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Vom Solitär zum Partner im sozialen Raum

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Die Erfolgsstory begann bereits vor knapp 15 Jahren. Mit der Teilnahme an einem Sonderförderprogramm der Aktion Mensch startete die Stiftung Liebenau einen Prozess zur Dezentralisierung von Wohnangeboten für Menschen mit Behinderungen - ein Umbauvorhaben mit umfassenden fachlichen, organisatorischen und baulichen Konsequenzen. Vor dem Abschluss des Förderprogramms zum Ende des Jahres 2018, trafen sich nun die Projektverantwortlichen der Aktion Mensch, des Deutschen Caritasverbandes (DCV) und der Stiftung Liebenau.

Die Verantwortlichen des Projekts zur Dezentralisierung von Wohnangeboten für Menschen mit Behinderungen der Aktion Mensch, des Deutschen Caritasverbandes (DCV) und der Stiftung Liebenau im Gespräch.

Die Vertreter der Stiftung Liebenau zeigten den Gästen von Aktion Mensch und dem Deutschen Caritasverband die dezentralen Wohnformen für Menschen mit Behinderungen (v. li.): Susanne Kick, Dr. Markus Nachbaur (beide Stiftung Liebenau), Norbert Bruchhausen (Aktion Mensch), Ingrid Hüfner, Richard Hoch (beide DCV), Annika Maier, Jörg Munk, Matthias Schyra (Stiftung Liebenau), Luitgard Kreutzer (Aktion Mensch) sowie Bernhard Hösch (Stiftung Liebenau).

„Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit der Aktion Mensch auf einen erfolgreichen Weg zurückblicken zu können“, sagte Dr. Markus Nachbaur, Vorstand der Stiftung Liebenau. Im Jahr 2003 hatte man mit der Aktion Mensch den Abbau von insgesamt 355 Plätzen für Menschen mit Behinderungen an den drei Stammorten vereinbart, um diese in dezentrale, gemeindenahe Angebote zu überführen. Dafür sicherte die Aktion Mensch eine nachhaltige Förderung der verschiedenen Projektbausteine zu. Schließlich galt es, nicht nur massive bauliche Veränderungen vorzunehmen, sondern auch ambulante und familienunterstützende Dienstleistungsstrukturen völlig neu aufzubauen.

 

Ziel beinahe erreicht

15 Jahre später ist das damals vereinbarte Ziel nun fast erreicht. Auch, weil man in der Liebenau Teilhabe, die innerhalb der Stiftung projektverantwortlich ist, die Organisation neu strukturierte. „Wir haben uns organisatorisch zunehmend sozialräumlicher ausgerichtet, um den neuen Strukturen gerecht zu werden und lokaler Partner vor Ort zu sein“, erläuterte Jörg Munk, Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe. Die drei großen Stammorte in Liebenau, Hegenberg und Rosenharz wurden und werden sukzessive aufgelockert, modernisiert und für andere Nutzungen geöffnet. Parallel entstanden zahlreiche kleinere, gemeindenahe Angebote, die ein Leben im städtischen Umfeld ermöglichen.

 

Neue Wohn- und Betreuungsformen

Das Meistern der organisatorischen Herausforderungen würdigte auch Norbert Bruchhausen, Leiter Investitionsförderung bei der Aktion Mensch. „Im Verlauf eines so langfristigen Vorhabens erneuern sich fortlaufend die Erkenntnisse. Es kommen neue Wohn- und Betreuungsformen hinzu, die in den weiteren Prozess zu integrieren sind.“ Dass genau das in der Stiftung Liebenau gelungen ist, davon überzeugten sich die Verantwortlichen von Aktion Mensch und DCV bei dem Besuch. Gemeinsam wurden der deutlich veränderte und geöffnete Stammort Rosenharz sowie die neuen Wohnorte in Ravensburg und in Oberteuringen besichtigt. Mit den weiteren geplanten Konzepten werden die verbleibenden Plätze noch im Laufe der kommenden Monate dezentralisiert. Die Zielvereinbarung wird also planmäßig zum Ende des Jahres erreicht.

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
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Telefon +49 7542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de