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Stiftung Liebenau begrüßt Debatte über soziale Dienstpflicht

MECKENBEUREN – Bundespräsident Steinmeier regte Mitte Juni an, eine öffentliche Debatte über die Einführung eines sozialen Pflichtdiensts für junge Menschen in Deutschland zu führen. Die Stiftung Liebenau unterstützt diesen Gedanken.

Kernanliegen des Staatsoberhaupts ist, dass ein entsprechender Pflichtdienst für junge Menschen einen Beitrag zur Stärkung des Gemeinwesens leisten kann. Sich für eine bestimmte Zeit in den Dienst der Gesellschaft zu stellen – zum Beispiel im Pflegebereich oder in Einrichtungen für Menschen mit Assistenzbedarf – helfe, Vorurteile abzubauen und den Gemeinsinn zu stärken. 

 

Gesellschaftliche Verantwortung
Die Gelegenheit für einen solchen Vorstoß zu nutzen, das halten auch die Verantwortlichen in der Stiftung Liebenau für eine gute Idee – in zweierlei Hinsicht. Als zivilgesellschaftlichem Akteur ist der Stiftung zum einen die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, im Sinne des Leitgedankens Freiheit in Verantwortung, ein wichtiges Anliegen: zum Wert der Freiheit des Individuums in der Gesellschaft gehört ein Bewusstsein für eine gleichzeitige Verantwortung einer und eines jeden Einzelnen für das Gemeinwesen. Zum anderen kann eine soziale Dienstpflicht für junge Menschen einen Beitrag leisten, den dramatischen Fachkräftemangel in Einrichtungen und Diensten der sozialen Arbeit zumindest teilweise zu entschärfen. Gerade unter dem Brennglas Corona hat sich die bereits vor der Pandemie angespannte Fachkräftesituation nochmals besorgniserregend zugespitzt. 

 

Sorgearbeit kennenlernen
Eine Unterstützung im Sozialbereich für eine bestimmte Zeit, kann nicht nur helfen, soziale Kompetenzen zu entwickeln, vielmehr wird soziales Engagement so zu einem Teil der Ausbildung sowie der Persönlichkeitsentwicklung zwischen Schule, Ausbildung, Studium und Berufseinstieg. So können in der Pflege gewonnene Erfahrungen im Dienst am Nächsten hilfreiche persönliche Lernerfahrungen mit Blick auf künftige, familiäre Sorgearbeit sein.

 

Sorgeberufe ergreifen
Darüber hinaus kann ein Einsatz im Rahmen einer sozialen Pflichtzeit dazu führen, dass junge Menschen sich nach dieser Erfahrung für eine weitergehende Tätigkeit im Sozialbereich entscheiden. Der 2011 abgeschaffte Zivildienst hatte diesen Magneteffekt in vielen Fällen – insbesondere bei jungen Männern, die bis zu Ihrem Zivildienst eine Tätigkeit im Sozialbereich bis dato überhaupt nicht als berufliches Ziel gesehen hatten. 

 

Finanzierung sicherstellen
In der grundsätzlichen Debatte über eine neue, soziale Pflichtzeit für junge Menschen, bedürfe es einerseits der Klärung des Verhältnisses einer solchen zu den Zivildienst-Nachfolgeprogrammen, wie dem Freiwilligen Sozialen Jahr, dem Freiwilligen Ökologischen Jahr oder des Bundesfreiwilligendienstes. Zudem brauche eine soziale Dienstpflicht eine adäquate Honorierung, um attraktiv zu sein, so die Stiftungsverantwortlichen. 

Ein Freiwilligendienst wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der „Bufdi“, Bundesfreiwilligendienst (BFD), bieten dir die Möglichkeit, dich persönlich weiterzuentwickeln und soziale Berufe näher kennen zu lernen. Dabei kannst du Menschen begleiten und unterstützen oder auch deine handwerklichen Fähigkeiten und dein technisches Wissen für Menschen einsetzen. In der Stiftung Liebenau kannst du deinen Freiwilligendienst in ganz unterschiedlichen Aufgabenbereichen wählen, egal ob soziales Jahr oder Bufdi-Stelle. Du kannst dich gleich hier um eine FSJ- oder Bufdi-Stelle bewerben. Die Einsatzstellen findest du weiter unten.

 

Übrigens: Das FSJ wird als Wartezeit fürs Studium und gegebenenfalls als Vorpraktikum für die Ausbildung im sozialen Beruf anerkannt.

 

 

Inklusion ist bunt, vielfältig – und niemals langweilig. Wie lebendig Inklusion in der Stiftung Liebenau umgesetzt wird, lesen Sie in unserem Newsletter „Liebenau inklusiv“ > 

 


Pressekontakt:
Stiftung Liebenau
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