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Stiftung Liebenau stellt Quartiersarbeit neu auf

MECKENBEUREN-LIEBENAU - Die Gemeinwesenarbeit der Stiftung Liebenau erhält ein Update und wird neu organisiert. Die bisher in der Pflege verorteten „Lebensräume für Jung und Alt“ werden gesellschaftsübergreifend angesiedelt. Der Fokus der Gemeinwesenarbeit erweitert sich von den Wohnanlagen auf das Quartier. Andreas Schmid übernimmt die Leitung des neuen Bereichs. 

Die neuesten „Lebensräume für Jung und Alt“ befinden sich in Owingen (Fotomontage: k-r-projekte)

Leitet die neue Abteilung Quartiersarbeit der Stiftung Liebenau: Andreas Schmid.

Eine von 30 Wohnanlagen „Lebensräume für Jung und Alt“ steht in Eriskirch. 

Zeit für ein Update
In den letzten Jahren sind die Inklusion von Menschen mit Assistenzbedarfen, Fragen von Migration und Integration geflüchteter Menschen sowie die Prävention, zusätzliche Schwerpunkte im Handeln von Städten, Gemeinden und sozialen Organisationen geworden. „Vor dem Hintergrund dieser gesellschaftlichen Entwicklungen, ist es an der Zeit für ein Update bei der Gemeinwesenarbeit und einer strukturellen Anpassung“, halten die Vorstände der Stiftung Liebenau Dr. Berthold Broll, Dr. Markus Nachbaur und Prälat Michael H. F. Brock fest. 

 

Neue Abteilung 
In der Stiftung Liebenau gibt es eine hierfür neu eingerichtete, gesellschafts- und bereichsübergreifende Abteilung Quartiersarbeit. Andreas Schmid leitet diese. Der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Meckenbeuren übernimmt diese Aufgabe zusätzlich zu seiner Haupttätigkeit als Geschäftsführer der RheinMainBildung. Die neue Abteilung wird weiterhin eng mit der Pflege und mit weiteren Bereichen, wie der Teilhabe, zusammenarbeiten. Eine fachliche Steuerungsgruppe begleitet sie und bringt zusätzliche Expertise ein, wie zum Beispiel aus der Arbeit des Netzwerks: Soziales neu gestalten (SONG), in welchem die Stiftung Liebenau aktiv ist.

 

Von der Gemeinwesenarbeit zur Quartiersarbeit
Das bewährte Konzept der „Lebensräume für Jung und Alt“ mit der Gemeinwesenarbeit wird an die gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst und weiterentwickelt. Dabei soll die Quartiersarbeit künftig noch stärker auf die von Standort zu Standort unterschiedlichen, kommunalen Gegebenheiten und Besonderheiten eingehen – im engen Austausch mit den kommunal zuständigen Stellen. Der Fokus erweitert sich vom solidarischen Miteinander der Generationen in den Wohnanlagen, auf die Inklusion weiterer Bevölkerungsgruppen sowie die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in den umgebenden Quartieren der Städte und Gemeinden.

 

Offen sein
„Künftig wird es bei der Quartiersarbeit mehr und mehr darauf ankommen, dass diese offen für verschiedene Themen und Zielgruppen in den jeweiligen Sozialräumen vor Ort ist“, ergänzt Andreas Schmid. Mit Blick auf die Quartiersarbeit vor Ort sei es notwendig, weg vom Denken in starren Säulen zu kommen, so Schmid weiter. Die Stiftungsverantwortlichen sind überzeugt: Genau hierfür bieten die gewachsenen Netzwerke rund um die „Lebensräume für Jung und Alt“ der Stiftung Liebenau eine ideale Ausgangsbasis. 

 

Erfolgsmodell 
Bereits seit Mitte der 1990er-Jahre ist die Gemeinwesenarbeit fester Bestandteil in den Wohnanlagen nach dem Konzept der „Lebensräume für Jung und Alt“. In den Wohnanlagen kümmern sich Gemeinwesenarbeiterinnen und Gemeinwesenarbeiter insbesondere um das solidarische Miteinander der Generationen.

 

Lebensräume in Owingen
Ab Mitte Juli nimmt die Gemeinwesenarbeit in Owingen ihre Arbeit auf. Angesiedelt ist diese in der jüngsten Wohnanlage nach dem Konzept der „Lebensräume für Jung und Alt“. Die Bodenseegemeinde beheimatet die mittlerweile 30. Wohnanlage des Liebenauer Erfolgsmodells in Deutschland. In Österreich und Südtirol sind mittlerweile zwei Wohnanlagen jenseits der Landesgrenzen entstanden. 
 

 

 

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