Seitlich streichen für weitere Aufgabenfelder <>

BBW gewinnt 1. Klaus-Kinkel-Pokal

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Der frühere Außenminister Dr. Klaus Kinkel war gern und oft mit renommierten Fußballern zu Gast in Liebenau. In seine Fußstapfen trat nun seine Witwe Ursula Kinkel. Mit Torhüterlegende Helmut Roleder besuchte sie das diesjährige Liebenauer Fußballturnier und überreichte erstmals den Klaus-Kinkel-Pokal an die Siegermannschaft.

Die stolzen Sieger vom BBW Ravensburg mit dem 1. Klaus-Kinkel-Pokal

Impressionen vom Fußballturnier in der Stiftung Liebenau

Die wilden Tuttlinger Donaukicker

Sechs Mannschaften, die in der Stiftung Liebenau trainiert werden, sind zum Fußballturnier angetreten. Zum ersten Mal ist eine Mannschaft aus Tuttlingen angereist. Seit zwölf Jahren begleitet die Stiftung Liebenau dort Menschen mit Handicap im Ambulant Betreuten Wohnen. Freizeitangebote wie Fußball gehören auch dazu. Seit vier Monaten trainieren Klienten und Mitarbeitende gemeinsam und gaben sich den Namen „Die wilden Tuttlinger Donaukicker“ – und wie es der Name schon sagt, beim Fußballturnier in Liebenau überzeugten sie mit Mut und Entschlossenheit - und punkteten mit Toren.

 

Acht Mannschaften

Das BBW (Berufsbildungswerk) Ravensburg, die St. Lukas-Klinik (Dynamo Lukas), die Fachzentren Rosenharz (FC Rosenharz 06) und Hegenberg (Lokomotive Hegenberg) stellten fünf Mannschaften. Neben den Tuttlingern, traten die  Youngstars der benachbarten Gemeinde Strass sowie die inklusive Sportgruppe „Rakete“ jeweils mit einem Team an. Wie sehr Fußball verbindet, war den ganzen Tag über spürbar. Die Spieler begegneten sich wie Freunde, feuerten abwechselnd die Kicker der eigenen Mannschaft und die der anderen an.

 

VIP-Fußballspiel

Zur Freude der Fanmeile traten die Bürgermeister der Region Bruno Walter (Tettnang), Christof Frick (Bodnegg), Peter Smigoc (Vogt), Peter Müller (Wolfegg), Daniel Steiner (Wolpertswende), unterstützt von Kämmerer Wolfgang Abele (Baindt), gegen Mitarbeiter der Stiftung Liebenau an. Normalerweise ein Heimspiel für die politische Riege. Heuer hatten die Bürgermeister weniger Glück. Nur dem couragierten Einsatz von Peter Smigoc ist es zu verdanken, dass die Bürgermeister einen Treffer erzielten.

 

Wer inklusiv spielt, ist eindeutig im Vorteil

Die Rosenharzer Kicker platzten vor Stolz und freuten sich unbändig, dass ausgerechnet ihr Trainer Holger Zielonka (Mitarbeiter der Lukas-Klinik) gleich zwei Bälle für die Liebenauer Auswahl zum 2:1 Sieg im Tor platzierte. Die Rosenharzer, erfolgsverwöhnt und in der Vergangenheit um die vorderen Plätze mitspielend, mussten sich dieses Jahr den inklusiven Mannschaften geschlagen geben. Doch das tat ihrer Freude keinen Abbruch: „Dabei sein ist alles.“ Holger Zielonka will für mehr Inklusion in den Mannschaften werben und plant, die Kicker des FC Rosenharz fürs kommende Jahr durch fußballfreudige Mitarbeiter zu unterstützen und in ihren Talenten zu stärken.

 

VfB und Stiftung Sepp Herberger

Der Inklusionsgedanke lag Dr. Klaus Kinkel am Herzen. Der frühere Justiz- und Außenminister holte den VfB sowie die Stiftung Sepp Herberger zum Liebenauer Fußballturnier und war selbst wiederholt Gast mit Kickern wie der ehemaligen Nationalspielerin Steffi Jones (2013), dem ehemaligen VfB-Profi Hermann Ohlicher (2014), dem Meistertrainer Otto Rehhagel (2015) oder dem ehemaligen VfB-Spieler Cacau (2016). In würdiger Erinnerung an den im März verstorbenen Klaus Kinkel besuchte seine Witwe Ursula Kinkel zusammen mit VfB-Torhüterlegende Helmut Roleder das Liebenauer Fußballturnier. Beide waren zum ersten Mal in Liebenau. „Es freut mich, Fußball ohne kommerziellen Hintergedanken erleben zu dürfen“, sagte Helmut Roleder.

 

Dr. Schäuble übernimmt die Schirmherrschaft

Noch ein weiteres Ereignis überstrahlte das Liebenauer Fußballturnier. Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages, erklärte sich bereit, persönlich die Schirmherrschaft für das Liebenauer Fußballturnier zu übernehmen. „Sport und Politik haben einiges gemeinsam: Im Wettstreit braucht es Kampfgeist, Kondition und das Einhalten von Regeln, Anstand und Fairplay. Daran hat sich Klaus Kinkel immer gehalten“, zitierte Dr. Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau, aus dem Schreiben von Schäuble. „Klaus Kinkel war auch dem Inklusionsgedanken stets verpflichtet. Der Siegespreis in Form des Klaus-Kinkel-Pokals trägt zu Recht seinen Namen.“ Und so schreibt er weiter: „Gerne übernehme ich die Schirmherrschaft über das Liebenauer Fußballturnier.“

 

Klaus-Kinkel-Pokal

„Alle haben gewonnen.“ Dr. Broll lud zur Siegerehrung ein. Ursula Kinkel und Helmut Roleder beglückwünschten die Fußballer, überreichten die Pokale, Medaillen und Sporttaschen vom DFB. Der von allen Mannschaften bestaunte Höhepunkt der Ehrung war der Siegespreis in Form einer kunstvoll gestalteten Scheibe aus Glas und Metall. Ursula Kinkel überreichte den ausgelobten Klaus-Kinkel-Pokal an die strahlenden Kicker vom BBW Ravensburg. Die Fanmeile jubelte. Die La-Ola-Welle nahm kein Ende. Die Live-Band „Fair Wind“ nahm die ausgelassene Stimmung auf, verflochte sie in ihren Liedern. Bis in den frühen Abend wurde im Festzelt ausgelassen abgetanzt. Es gab keine Verlierer. Es gab nur Gewinner. Sie haben sportliche Hochleistungen vollbracht und werden es wieder tun.

 

 

Wenn Sie sich für unseren Newsletter Inklusion interessieren, melden Sie sich bitte hier an >

 



Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
presse@stiftung-liebenau.de