Seitlich streichen für weitere Aufgabenfelder <>

Stiftung Liebenau stärkt Hospiz- und Palliativkultur in der Pflege

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Die Stiftung Liebenau lud zum Fachtag Hospiz- und Palliativkultur in der stationären Altenpflege ins Schloss Liebenau ein. Im Fokus der Tagung standen aktuelle Entwicklungen, wandelnde Anforderungen sowie Möglichkeiten zur Förderung der palliativen und hospizlichen Versorgung alter Menschen.

Dr. Alexander Lahl, Geschäftsführer der Unternehmen der Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume, begrüßte die zahlreichen Teilnehmer des Fachtags Hospiz- und Palliativkultur in der stationären Altenpflege im Schloss Liebenau.

Dr. Gudrun Silberzahn-Jandt, vom Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart, führte in die Thematik des Fachtages ein und beleuchtete die unterschiedlichen Dimensionen der Hospiz- und Palliativkultur.

Regelmäßige Sensibilisierung und Schulung

Mit der zunehmenden Zahl betagter und hochbetagter Menschen steigt der Bedarf an hospizlicher Begleitung, palliativmedizinischer und -pflegerischer Versorgung sowie an psychosozialer und spiritueller Begleitung bis zum Lebensende. „Hinzu kommt, dass durch den allgemein immer späteren Einzug in Pflegeeinrichtungen und der sich damit verkürzenden letzten Lebensphase auch in unseren Häusern der Pflege immer häufiger Bewohnerinnen und Bewohner versterben werden. Darauf wollen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbereiten und sie in regelmäßigen Schulungen für die Bedürfnisse sterbender Menschen sensibilisieren“, so Dr. Alexander Lahl, Geschäftsführer der Unternehmen der Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume.

 

Vielfältige Einflussfaktoren und Dimensionen

Dr. Gudrun Silberzahn-Jandt, die im Kompetenzzentrum Sozialpolitik im Kompetenzfeld Gesundheit des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V. tätig ist, führte in die Thematik des Fachtages ein und beleuchtete die unterschiedlichen Dimensionen der Hospiz- und Palliativkultur: Als zentrale Einflussfaktoren ging sie, neben der hospizlich-palliativen Versorgung, auf die Organisations- und Kommunikationsstrukturen, den zwischenmenschlichen Umgang (sowohl unter den Mitarbeitern als auch mit den Bewohnern), die interprofessionelle Vernetzung, die Abschiedskultur und die Häufigkeit der Sterbefälle in den Pflegeeinrichtungen ein.

 

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen

Konkrete Handlungsempfehlungen sowie Aufgaben und Ziele zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativarbeit formuliert die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Ihre fünf Leitsätze umfassen folgende Schwerpunkte: Ethik, Recht und öffentliche Kommunikation, Versorgungsstrukturen, Aus-, Weiter- und Fortbildung, Entwicklungsperspektiven und Forschung sowie europäische und internationale Dimensionen. Mit ihrer Unterschrift im März dieses Jahres verpflichtet sich die Stiftung Liebenau, die Anforderungen der Charta umzusetzen.

 

Neues Gesamtkonzept der Hospiz- und Palliativversorgung

Auf Grundlage dieser fünf Leitsätze wurden im Rahmen des Fachtags erste Ansätze zur Förderung der Hospiz- und Palliativkultur in der Stiftung Liebenau aufgestellt. „Bis Ende des Jahres wird in unseren Regionen an diesen Ansätzen weitergearbeitet. Die Ergebnisse fließen schließlich zu einem neuen Gesamtkonzept zusammen, das unsere Mitarbeitenden im Umgang mit sterbenden Menschen leitet und unseren Anspruch einer ganzheitlichen hospizlich-palliativen Versorgung weiterhin sicherstellt“, so Lahl.

 

 

Wenn Sie sich für unseren Newsletter Inklusion interessieren, melden Sie sich bitte hier an >

 



Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
presse@stiftung-liebenau.de