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10. Februar
Theater: „Oskar und die Dame in Rosa“
Friedrichshafen
ab 15:00 Uhr
Ganztags

FRIEDRICHSHAFEN – Anlässlich des „Tag der Kinderhospizarbeit“ am Sonntag, 10. Februar zeigt der Ambulante Kinderhospizdient AMALIE ein Theaterstück über den zehn-jährigen Oskar, das Leben im Krankenhaus und den Umgang mit einer schweren Erkrankung. Aufführungsort ist das „Kiesel“ in der Friedrichshafener Karlstraße. 

Ein Krankenhauszimmer auf der Kinderstation, leise erklingt das Lied „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin“, dann kommt Mama Rosa, setzt sich auf das leere Bett und erinnert sich an Oskar. So beginnt das Ein-Personen-Stück, dass die Schauspielerin Christine Reitmeier seit elf Jahren immer wieder auf die Bühne bringt, um das Thema Tod und Sterben in der Öffentlichkeit zu tragen.

 

Über einen offenen Umgang

Oskar ist 10 Jahre alt, aber er weiß, dass er sterben wird. „Eierkopf“ nennen ihn die anderen Kinder im Krankenhaus. Doch es ist nur ein Spitzname und tut nicht weiter weh. Schlimmer ist, dass der Arzt und seine Eltern Angst haben, darüber zu reden, dass weder Chemotherapie noch Knochenmarktransplantation sein Leben retten können. Nur die „Dame in Rosa“ hat den Mut, mit ihm über seine Fragen nachzudenken. Sie gehört zu den Frauen in rosa Kitteln, die sich in der Klinik ehrenamtlich um schwerkranke Kinder kümmern. Aus der eigenen Geschichte kennt Christine Reitmeier die Tabuisierung des Todes: „Wir lernen den Umgang mit dem Sterben nicht mehr. Mit diesem Stück möchte ich dazu beitragen, über solche Themen zu reden, denn es betrifft uns alle irgendwann.“

 

Hospizmitarbeiter fangen Hilflosigkeit auf

Das außergewöhnliche Theaterstück von Eric-Emmanuel Schmitt berührt zutiefst. Die offene, ehrliche und auch humorvolle Art, mit der Krankheit umzugehen, macht Mut, Gefühle zuzulassen. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig es in solch schweren Situationen ist, einen Menschen an seiner Seite zu haben und begleitet zu werden. Dabei ist Mama Rosa wie eine der ehrenamtlichen Patinnen und Paten des Ambulanten Kinderhospizdienstes AMALIE (ein Angebot der Stiftung Liebenau und des Malteser Hilfsdienstes im Landkreis Ravensburg und im Bodenseekreis) für Oskar und seine Familie da. Eine wichtige Arbeit, auch für Christine Reitmeier: „Ich habe eine große Hochachtung für die Menschen, die sich in der Hospizarbeit engagieren.“

 

Oskar schreibt Briefe

Und Oskar? Auf den Rat von Mama Rosa hin beginnt er, dem lieben Gott jeden Tag einen Brief zu schreiben darüber, was ihn bewegt. Anfangs findet Oskar, der nicht einmal an den Weihnachtsmann glaubt, die Idee nicht wirklich prima. Aber Mama Rosa bringt ihn dazu, sich jeden Tag wie 10 Jahre vorzustellen. Auf diese Weise erlebt Oskar ein ganzes Menschenleben: Erste Liebe, Eifersucht, Midlife-Crisis und das Alter. Bis er mit 110 Jahren zu müde ist, um noch älter zu werden.

 

Theateraufführung „Oskar und die Dame in Rosa“
(in Kooperation mit dem Medienhaus am See)

 

Sonntag, 10. Februar 2019 um 15 Uhr

Kiesel, Karlstraße 42, Friedrichshafen
Dauer des Stücks: ca. 1 1/4 Stunden

 

Altersempfehlung: ab 15 Jahren

 

Eintritt frei!

Kartenreservierung an der Information des Medienhauses am See.

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