Die Arbeit auf dem Wertstoffhof liegt ihm einfach“, hat Arbeitserzieher Miller festgestellt. Hier kenne er sich sehr gut aus und übernehme eine gewisse Verantwortung. Verlange doch die neue Gewerbemüllverordnung ein sehr genaues Sortieren aller Reststoffe.

Liebenauer Arbeitswelten

1968 eröffnete in Liebenau die erste Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Damit konnten die Beschäftigten erstmals an wirtschaftlicher Produktivität und an einem geregelten Arbeitsleben teilhaben. Heute arbeiten knapp 600 Beschäftigte an 13 Standorten auf vielfältigen Arbeitsplätzen, im Berufsbildungs- oder Förder- und Betreuungsbereich. Jobcoaches begleiten beim Einstieg in den Ersten Arbeitsmarkt.

 

Weitere Infos: Liebenauer Arbeitswelten

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
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