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Wolfgang Közle: Ein Vollblut-Pädagoge wird in den Ruhestand verabschiedet

MECKENBEUREN-HEGENBERG – Nach 35 Jahren Lehrtätigkeit und vier Jahren Schulleitung der Don-Bosco-Schule (Stiftung Liebenau) geht Wolfgang Közle zum Schuljahresende 2016/2017 in den Ruhestand. Auf der Verabschiedungsfeier letzten Mittwoch in Hegenberg wurde Közle gebührend gewürdigt und verabschiedet.

Wolfgang Közle geht in den Ruhestand. Gebührend wurde er verabschiedet (v. li.): Jörg Munk (Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe), Wolfgang Közle, Manfred Kohler (Nachfolger von Közle), Markus Wursthorn (Geschäftsleiter Schule, Erziehung, Bildung und Arbeit der Liebenau Teilhabe).

Peter Pux, Singer-Songwriter aus Ravensburg, überbrachte ebenso ein musikalisches Ständchen.

Der Lehrerchor der Don-Bosco-Schule verabschiedete ihren Rektor singend.

„Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“ dieses Motto des heiligen Don Bosco beschreibe Közle sehr treffend, so Markus Wursthorn, Geschäftsleiter Schule, Erziehung, Bildung und Arbeit der Liebenau Teilhabe. Er eröffnete die Feierlichkeit und berichtete von Közles Werdegang. 1980 begann Közle als Grund- und Hauptschullehrer an der Don-Bosco-Schule seine Lehramtstätigkeit. Er habe großen Teamgeist bewiesen und die Zusammenarbeit sei ihm immer sehr wichtig gewesen, betonte Wursthorn. Nach einem Zusatzstudium in Sonderpädagogik, blieb Közle der Stiftung Liebenau während 35 Jahren treu. 2013 übernahm Közle, nach 4 Jahren als Konrektor, die Schulleitung. Durch den Rückhalt im Kollegium, war diese Aufgabe gut zu meistern. „Da bin ich zu Hause“ beschrieb Közle selbst seine Zeit.

 

„Aggiornamento“ für die Don-Bosco-Schule

Dr. Heinz-Joachim Schulzki, Schulamtsdirektor i. K. der Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sprach über die relativ kurze Amtszeit, die Közle als Schulleiter tätig war. Er verglich sie mit der Amtszeit von Papst Johannes XXIII. Auch diese war nur von kurzer Dauer, doch passte er durch das so genannte „aggiornamento“ die katholische Kirche an die Gegenwart an. Auch Közle habe die Don-Bosco-Schule „umgebaut, angebaut, renoviert und restauriert“, erläuterte Schulzki. So brachte er den Umbau von der Sonderschule zum Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum voran und sicherte damit der Schule „ein respektables Standing in der Region“.

 

Er baute verschiedene Kooperationen mit Regelschulen auf und schaffte dadurch inklusive Klassen, unter anderem in Tettnang und Friedrichshafen. Als Vorreiter auf dem Gebiet des inklusiven Lernens, ist es Közle, zusammen mit Rektor Eugen Weber von der Manzenbergschule in Tettnang, gelungen, Inklusionsklassen mit einem durchgehend gemeinsamen Lernangebot für Kinder mit und ohne Einschränkungen anzubieten und so eine neue Form des individuellen Lernens zu schaffen.

 

Engagierter und verlässlicher Partner

„Bunt, ruhig, nicht chaotisch, sehr angenehm.“ So beschrieb Bernhard Straile, Regierungsschuldirektor des Regierungspräsidiums Tübingen, die Zusammenarbeit mit Közle. Er zeigte humoristische Einblicke in Közles Historie. Besonders seine wissenschaftliche Abschlussarbeit über die Feld- und Hausspitzmaus sorgten für Erheiterung. Közle bewahre immer das Wohl des Kindes im Auge und zeichne sich durch seine absolute Zuverlässigkeit aus. Edgar Wöhrle vom Staatlichen Schulamt Markdorf, beschrieb Közle als „Fels in der Brandung, der engagiert in der Gruppe steht“. Gemeinsam überreichten sie Közle einen Hut, eines seiner Markenzeichen, denn ohne Hut ist Közle nur selten anzutreffen.

 

Ein Vollblutpädagoge mit Leib und Seele

Jörg Munk, Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe, dankte Közle für seine Arbeit als „Vollblut-Pädagoge mit Leib und Seele“. Munk würdigte die Entwicklungsarbeit in Hegenberg sowie die enge Zusammenarbeit und Kooperation mit den Akteuren und beschrieb die Don-Bosco-Schule als „gut aufgestellt“. Die Weiterentwicklung des Hegenbergs zu einem pädagogisch, therapeutisch und medi­zinischen Fachzentrum und der Zugang zur Bildung mit Anschlussperspektiven seien nur zwei Bereiche, die Közle aktiv mitgestaltet hat.

 

Neue Herausforderungen gemeinsam meistern

Közle selbst mahnte vor den Herausforderungen der nächsten Jahre. Die Don-Bosco-Schule müsse immer weiter neu justiert und eingestellt werden. Er bedankte sich für die gewährten Freiheiten, seine Ideen umzusetzen zu können und für die Unterstützung seiner Kollegen und Weggefährten. Zum Ende wurde der neue Schulleiter Manfred Kohler willkommen geheißen. Közle überreichte ihm die Schulschlüssel. „Ich freu mich einfach drauf“ so Manfred Kohler, der in die Fußstapfen Közles treten wird. Umrahmt wurde die Veranstaltung von Peter Pux, Singer-Songwriter aus Ravensburg, der selbst in der Don-Bosco-Schule tätig ist. Als besondere persönliche Danksagung sangen der Schüler- und der Lehrerchor selbstgedichtete Lieder für Közle zum Abschied.

 

 

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